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Google Looker: Neue Tools machen Datenanalyse im Alltag einfacher

23.01.2026 - 00:55:12

Google rüstet seine Business-Intelligence-Plattform Looker mit neuen Visualisierungs- und Verwaltungsfunktionen auf. Ziel ist die nahtlose Integration von Datenanalyse in Google Sheets und Slides.

Google integriert seine Business-Intelligence-Plattform Looker noch tiefer in die eigene Arbeitswelt. Mit einer Reihe neuer Visualisierungs- und Bereitstellungstools will der Konzern Datenanalyse direkt in Google Workspace-Anwendungen wie Sheets und Slides bringen. Das Ziel: Teams sollen Erkenntnisse gewinnen, ohne ihre gewohnte Umgebung zu verlassen.

Looker Studio: Mehr Kontrolle für bessere Berichte

Mitte Januar hat Google sein nutzerfreundliches Analyse-Tool Looker Studio aufgerüstet. Eine wichtige Neuerung ist der Histogramm-Diagrammtyp. Er hilft Anwendern, die Verteilung ihrer Daten besser zu verstehen – ein klarer Vorteil gegenüber einfachen Balken- oder Tortendiagrammen.

Ein weiteres mächtiges Werkzeug ist das übergreifende Datenquellen-Filtering. Bisher war es mühsam, wenn Berichte Daten aus verschiedenen Quellen kombinierten. Jetzt kann ein einziger Filter – etwa für einen Zeitraum – auf alle Charts angewendet werden, unabhängig von ihrer Herkunft. Das schafft übersichtlichere Dashboards.

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Zudem erhalten Redakteure mehr Kontrolle über die Präsentation. Sie können einzelne Charts für alle Betrachter oder nur für bestimmte Nutzergruppen ein- und ausblenden. So lässt sich der Informationsfluss gezielt steuern.

Looker 26.0: Übersichtliche Dashboards und sichere APIs

Parallel dazu erhält die Kernplattform Looker ein großes Update auf Version 26.0. Eine zentrale Innovation sind „Tabbed Dashboards“. Erstellen können damit verwandte Visualisierungen in mehreren Reitern innerhalb eines einzigen Dashboard gruppieren. Das reduziert das Chaos, verbessert die Daten-Story und erhöht die Performance, da nur der aktive Tab geladen wird.

Im Hintergrund wurden auch Sicherheit und Verwaltung gestärkt. Administratoren können nun dedizierte Service-Accounts nur für API-Zugriffe einrichten. Das trennt programmatischen Zugriff von normalen Benutzerkonten und verbessert die Governance. Zudem wurde der JDBC-Treiber für Apache Spark 3+ aktualisiert, was die Konnektivität für Unternehmen stärkt.

Die Strategie: Datenanalyse direkt im Arbeitsfluss

Diese Updates sind Teil einer langfristigen Google-Strategie. Analytik soll nicht in isolierten Tools stattfinden, sondern dort, wo gearbeitet wird. Bestehende Integrationen wie „Connected Sheets“ zeigen den Weg: Nutzer können dort direkt auf verwaltete Looker-Daten zugreifen und sie analysieren.

Die Möglichkeit, aus Google-Sheets-Daten sofort interaktive Looker-Studio-Dashboards zu erstellen, senkt die Einstiegshürde für Visualisierung weiter. Google demokratisiert so die Datenanalyse und ermöglicht einem breiteren Kreis von Anwendern, eigene Erkenntnisse zu gewinnen und zu teilen.

Wettbewerbsvorteil durch nahtlose Integration

Mit dieser Integration von BI- und Produktivitätstools positioniert sich Google strategisch klug. Der Konzern nutzt die weite Verbreitung von Google Workspace, um auch seine Cloud-Datenprodukte wie Looker und BigQuery voranzutreiben. Die enge Verzahnung vereinfacht Arbeitsabläufe und wahrt gleichzeitig die Datenkontrolle durch Lookers semantisches Modell.

Die Betonung von Nutzererfahrung – etwa durch Tabbed-Dashboards – zeigt, dass Google Dateninteraktion so einfach wie die Zusammenarbeit an einem Dokument machen will. Damit stellt sich der Tech-Riese gegen das traditionelle Modell, in dem Datenanalyse Spezialisten vorbehalten ist.

Der nächste Schritt: KI-gestützte Erkenntnisse

Die Entwicklung von Looker in Workspace dürfte sich beschleunigen. Mit dem Abschluss des Rollouts von Looker 26.0 und dem Start von Tabbed Dashboards ab dem 26. Januar wird der Fokus wohl auf noch tieferer Integration und KI-gestützter Assistenz liegen.

Es ist zu erwarten, dass Googles KI Gemini künftig noch stärker genutzt wird, um Erkenntnisse zu automatisieren, Berichtstexte zu generieren oder natürliche Sprachabfragen in allen Workspace-Apps zu ermöglichen. Der Markt wird genau beobachten, ob es Google gelingt, datengestützte Entscheidungen zur Alltagsrealität für Millionen Workspace-Nutzer zu machen.

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