Google schaltet Dark-Web-Monitoring ab
02.02.2026 - 01:30:12Google beendet seinen kostenlosen Dienst zur Überwachung des Dark Web. Das Unternehmen reagiert damit auf Kritik, die Warnungen seien zu unkonkret.
Der Tech-Konzern hat angekündigt, die Funktion „Dark Web Reports“ am 16. Februar 2026 endgültig abzuschalten. Die letzten aktiven Scans nach gestohlenen Nutzerdaten laufen bereits am 15. Januar aus. Die Entscheidung kommt weniger als zwei Jahre, nachdem der Dienst für alle Google-Kontoinhaber freigeschaltet wurde. Laut Google fehlte es den Warnmeldungen an klaren Handlungsanweisungen für betroffene Nutzer.
Vom Frühwarnsystem zur verpassten Chance
Die Funktion, die ursprünglich im März 2023 startete, sollte ein Frühwarnsystem gegen Identitätsdiebstahl sein. Sie durchsuchte das Dark Web nach sensiblen Daten wie Namen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. Ab Juli 2024 war sie für alle Nutzer kostenlos verfügbar.
Doch das Konzept hatte einen entscheidenden Schwachpunkt: Es machte auf Probleme aufmerksam, bot aber kaum Lösungen. Nutzerfeedback zeigte, dass die generischen Warnungen oft Verunsicherung statt handfester Hilfe auslösten. Viele fragten sich: Welches Konto ist genau betroffen? Und was soll ich jetzt tun? Google will sich nun auf Tools konzentrieren, die direkteren Schutz bieten.
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Googles Alternativen: Passkeys und Security Checkup
Statt auf Dark-Web-Berichte setzt der Konzern verstärkt auf seine bestehenden Sicherheitswerkzeuge. Im Fokus stehen:
* Security Checkup: Eine persönliche Überprüfung der Kontoeinstellungen.
* Passkeys: Ein Passwort-Ersatz, der resistenter gegen Phishing-Angriffe ist.
* Password Manager: Erstellt und speichert starke Passwörter. Die integrierte „Password Checkup“-Funktion warnt automatisch, wenn ein gespeichertes Passwort in einem bekannten Datenleck aufgetaucht ist – und liefert direkt den Link zum Ändern mit.
Zudem verweist Google auf das Tool „Results about you“, mit dem Nutzer persönliche Daten wie ihre Adresse aus den Suchergebnissen entfernen lassen können.
KI-Trends machen proaktiven Schutz nötig
Die Abschaltung fällt in eine Zeit rapide wachsender Cyber-Bedrohungen. In seinem eigenen „Cybersecurity Forecast 2026“ warnt Google vor der zunehmenden Weaponisierung Künstlicher Intelligenz durch Kriminelle. KI könnte genutzt werden, um Angriffe massiv zu skalieren – von präzisem Social Engineering bis hin zu neuartiger Schadsoftware.
Vor diesem Hintergrund gewinnen proaktive, defensive Maßnahmen an Bedeutung. Die reine Überwachung gestohlener Daten reicht nicht mehr aus. Der Fokus der Branche verschiebt sich hin zu Tools, die Bedrohungen von vornherein verhindern oder schnell neutralisieren können. Ransomware-Angriffe gelten weiterhin als größte finanzielle Gefahr.
Das können Nutzer jetzt tun
Nutzer haben bis zum 16. Februar Zeit, ihre bestehenden Berichte einzusehen. Wer sein Überwachungsprofil früher löschen möchte, kann dies in den Kontoeinstellungen tun.
Die grundlegenden Ratschläge von Sicherheitsexperten bleiben gültig: Verwenden Sie für jedes Konto ein starkes, einzigartiges Passwort, aktivieren Sie wo immer möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung und seien Sie wachsam gegenüber Phishing-Versuchen. Wer spezialisierte Dark-Web-Überwachung sucht, kann auf Dienste von Kreditauskunfteien oder Cybersecurity-Firmen zurückgreifen. Google betont, den Schutz vor Bedrohungen aus dem Dark Web weiterhin über sein gesamtes Sicherheits-Ökosystem zu gewährleisten.
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