Französische Zollbehörde verschiebt Umstellung auf neue Unternehmens-Identifikation
01.01.2026 - 04:22:12Die französischen Zollbehörden haben die Einführung neuer Unternehmenskennnummern überraschend auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben. Deutsche Exporteure gewinnen so wertvolle Zeit für die Anpassung ihrer Systeme.
Die französischen Zollbehörden haben die Umstellung auf neue EU-weite Unternehmensnummern überraschend verschoben. Damit bleibt der grenzüberschreitende Handel vorerst reibungslos möglich – und deutsche Exporteure atmen auf.
Atempause für den Handel
Eigentlich hätte heute, am 1. Januar 2026, eine wichtige Änderung in Kraft treten sollen: Die traditionellen, 14-stelligen SIRET-basierten EORI-Nummern sollten durch neue, neunstellige SIREN-basierte Kennungen ersetzt werden. Doch die französische Zollverwaltung DGDDI gab kurz vor Weihnachten Entwarnung. Die alten Nummern bleiben im nationalen Zollsystem DELTA IE vorerst gültig – mindestens bis zur zweiten Jahreshälfte 2026.
Hintergrund der Verschiebung sind praktische Probleme. Eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen hatte die Migration noch nicht abgeschlossen. Ohne die Verlängerung drohten massive Verzögerungen an den Grenzen. Für deutsche Exporteure, für die Frankreich ein zentraler Handelspartner ist, wäre das ein schwerer Schlag gewesen.
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Warum die Umstellung überhaupt nötig ist
Die Reform zielt auf mehr Einheitlichkeit in der EU. Bisher konnte ein französisches Unternehmen mehrere EORI-Nummern besitzen – etwa eine für den Firmensitz in Paris und eine für ein Lager in Lyon. Künftig gibt es nur noch eine einzige Nummer pro rechtlicher Einheit.
- Altes Format:
FR+ 14-stellige SIRET-Nummer (standortbezogen) - Neues Format:
FR+ 9-stellige SIREN-Nummer (unternehmensbezogen)
Diese Harmonisierung ist ein zentraler Baustein für die Digitalisierung der europäischen Zollunion. Sie vereinfacht die Abwicklung und Kontrolle grenzüberschreitender Warenströme erheblich.
Jetzt handeln, obwohl Zeit bleibt
Auch wenn der Druck kurzfristig nachgelassen hat: Die Umstellung kommt unweigerlich. Experten raten Unternehmen dringend, die gewonnene Zeit zu nutzen.
Drei Schritte sind jetzt entscheidend:
1. Status prüfen: Hat mein Unternehmen bereits automatisch eine neue EORI-SIREN-Nummer erhalten? Das ist besonders für zertifizierte Wirtschaftsbeteiligte (AEO) oft der Fall.
2. Systeme anpassen: ERP- und Zollsoftware müssen für das neue, kürzere Zahlenformat fit gemacht werden.
3. Kommunizieren: Spediteure, Zollagenten und Lieferanten müssen über den anstehenden Wechsel informiert werden, um Fehler in der Dokumentation zu vermeiden.
Wer jetzt proaktiv handelt, vermeidet böse Überraschungen, wenn die DGDDI später im Jahr die endgültige Frist setzt.
Ausblick auf 2026
Der genaue Termin für die Abschaltung der alten Nummern soll im Laufe des Jahres bekannt gegeben werden. Ziel der Behörden ist eine geordnete Transition ohne die typischen Anlaufschwierigkeiten nach einer Urlaubsperiode.
Die Verschiebung zeigt, wie komplex die Harmonisierung von Verwaltungssystemen in der EU ist. Für Unternehmen bleibt die Botschaft klar: Die Frist ist verlängert, nicht gestrichen. Der Weg zur einheitlichen europäischen Zollabwicklung führt unverändert über die neue SIREN-Nummer.
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