Google Quick Share: Android bekommt AirDrop-Kompatibilität
06.02.2026 - 00:03:12Google demontiert die letzte große Mauer zwischen Android und iOS. Ab 2026 soll die AirDrop-kompatible Quick-Share-Funktion auf vielen Android-Smartphones verfügbar sein. Damit endet ein langjähriges Pixel-Exklusivrecht.
Die Ankündigung kam direkt von Eric Kay, Vizepräsident für Android-Engineering, bei einer Medienveranstaltung in Taipeh. Die Erweiterung ermöglicht den direkten Dateiaustausch zwischen Android-Handys und Apples iPhone, iPad und MacBook. Diese nahtlose Übertragung war jahrelang ein entscheidender Vorteil der Apple-Welt.
Vom Pixel-Exklusiv zum Ökosystem-Standard
Den Anfang machte im November 2025 das Pixel 10. Google nutzte die Serie als Testfeld für die komplexe Technologie. Nach erfolgreicher Erprobung arbeitet der Konzern nun mit Hardware-Partnern an der flächendeckenden Integration.
Die Basis ist eine erweiterte Version von Quick Share. Dieser Standard vereint bereits Googles Nearby Share und Samsungs Quick Share. Als eigenständige App im Play Store ebnet er den Weg für eine breite Einführung.
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Sicherheit stand bei der Entwicklung im Fokus. Google behandelt die Funktion als grundlegende Plattform-Aktualisierung, nicht als Provisorium.
Das Ende der digitalen Grenzen
Bislang war das Teilen von Dateien zwischen den Systemen mühsam. Nutzer griffen zu umständlichen Drittanbieter-Apps oder Cloud-Diensten. AirDrop von Apple galt mit seiner Einfachheit als großer Lockvater für das geschlossene Ökosystem.
Googles Vorstoß durchbricht diese „walled garden“-Strategie. Ein natives Tool, das reibungslos mit AirDrop zusammenarbeitet, schließt eine kritische Lücke. Fotos, Videos oder Dokumente lassen sich künftig per einfachem Tippen übertragen.
Die Liste der unterstützten Geräte ist noch nicht final. Doch erste Partner stehen fest: Das Tech-Unternehmen Nothing hat die Übernahme bestätigt. Qualcomm deutete an, dass Smartphones mit Snapdragon-Prozessoren ebenfalls unterstützt werden könnten. Branchenbeobachter rechnen damit, dass Flaggschiffe von Samsung zu den ersten Nicht-Pixel-Geräten mit der Funktion zählen.
Strategischer Schachzug im Plattform-Krieg
Hinter der neuen Funktion steckt mehr als nur ein Komfort-Feature. Es ist ein strategischer Schachzug im Wettbewerb der beiden mobilen Giganten. Google neutralisiert einen Kernvorteil Apples und macht Android für Wechselwillige attraktiver.
Der Schritt folgt einem globalen Trend zur erzwungenen Interoperabilität. Regulatorischer Druck zielt weltweit darauf ab, abgeschottete Technologie-Ökosysteme aufzubrechen. Google reagiert nicht nur auf die Nutzernachfrage, sondern positioniert Android als offene und nutzerfreundliche Alternative.
Für Android adressiert die universelle Datei-Freigabe ein Dauerthema: die Fragmentierung der Software-Erfahrung zwischen verschiedenen Herstellern. Ein mächtiges, einheitliches Tool schafft mehr Zusammenhalt – unabhängig vom Gerätebrand.
Wann kommt die Funktion?
Ein genauer Zeitplan für das Rollout steht noch aus. Googles Führungskräfte kündigten jedoch an, dass offizielle Partnerankündigungen „sehr bald“ erwartet werden. Bei kommenden Branchenevents wie der Samsung Unpacked oder dem Mobile World Congress (MWC) könnten konkretere Details fallen.
Nutzer sollten in den kommenden Wochen und Monaten die Updates ihrer Hersteller im Auge behalten. Die Verteilung erfolgt voraussichtlich über Updates der Google Play Services und herstellerspezifische Software-Aktualisierungen. Sobald die Funktion Standard wird, verändert sie grundlegend, wie Nutzer Smartphone-Wechsel und plattformübergreifende Kommunikation wahrnehmen.
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