Google reduziert Sicherheits-Updates für Pixel 6 und 7
04.02.2026 - 20:02:12Google stellt seine älteren Flaggschiffe auf vierteljährliche Sicherheits-Patches um. Die Pixel-6- und 7-Serien erhielten den Februar-Update nicht – ein klares Signal für eine neue Strategie.
Die Geräte der beliebten Baureihen, die 2021 und 2022 auf den Markt kamen, werden künftig nur noch alle drei Monate ein Sicherheitsupdate erhalten. Bisher waren monatliche Patches Standard. Die Änderung wurde nicht offiziell angekündigt, sondern ergibt sich aus dem aktuellen Update-Muster. Der Februar-Patch 2026 ging diese Woche an neuere Modelle wie die Pixel-8-, 9- und 10-Serien, den Pixel Fold und das Pixel Tablet. Die Hauptmodelle Pixel 6, 6 Pro, 7 und 7 Pro fehlten auf der Liste.
Ein Muster wird zur Regel
Für aufmerksame Beobachter der Android-Welt kommt die Umstellung nicht überraschend. Schon in den vergangenen Monaten wurden Updates ausgelassen, was Spekulationen nährte. Die Pixel-6-Serie verpasste bereits die Oktober- und November-Patches 2025 und erhielt erst im Dezember ein Update, bevor sie im Januar und Februar 2026 erneut übergangen wurde. Ein identisches Muster zeigt sich bei der Pixel-7-Serie, die die Updates für Januar und Februar 2026 nicht bekam.
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Auf Nachfragen zu den ausbleibenden Updates erklärte Google lediglich, die Geräte blieben „während des gesamten zugesagten Support-Zeitraums sicherheitskonform“. Konkrete Details zur neuen Update-Frequenz nannte das Unternehmen nicht. Einige Berichte deuten zudem auf einen möglichen Wechsel zu einem risikobasierten Zeitplan hin, bei dem Updates nur bei Bedarf ausgespielt werden.
Was bedeutet das für die Nutzer?
Für Besitzer der betroffenen Pixel-Modelle heißt das: weniger häufige Sicherheitsupdates. Zwar sind die Geräte weiterhin vor großen Sicherheitslücken geschützt, doch das Intervall zwischen den Patches verlängert sich. Potenziell könnten sie neu entdeckte Bedrohungen damit länger ausgesetzt sein als Geräte mit monatlichem Zyklus. Das nächste Update für die Pixel-6- und 7-Serien wird für März 2026 erwartet.
Wichtig ist: Die Gesamt-Support-Dauer ändert sich nicht. Google hat für die Pixel-6- und 7-Serien fünf Jahre Sicherheitsupdates ab Markteinführung zugesagt. Demnach erhält die Pixel-6-Serie mindestens bis Oktober 2026 Updates, die Pixel-7-Serie bis Oktober 2027. Geändert hat sich nur die Häufigkeit, nicht das Ende der Unterstützung. Eine Ausnahme scheint das Pixel 7a zu sein, das den Februar-Update sehr wohl erhielt.
Ressourcen-Allokation und neue Benchmarks
Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Google seine Software-Support-Politik kontinuierlich anpasst. Für seine neueren Geräte ab dem Pixel 8 hat der Konzern einen neuen Industriemaßstab gesetzt: beeindruckende sieben Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates. Die Reduzierung der Update-Frequenz für ältere, aber immer noch weit verbreitete Modelle wie Pixel 6 und 7 könnte eine Strategie sein, um Ressourcen effektiver auf die wachsende Geräte-Palette zu verteilen.
Der Februar-Update 2026 selbst fiel für berechtigte Modelle übrigens gering aus. Er enthielt primär einen Patch für eine hochkritische Sicherheitslücke im Video-Prozessor-Treiber (VPU). Das Fehlen größerer Funktions-Updates legt nahe, dass Google umfangreichere Neuerungen für das kommende Android-16-QPR3-Update (Quarterly Platform Release) aufspart.
Der neue Standard für alternde Pixel
Während Pixel-6- und 7-Nutzer ihren nächsten Patch im März erwarten können, zeichnet sich ein neuer Standard für ältere Pixel-Geräte ab: Je weiter ein Smartphone von seinem Launch-Datum entfernt ist, desto wahrscheinlicher wird der Wechsel von monatlichen zu vierteljährlichen Updates. Diese Strategie ermöglicht es Google, seine langfristigen Sicherheitszusagen einzuhalten und gleichzeitig den aufwändigen monatlichen Patch-Prozess auf die neueste Hardware zu konzentrieren.
Nutzer der betroffenen Geräte sollten die Updates installieren, sobald sie verfügbar sind, um maximalen Schutz zu gewährleisten. Auch wenn sie seltener kommen, werden diese Patches konsolidierte Sicherheitsfixes der vorangegangenen Monate enthalten. Der Fokus liegt nun auf dem März-Update – es wird für viele Pixel-Besitzer die erste Bestätigung dieser neuen vierteljährlichen Realität sein.
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