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Google Flow: KI-Videos für alle und ein smarter Kalender

20.01.2026 - 13:44:12

Google integriert sein KI-Video-Tool Flow in alle Workspace-Pläne und verbessert gleichzeitig Kalender-Management und Meeting-Funktionen für Unternehmen.

Googles KI-Video-Tool Flow ist jetzt für alle Business- und Education-Kunden verfügbar. Gleichzeitig behebt ein großes Kalender-Update ein Dauerschmerzpunkt für Nutzer mit vielen Terminplänen.

Die Ankündigungen vom 20. Januar 2026 zeigen, wie der Tech-Konzern generative KI fest in den Arbeitsalltag integrieren will – und dabei auch klassische Produktivitätswerkzeuge entscheidend verbessert.

Flow: Vom Nischen-Tool zur Standard-Ausrüstung

Bisher war Flow nur für Abonnenten der teuren AI Pro und Ultra-Pakete verfügbar. Jetzt können auch Standard-Kunden der Workspace Business, Enterprise und Education-Pläne den KI-Videogenerator als Zusatzservice buchen. Marketing, Personalabteilungen und Lehrkräfte sollen so mit einfachen Textbefehlen hochwertige Videoinhalte erstellen können.

Angetrieben wird die Technik von Googles neuesten Modellen: Veo 3.1 für Videos und Nano Banana Pro für Bilder. Ein besonderes Feature ist „Ingredients to Video“. Nutzer können Referenzbilder hochladen, um Charaktere und Hintergründe über verschiedene Einstellungen hinweg konsistent zu halten – entscheidend für Corporate Storytelling und Markenführung.

Die Aktualisierung reagiert auch auf den Mobil-Trend. Flow unterstützt jetzt nativ vertikale Videos (9:16) und kann Inhalte bis zu 4K-Auflösung hochskalieren. Das zielt direkt auf den Bedarf nach schneller Social-Media- und interner Mobil-Kommunikation.

Kalender-Chaos beendet: Sekundärkalender im Griff

Während Flow die Kreativität beflügelt, löst ein paralleles Update ein praktisches Problem für Vielnutzer. Bisher konnten sekundäre Kalender in der Hauptliste verschwinden oder gerieten in Geräte-Sync-Konflikte.

Das neue System stellt sicher, dass alle Kalender, die einem Nutzer gehören, standardmäßig in seiner Liste erscheinen. Eigentümer behalten so direkten Zugriff auf Einstellungen und Freigaben – ohne versteckte Menüs.

Als neue Stabilitätsvorgabe empfiehlt Google ein Limit von 100 Kalendern pro Nutzer. Accounts, die diese Schwelle überschreiten, sollten Kalender zusammenfassen oder die Eigentümerschaft übertragen. Zudem verbessert das Update die Synchronisation mit Drittanbieter-Apps wie Apple Calendar.

Nahtlose Meetings und grenzenlose Kompatibilität

Google Workspace führt zudem eine automatische Raum-Eincheck-Funktion für Google Meet ein. Ultraschall-Technologie erkennt, wenn sich das Mobilgerät eines Nutzers in einem Meet-kompatiblen Konferenzraum befindet. Das System schlägt dann den Beitritt im „Companion Mode“ vor. Das soll störende Audio-Feedbackschleifen vermeiden, wenn mehrere Geräte aus demselben Raum an einem Call teilnehmen.

In einem weiteren Schritt zur Interoperabilität ermöglicht Google jetzt die Bearbeitung passwortgeschützter Microsoft Office-Dateien direkt in Drive, Docs, Sheets und Slides. Nutzer müssen sensible Dokumente nicht mehr herunterladen, lokal bearbeiten und erneut hochladen – ein großer Vorteil für Unternehmen mit gemischten Software-Umgebungen.

KI wird zur kritischen Infrastruktur

Die Updates spiegeln einen Branchentrend wider: Generative KI wandert von experimentellen „Sandkästen“ zur essenziellen Geschäfts-Infrastruktur. Indem Google Flow mit detaillierten Admin-Kontrollen direkt in Workspace integriert, signalisiert der Konzern: KI-Videogenerierung ist jetzt unternehmensreif.

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Administratoren können Flow für bestimmte Organisationseinheiten aktivieren oder deaktivieren. So lässt sich die Nutzung an Compliance- und Datengovernance-Richtlinien anpassen. Marktbeobachter sehen darin auch Druck auf reine KI-Video-Startups. Unternehmen könnten die Sicherheit und Integration eines einzigen Anbieters bevorzugen.

Die Verteilung der Features hat bereits begonnen. Die Kalender-Verbesserungen erschienen ab dem 19. Januar für Privatkonten. Die breite Ausrollung auf Workspace-Domains soll bis zum 27. Januar 2026 abgeschlossen sein.

Experten erwarten nun einen Schub für videobasierte interne Kommunikation. KI-generierte Videozusammenfassungen könnten lange Textmemos ersetzen. Die wahre Herausforderung wird jedoch sein, wie Unternehmen die Speicher- und Bandbreitenanforderungen dieser neuen, medienreichen Arbeitsabläufe managen.

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