Fitbit, Google

Fitbit: Google verlängert Frist für Konto-Migration bis Mai 2026

31.01.2026 - 20:23:12

Google verschiebt die verpflichtende Migration von Fitbit- zu Google-Konten um drei Monate auf den 19. Mai 2026. Bis Juli können Nutzer ihre Gesundheitsdaten retten.

Millionen Fitbit-Nutzer erhalten mehr Zeit, um ihre Gesundheitsdaten zu retten. Google hat die zwingende Migration zu Google-Konten überraschend um drei Monate verschoben. Die neue Deadline ist der 19. Mai 2026.

Der Konzern bestätigte die Verlängerung auf der Fitbit-Support-Seite. Es ist bereits die zweite deutliche Verschiebung des ursprünglich für 2025 geplanten Übergangs. Wer bis zum neuen Stichtag nicht wechselt, verliert den Zugang zu seinem Fitness-Tracker. Eine endgültige Rettungsaktion für die Daten ist noch bis zum 15. Juli 2026 möglich.

So läuft die Migration ab – die neuen Fristen

Die Uhr tickt nun langsamer, aber sie tickt. Bis zum 19. Mai 2026 müssen alle verbliebenen Nutzer ihr Fitbit-Konto mit einem Google-Konto verbunden haben. Anschließend ist das Einloggen mit den alten Zugangsdaten nicht mehr möglich. Das Gerät würde nutzlos.

Wer sich gegen die Migration entscheidet, kann seine persönlichen Gesundheitsdaten noch retten. Bis zum 15. Juli 2026 bietet Google die Möglichkeit, ein Archiv mit der gesamten Historie herunterzuladen. Danach löscht der Konzern alle verbliebenen Daten aus den alten Konten endgültig – inklusive Jahre langer Aufzeichnungen zu Schlaf, Aktivität und Herzfrequenz.

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Der Wechsel selbst soll einfach sein. Die Fitbit-App fordert Nutzer aktiv auf, den Prozess zu starten. Laut Google ändert sich an der Bedienung der App kaum etwas. Der einzige spürbare Unterschied ist die neue Anmeldemethode.

Warum schiebt Google die Frist erneut auf?

Offiziell nennt Google keine Gründe für die Verzögerung. Branchenbeobachter vermuten jedoch eine Mischung aus technischen und nutzerbezogenen Problemen. „Eine signifikante Anzahl aktiver Nutzer hat den Wechsel wohl noch nicht vollzogen“, so ein Insider. Ein harter Cutoff am ursprünglichen Termin (2. Februar 2026) hätte zu massiven Service-Ausfällen führen können.

Hinzu kommen die technischen Herausforderungen. Die sensiblen Gesundheitsdaten von Millionen Nutzern sicher zu übertragen, ist eine logistische Mammutaufgabe. Jeder Fehler könnte das Vertrauen in die Marke nachhaltig beschädigen.

Die Migration ist ein zentraler Baustein von Googles Integrationsstrategie, seit der Konzern Fitbit 2021 für rund 2,1 Milliarden Dollar übernommen hat. Neue Nutzer müssen seit 2023 ohnehin ein Google-Konto verwenden. Für Google geht es um mehr als nur um Login-Daten: Der Konzern will seine Hardware- und Software-Produkte – wie Pixel Watch, Nest und Fitbit – enger verzahnen.

Datenschutz und die Zukunft der Marke Fitbit

Google betont stets, die Fitness-Daten strikt von Werbedaten zu trennen. Der Wechsel zu Google-Konten biete den Nutzern Vorteile: eine zentrale Anmeldung, bessere Sicherheitsfeatures wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und einheitliche Privatsphäre-Einstellungen.

Doch die langfristige Zukunft der eigenständigen Marke Fitbit bleibt ungewiss. Zwar kündigt Google neue Fitbit-Hardware für 2026 an. Die Entwicklung eigener Smartwatches (Versa, Sense) wurde jedoch deutlich verlangsamt, vermutlich um Konkurrenz zur hauseigenen Pixel Watch zu vermeiden.

Die Verlängerung ist vor allem eine Gnadenfrist für säumige Nutzer. Sie sollten den Wechsel nicht auf die lange Bank schieben. Wer bis Mai nicht migriert, riskiert den Verlust wertvoller Gesundheitsdaten und den Zugang zu seinem Fitness-Gerät. Der Countdown läuft – wenn auch etwas länger als gedacht.

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