Google AI Pro und Ultra: Monatliche Kreativ-Credits für Videos und Animationen
27.01.2026 - 21:31:12Google stattet seine Premium-KI-Abonnements mit einem neuen Guthabensystem aus. Ab sofort erhalten Nutzer der Pläne Google AI Pro und Google AI Ultra monatliche AI Credits. Diese sind speziell für ressourcenintensive, generative KI-Tools wie Video- und Animationsgeneratoren gedacht. Die Einführung unterstreicht den strategischen Kurs des Tech-Riesen, kreative Spitzentechnologie stärker in sein Bezahl-Ökosystem zu integrieren und einen klaren Mehrwert gegenüber kostenlosen Angeboten zu schaffen.
Wie das neue Credit-System funktioniert
Die monatlichen Credits sind das Zahlungsmittel für zwei neue Experimente aus den Google Labs: „Whisk Animate“ und „Flow“. „Whisk Animate“ nutzt das leistungsstarke Veo-3-Modell, um aus Standbildern kurze Videoclips zu erzeugen. „Flow“ hingegen positioniert sich als KI-Filmsuite für die Videoproduktion und -bearbeitung, mit Funktionen wie Text-zu-Video.
Das Prinzip ist einfach: Pro Generierung eines Videos oder einer Animation wird eine bestimmte Anzahl Credits verbraucht. So kann Google die hohen Rechenkosten dieser Aufgaben steuern, während Nutzer ein klares Budget für ihre Projekte haben. Wer sein monatliches Kontingent aufbraucht, kann zusätzliche „Top-up“-Credits kaufen, die zwölf Monate gültig sind. Dies bietet vor allem Profis mit schwankendem Bedarf die nötige Flexibilität.
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Das bieten die Premium-Pläne im Detail
Die Credits schärfen das Profil der Bezahlmodelle. Der Google AI Pro-Plan kostet 19,99 Euro monatlich und bringt 1.000 AI Credits sowie erweiterte Nutzungslimits für Tools wie NotebookLM, den Coding-Agenten Jules und Gemini Code Assist. Inklusive sind zudem 2 TB Google-One-Speicher.
Die Königsklasse ist Google AI Ultra für 249,99 Euro im Monat. Abonnenten erhalten satte 12.500 Credits – massiv Kapazität für Videogenerierung. Dazu kommen exklusive Features wie der Browser-Agent Project Mariner, 30 TB Speicher und ein YouTube-Premium-Abo. Dieses abgestufte System adressiert so die Bandbreite vom Hobbyisten bis zum Großunternehmen.
Strategischer Schwenk: Von Features zu Ressourcen
Die Einführung des Credit-Systems markiert einen strategischen Wechsel. Statt Features einfach zu sperren, weist Google seinen rechenintensivsten KI-Leistungen einen konkreten, verbrauchbaren Wert zu. Branchenbeobachter deuten dies als doppelten Schachzug: Einerseits lassen sich so Kosten für High-End-Generierung wie Videosynthese besser refinanzieren. Andererseits wird Nutzern der immense Rechenaufwand hinter diesen Technologien plastisch vor Augen geführt.
Gleichzeitig stärkt Google seine Wettbewerbsposition im hart umkämpften KI-Markt. Dedizierte Credits für kreative Tools sind ein starkes Argument für ein Premium-Abo. Sie laden zum Experimentieren ein und fördern so die Akzeptanz komplexer neuen Features. Das Ergebnis ist eine aktivere Nutzerbasis, die die Grenzen KI-gestützter Kreation auslotet.
Ausblick: Ein skalierbares Framework für die Zukunft
Das Credit-Modell ist wahrscheinlich nur der erste Schritt. Es bietet ein skalierbares Framework, um künftig weitere anspruchsvolle KI-Modelle – etwa für Audio-Generierung oder 3D-Modellierung – in die Bezahlpläne zu integrieren. Langfristig könnte Google spezialisierte Credit-Pakete für bestimmte Workflows wie Software-Entwicklung oder Forschung anbieten.
Die jüngste Einführung des günstigeren „Google AI Plus“-Tarifs für 7,99 Euro zeigt zudem den klaren Willen, ein mehrschichtiges Ökosystem für unterschiedliche Budgets zu schaffen. Während der KI-Markt reift, geht es immer weniger um bloße Leistungsfähigkeit, sondern um nachhaltige Integration und Zugänglichkeit. Mit seinem neuen Credit-System ist Google für diese Entwicklung gut aufgestellt.
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