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Google Play schlägt Doppelschlag gegen Akku-Malware

07.01.2026 - 01:55:12

Google führt rote Warnhinweise für stromhungrige Android-Apps ein und geht mit aktualisierten Play-Protect-Signaturen gegen Schadsoftware wie GhostAd vor. Die Maßnahmen sollen Geräte sicherer und langlebiger machen.

Google geht mit neuen Richtlinien und Malware-Jagd gegen stromfressende Android-Apps vor. Die Offensive zielt auf Schadsoftware wie “GhostAd” und soll Smartphones sicherer und langlebiger machen.

“GhostAd” tarnt sich als harmlose App

Sicherheitsexperten haben zwei massive Bedrohungen enttarnt, die sich als nützliche Tools tarnen. Die Kampagne “GhostAd” generiert im Hintergrund Werbeeinnahmen, ohne dass Nutzer etwas sehen. Apps wie angebliche “System-Cleaner” halten das Gerät künstlich wach, laden Werbung und klicken sie an. Die Folge: Der Akku geht rasch leer und das Smartphone wird heiß.

Parallel dazu nutzt das Botnetz “Kimwolf” infizierte Geräte als Proxy-Server. Dritte leiten ihren Datenverkehr über das Handy des Opfers – das belastet nicht nur das Datenvolumen, sondern entleert auch den Akku. Google Play Protect hat seine Erkennungssignaturen diese Woche aktualisiert, um diese spezifischen Bedrohungen zu entfernen.

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Neue Warnhinweise für Akku-Fresser

Google bereitet eine weitreichende Änderung im Play Store vor. Apps, die das Gerät unnötig lange wachhalten, werden bald mit einem roten Warnhinweis gekennzeichnet. Der Text “Diese App könnte Ihren Akku stärker belasten als erwartet” soll Nutzer vor der Installation warnen.

  • Die neue Richtlinie tritt im März 2026 voll in Kraft.
  • Sie betrifft Apps, die das Gerät über zwei Stunden pro Tag unnötig wachhalten.
  • Legitime Apps wie Musik-Streamer können Ausnahmen beantragen.

Entwickler stehen nun unter Druck, ihre Hintergrundprozesse zu optimieren. Andernfalls riskieren sie, im Store an Sichtbarkeit zu verlieren.

Plötzlicher Akkuschwund als Alarmsignal

Die Verbindung zwischen hohem Energieverbrauch und Sicherheitsrisiken ist kein Zufall. Ein plötzlich leerer Akku ist oft das erste physische Anzeichen für einen Schadprogramm-Befall. Krypto-Miner oder Spyware benötigen konstante Rechenleistung.

Google Play Protect nutzt dieses Verhaltensmuster nun verstärkt als Indikator. Die KI-gestützte Abwehr analysiert in Echtzeit, ob eine App versucht, den Tiefschlaf des Prozessors zu verhindern. Eine App, die den Akku leert, gilt nicht mehr nur als lästig, sondern als potenzielles Sicherheitsrisiko.

Paradigmenwechsel für Android

Diese Maßnahmen markieren einen Wendepunkt. Google erhebt Energieeffizienz zur neuen Sicherheitsmetrik. Da sich Malware immer besser vor Scannern versteckt, bleibt der Energieverbrauch ein schwer zu verbergender Fußabdruck für Angreifer.

Für die App-Wirtschaft könnte es turbulent werden. Viele kostenlose Apps finanzieren sich durch aggressive Hintergrundprozesse zur Datensammlung. Fallen sie nun als “Akkufresser” durch, droht ihrem Geschäftsmodell das Aus – selbst ohne bösartigen Code. Der Markt dürfte sich bereinigen, wobei Effizienz zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird.

Nutzer sollten in den kommenden Wochen auf Updates für Google Play Services und Play Protect achten. Wer unter unerklärlichem Akkuschwund leidet, sollte in den Einstellungen unter “Akkuverbrauch” prüfen, welche App an der Spitze steht – und sie im Zweifel entfernen.

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