Google Messages: Bearbeitungs-Historie kehrt zurück
03.02.2026 - 13:00:12Google stellt nach Nutzerprotesten die Transparenz in seinen RCS-Chats wieder her. Die umstrittene Entfernung der Bearbeitungs-Historie im Sommer 2025 wird rückgängig gemacht.
Nutzer von Google Messages erhalten bald wieder vollen Einblick in die Vergangenheit ihrer Chats. Nach internen Tests in der Beta-Version wird die umstritten entfernte Edit History wieder eingeführt. Diese Funktion zeigt den Originaltext bearbeiteter Nachrichten an – ein wichtiges Werkzeug für vertrauenswürdige Kommunikation.
Die Historie war im Juli 2025 einem Redesign zum Opfer gefallen. Statt des vollständigen Bearbeitungsverlaufs blieb nur ein pauschales „Bearbeitet“-Label übrigen. Das sorgte bei Vielnutzern und Datenschützern für Kritik. Ohne Kontext könne das Label in sensiblen Gesprächen mehr Verwirrung stiften als Klarheit schaffen, argumentierten sie.
So funktioniert die neue alte Funktion
Die wiederbelebte Transparenz-Funktion integriert sich nahtlos in den bestehenden Workflow:
1. Lange auf eine RCS-Nachricht drücken
2. „Details anzeigen“ auswählen
3. Den kompletten Bearbeitungsverlauf mit Zeitstempeln einsehen
Laut Analysen der aktuellen Beta-Version 20260121 zeigt das überarbeitete Interface neben Lieferstatus und Verschlüsselungsprotokoll nun auch die Historie an. Google hat damit den Spagat geschafft: das schlanke Design bleibt erhalten, die nützliche Metadaten-Ansicht kehrt zurück.
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Wettbewerbsvorteil durch volle Transparenz
Das Timing ist strategisch klug. Während WhatsApp nur das „Bearbeitet“-Label anzeigt und Apple iMessage die Historie zeitlich begrenzt, setzt Google auf volle Offenlegung. Damit positioniert sich der Dienst näher an Enterprise-Tools wie Slack oder Microsoft Teams, wo Nachvollziehbarkeit oberste Priorität hat.
Die Bedeutung wächst mit der Verbreitung von RCS. Immer mehr Nutzer verwenden den Standard auch für geschäftliche und formelle Kommunikation. Da wird die Möglichkeit, ursprüngliche Absprachen oder Zeitangaben zu überprüfen, vom Komfort-Feature zur Notwendigkeit.
Teil einer größeren Offensive
Die Rückkehr der Bearbeitungs-Historie ist nur ein Puzzleteil in Googles Frühjahrsoffensive 2026. Der Konzern treibt die Funktionsparität mit der Konkurrenz entschlossen voran.
Kürzlich ausgebaute Features wie „Für alle löschen“ und wieder eingeführte individuelle Chat-Farben zeigen die Strategie: Nutzer sollen maximale Kontrolle über Aussehen und Inhalte ihrer Chats erhalten. Ergänzt wird dies durch verbesserte Sicherheit. Eine on-device KI erkennt Phishing-Versuche in Echtzeit.
Wann kommt die Funktion?
Noch hat Google kein konkretes Veröffentlichungsdatum für alle Nutzer genannt. Erfahrungsgemäß dauert es jedoch nur wenige Wochen, bis Beta-Features den Weg in die stabile Version finden.
Experten erwarten weitere Verfeinerungen der Detail-Ansicht. Denkbar wäre etwa die Anzeige exakter Leseeiten für einzelne Gruppenmitglieder – eine Funktion, die einige Konkurrenz-Apps bereits bieten. Klar ist: Google sieht Messages nicht mehr als simples SMS-Tool, sondern als vollwertige Kommunikationsplattform. Die Rückkehr der „Power-User“-Features unterstreicht diesen Anspruch deutlich.
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