Google schließt kritische Sicherheitslücke im Chrome-Browser für Android
22.01.2026 - 08:04:12Google hat ein kritisches Sicherheitsupdate für seinen Chrome-Browser auf Android veröffentlicht. Es schließt mehrere Schwachstellen, darunter eine schwerwiegende Lücke in der zentralen JavaScript-Engine. Die Aktualisierung unterstreicht die laufenden Bemühungen von Browser-Entwicklern, Milliarden von Mobilnutzern vor einer sich ständig wandelnden Bedrohungslandschaft zu schützen.
Hochriskante Lücke im V8-Motor gepatcht
Im Zentrum des Updates steht die Behebung der Schwachstelle CVE-2026-1220. Dabei handelt es sich um eine als „hochriskant“ eingestufte Race Condition im V8 JavaScript-Motor. Diese Open-Source-Komponente führt den Code von Webseiten in Chrome aus. Eine Race Condition kann von Angreifern ausgenutzt werden, um Speicher zu korrumpieren und potenziell Schadcode auszuführen.
Ein erfolgreicher Angriff über diese Lücke könnte es einem Angreifer ermöglichen, die Sicherheitsprotokolle des Browsers zu umgehen – allein dadurch, dass ein Nutzer eine präparierte Webseite besucht. Die Schwachstelle wurde Google am 7. Januar 2026 von einem externen Sicherheitsforscher gemeldet. Um die Nutzer während der kritischen Update-Phase zu schützen, hält Google die technischen Details der Lücke vorerst zurück – eine gängige Praxis in der Branche.
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So erhalten Android-Nutzer das Update
Die neue Version Chrome 144.0.7559.90 für Android wird seit Dienstag, dem 20. Januar 2026, über den Google Play Store ausgespielt. Die Verteilung erfolgt schrittweise und kann einige Tage dauern. Nutzer können manuell nach dem Update suchen, indem sie im Play Store nach „Chrome“ suchen und bei Verfügbarkeit auf „Aktualisieren“ tippen.
Dieses Update ist Teil einer schnellen Serie von Patches für Chrome 144, mit der Google im Januar bereits mehrere Sicherheitsprobleme behoben hat. Der ständige Update-Zyklus ist eine direkte Antwort auf das anhaltende Interesse von Cyberkriminellen an Browsern. Als primäres Tor zum Internet für die meisten Smartphone-Nutzer sind sie ein lukratives Ziel.
Auch Firefox und Samsung verbessern ihre Browser
Google ist nicht der einzige Anbieter, der seine mobilen Browser in diesem Monat absichert. Mozilla hat die Sicherheit von Firefox für Android verstärkt. In einem Update um den 17. Januar 2026 führte der Browser die Unterstützung für „Site Isolation“ ein. Diese Sicherheitsarchitektur lädt jede Webseite in einem separaten Prozess und erschwert es bösartigen Seiten so erheblich, Daten aus anderen offenen Tabs zu stehlen.
Andere Browser-Hersteller setzen parallel auf Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit. Samsung veröffentlichte kürzlich ein Update für seinen Samsung Internet Browser, das vor allem die Bedienung optimiert. Die Version 29.0.2.76 platziert die „Neuer Tab“-Schaltfläche für eine einfachere Einhandbedienung am unteren Bildrand. Die kontinuierlichen Updates zeigen den wettbewerbsintensiven und sich schnell entwickelnden Markt, in dem Sicherheit und Nutzererlebnis gleichermaßen Priorität haben.
Die stille Schlacht im Browser
Der V8-Motor ist ein Meisterwerk der Software-Entwicklung, doch seine Komplexität macht ihn auch zum bevorzugten Ziel für Sicherheitsforscher und Angreifer. Er verarbeitet täglich nicht vertrauenswürdigen Code von Milliarden Webseiten. Die Entdeckung und Behebung von Lücken wie CVE-2026-1220 ist Teil eines kontinuierlichen und entscheidenden Cyber-Sicherheitskampfes.
Die proaktive Herangehensweise von Unternehmen wie Google und Mozilla ist entscheidend für die Sicherheit des mobilen Ökosystems. Durch schnelle Patches und die Zusammenarbeit mit externen Forschern können Bedrohungen oft neutralisiert werden, bevor sie massenhaft ausgenutzt werden. Die wirksamste Verteidigung für den Durchschnittsnutzer bleibt einfach: Automatische Updates aktivieren. So werden Sicherheits-Patches sofort installiert und das Zeitfenster für Angreifer minimiert.
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