Forschung entschlüsselt Ursachen von „Gehirnnebel“
03.02.2026 - 20:12:12Konzentrationsstörungen und Gedächtnislücken nach Infektionen haben eine biologische Ursache. Aktuelle Studien zeigen, wie Viren wie SARS-CoV-2 langfristig das Gehirn schädigen und so den sogenannten „Gehirnnebel“ auslösen. Die Forschung markiert einen Paradigmenwechsel – weg von der psychosomatischen Einordnung hin zu konkreten physiologischen Erklärungen.
Chronische Entzündung attackiert das Gehirn
Im Zentrum steht die Neuroinflammation, eine anhaltende Entzündung im Nervensystem. Nach einer Infektion können spezialisierte Immunzellen des Gehirns, die Mikroglia, dauerhaft aktiviert bleiben. Sie richten sich dann gegen die eigenen Nervenzellen und stören deren Kommunikation.
Forscher des Universitätsklinikums Freiburg fanden bei COVID-19-Genesenen Hinweise auf eine Art „Immun-Narbe“ im Gehirn. Diese chronischen Entzündungsprozesse schädigen direkt die Grundlagen für Gedächtnis und Konzentration. Einige Viren können sogar direkt ins Gehirn eindringen und dort lokale Entzündungsherde verursachen.
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Die löchrige Schutzbarriere
Ein zweiter Schlüsselmechanismus ist die Schädigung der Blut-Hirn-Schranke. Diese Barriere schützt das Gehirn normalerweise vor schädlichen Substanzen aus dem Blutkreislauf. Studien, etwa am Trinity College Dublin, belegen: Virusinfektionen können diese Schranke durchlässig machen.
Die Folge: Entzündungszellen und -botenstoffe dringen ins Hirngewebe ein. Zusätzlich schädigt das Virus oft die Blutgefäße im ganzen Körper. Das Gehirn wird dann schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt – ein weiterer Treiber für den geistigen Nebel.
Der Hippocampus im Fokus
Die Gedächtnisprobleme sind oft erstaunlich spezifisch. Eine Heidelberger Studie mit über 1.400 Teilnehmern zeigte: Besonders die Fähigkeit, ähnliche Erinnerungen auseinanderzuhalten, leidet. Diese „mnemonische Diskriminierung“ ist eng mit dem Hippocampus verbunden, der zentralen Gedächtnisregion.
Die Entzündungsprozesse nach der Infektion scheinen genau diesen Bereich gezielt zu beeinträchtigen. Andere kognitive Fähigkeiten blieben in der Studie oft erhalten. Diese Erkenntnis ist ein Wendepunkt für die Entwicklung gezielter Therapien.
Neue Wege für Diagnose und Therapie
Die klaren biologischen Ursachen eröffnen neue Behandlungs-Perspektiven. Der Fokus liegt nun auf der Bekämpfung der zugrundeliegenden Mechanismen, nicht nur der Symptome.
- Diagnose: Biomarker wie Neurofilament Light Chain (NfL) könnten künftig Hirnschäden früher und genauer nachweisen.
- Therapie: Ansätze zielen darauf ab, die chronische Entzündung zu dämpfen oder die Blut-Hirn-Schranke zu stabilisieren.
- Rehabilitation: Gezieltes kognitives Training und Ergotherapie helfen Betroffenen, im Alltag wieder besser zurechtzukommen.
Langzeitstudien sollen nun klären, warum sich manche Patienten erholen und bei anderen die Symptome bleiben. Die intensive Forschung lässt hoffen, dass wirksame Strategien gegen die kognitiven Langzeitfolgen von Infektionen in Reichweite sind.
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