Europa Schluss: Moderate Verluste - Tech- und Medientitel leiden
03.02.2026 - 18:34:38Damit konnten sie nicht an ihren starken Wochenauftakt anknüpfen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 sank letztlich um 0,20 Prozent auf 5.995,35 Punkte. Für den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es um 0,26 Prozent auf 10.314,59 Punkte nach unten und für den SMI CH0009980894 in Zürich um 0,27 Prozent auf 13.372,58 Punkte.
Zu den größten Verlierern im marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 zählte letztlich der Technologiesektor EU0009658921 - im Einklang mit der schwachen US-Tech-Börse Nasdaq, wo die Aktien des Zahlungsdienstleisters Paypal US70450Y1038 nach einem schwachen Quartalsbericht unter die Räder kamen. Dies zog auch den europäischen Branchenkollegen Adyen NL0012969182 in Mitleidenschaft, dessen Aktienkurs um sieben Prozent sank.
Auch europäische Medientitel EU0009658640 waren nicht gefragt. Neben einem schwachen Ausblick des Werbekonzerns Publicis FR0000130577, der dessen Papiere mit gut 9 Prozent ins Minus drückte, belasteten Kurseinbußen bei Relx GB00B2B0DG97 und Wolters Kluwer NL0000395903. Die Aktien der beiden Fachverlage litten mit Abgaben von mehr als 14 beziehungsweise 12,7 Prozent darunter, dass das US-Unternehmen Anthropic ein KI-gestütztes Produktivitätstool für interne Rechtsabteilungen von Unternehmen veröffentlicht hat. Der monatelang anhaltende Kursrutsch beider Aktien setzte sich damit fort. Die Wolters-Titel erreichten den tiefsten Stand seit März 2021.
Stärkster Sektor waren hingegen die Rohstoff- und Bergbauwerte EU0009658624. Sie erholten sich damit ebenso wie die Preise für Metalle und Edelmetalle.
Im Chemiesektor EU0009658608 standen Akzo Nobel NL0013267909 unter Druck. Die Aktien des Lacke- und Farbeproduzenten reagierten mit einem fast vierprozentigen Minus auf die Zahlen zum vergangenen Quartal. Die Analysten von JPMorgan verwiesen auf den bereinigten operativen Gewinn (Ebitda), der unter der Konsensschätzung gelegen habe. Der Ausblick auf 2026 erscheine zudem konservativ.
Die Titel des Elektrokonzerns Schneider Electric FR0000121972 stiegen in einem recht freundlichen Branchenumfeld EU0009658905 um 1,2 Prozent. Die spanische Bank Santander hatte sie auf "Outperform" hochgestuft.
Im positiven Bankensektor EU0009658806 waren ING NL0011821202 mit 3,1 Prozent Aufschlag gefragt. Die Deutsche Bank hatte das Kursziel von 25 auf 28 Euro angehoben und die Aktien von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Bei den Niederländern stünden die Zeichen auf Wachstum, schrieb Analyst Benjamin Goy.

