Google stellt Dark-Web-Monitoring für alle ein
01.01.2026 - 08:35:12Google stellt seinen erst 2024 eingeführten Dark-Web-Report ein. Ab Januar 2026 gibt es keine neuen Warnungen mehr, historische Daten werden im Februar gelöscht.
Google zieht den Stecker für sein kostenloses Dark-Web-Monitoring. Nutzer haben nur noch wenige Wochen Zeit, ihre Daten zu sichern, bevor der Dienst verschwindet. Der Tech-Riese bestätigte die sofortige Einstellung des erst 2024 eingeführten Sicherheitstools.
Countdown läuft: Zwei Stufen bis zum Ende
Für Millionen Nutzer beginnt jetzt ein Wettlauf gegen die Zeit. Google schaltet den Dienst in zwei Phasen ab – und das schnell.
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- Ab 15. Januar 2026 stellt Google die aktive Überwachung ein. Nutzer erhalten dann keine neuen Warnmeldungen mehr, selbst wenn ihre Daten in frischen Leaks auftauchen.
- Am 16. Februar 2026 ist endgültig Schluss. Dann löscht Google alle historischen Berichte und Profile. Ein Rückblick auf frühere Warnungen ist nicht mehr möglich.
Dieser straffe Zeitplan überrascht. Google lässt Dienste normalerweise länger auslaufen. Wer seine bisherigen Berichte behalten will, muss jetzt handeln.
Warum Google das Tool killt
Die Begründung aus Mountain View ist klar: Der Dark-Web-Report sei nicht hilfreich genug gewesen. Nutzerfeedback habe gezeigt, dass die reinen Warnungen oft nicht weiterhalfen.
Das Tool meldete zwar, wenn E-Mail-Adressen oder Telefonnummern im Darknet gefunden wurden. Konkrete Handlungsanweisungen – welches Passwort wo geändert werden muss – blieben aber oft aus. Google will sich nun auf lösungsorientierte Werkzeuge konzentrieren.
Kritiker sehen das anders. Für sie ist die Transparenz über geleakte Daten der erste Schritt zur Sicherheit. Ohne einen direkten Ersatz klaffe nun eine Lücke im Schutz vieler Verbraucher.
Was Nutzer jetzt tun müssen
Die wichtigste Aufgabe: Prüfen Sie Ihr Profil im Dark-Web-Report noch vor dem 15. Januar. Löschen Sie gegebenenfalls manuell gespeicherte Überwachungsprofile in den Kontoeinstellungen unter “Sicherheit”.
Google verweist als Alternative auf seine bestehenden Tools:
- Passwortmanager & Passwort-Check: Diese Tools gleichen gespeicherte Zugangsdaten mit bekannten Leak-Datenbanken ab und fordern direkt zur Passwort-Änderung auf.
- “Ergebnisse über dich”: Hier können Nutzer beantragen, dass persönliche Daten aus Google-Suchergebnissen entfernt werden.
Sicherheitsexperten raten zusätzlich zu externen Diensten wie Have I Been Pwned. Kostenpflichtige Identitätsschutz-Services bieten oft detailliertere Analysen.
Ein weiteres Opfer für den “Google Friedhof”
Das Aus für den Dark-Web-Report ist ein klassischer Fall von “Killed by Google”. Das Sicherheitsfeature wurde erst Mitte 2024 für alle Nutzer kostenfrei freigeschaltet – und verschwindet nun nach weniger als zwei Jahren wieder.
Analysten vermuten hohe Betriebskosten hinter der Entscheidung. Das weltweite Scannen von Darknet-Märkten war wohl zu aufwändig für den wahrgenommenen Nutzen. Zudem könnten KI-Funktionen in Gmail oder Chrome separate Berichte überflüssig machen.
Der Schritt stärkt wahrscheinlich die Konkurrenz. Cybersecurity- und VPN-Anbieter verkaufen Dark-Web-Monitoring oft als Premium-Feature – und verlieren nun ein wichtiges kostenloses Konkurrenzprodukt.
Mehr Eigenverantwortung für Nutzer
Die Botschaft zum Jahresbeginn ist klar: Der passive Schutz durch Google nimmt ab. Die Zukunft liege in integrierten, KI-gestützten Warnungen direkt im Browser oder in Apps.
Bis dahin müssen Nutzer selbst aktiv werden. Wer wissen will, was im verborgenen Teil des Internets über ihn kursiert, muss sich ab Februar neue Wege suchen. Die letzte Gnadenfrist zur Überprüfung endet am 15. Januar.
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