EU vereinfacht Cybersicherheit, Indien bildet digital nach
20.01.2026 - 18:16:12Die EU will Cybersicherheit für Unternehmen einfacher machen. Gleichzeitig treibt die Privatwirtschaft in Indien die digitale Grundbildung voran. Hinter den Initiativen steht der globale Kampf um digitale Resilienz in unsicheren Zeiten.
CEOs setzen trotz Wirtschaftssorgen auf Technologie
Die Geschäftswelt blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. Eine aktuelle Umfrage unter 1.200 globalen CEOs zeigt: Neun von zehn Führungskräften erwarten im kommenden Jahr Umsatz- und Gewinnwachstum. Den Grund sehen sie in Technologieinvestitionen. Fast alle Befragten haben bereits umfangreiche Transformationsprojekte angestoßen oder planen diese. Künstliche Intelligenz (KI) steht dabei im Fokus, um Produktivität und Kundenerlebnis zu steigern. Dieser Investitionswille trotz wirtschaftlicher Herausforderungen treibt die Nachfrage nach robusten digitalen Rahmenwerken und höheren Sicherheitsstandards.
EU-Kommission entlastet Unternehmen bei NIS2
Brüssel geht in die Offensive. Die EU-Kommission schlug am Dienstag gezielte Änderungen der NIS2-Richtlinie vor. Das Ziel: mehr Rechtssicherheit und weniger Bürokratie für Unternehmen. Die Richtlinie gilt für 18 kritische Sektoren – von Energie und Transport bis zum Gesundheitswesen. Von der Vereinfachung sollen rund 28.700 Firmen profitieren, darunter über 6.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
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Die Initiative ist Teil eines neuen Cybersicherheits-Pakets. Es soll die digitale Umgebung sicherer machen, ohne Unternehmen mit komplexen Vorschriften zu überfordern. Die Mitgliedstaaten sind durch NIS2 verpflichtet, nationale Cybersicherheitsstrategien zu verabschieden und Kooperationsmechanismen für grenzüberschreitende Vorfälle einzurichten. Die geplanten Änderungen könnten damit einen neuen Standard setzen: hohe Sicherheit bei vertretbarem Aufwand.
Indische Initiative bildet Zehntausende im ländlichen Raum aus
Während Europa Regulierung anpasst, setzt Indien auf Bildung von unten. Das in Bengaluru ansässige Cybersicherheitsunternehmen SISA weitet seine Initiative „Cybersmart Bharat“ aus. Sie soll nun Schüler in unterversorgten ländlichen Gebieten der Bundesstaaten Karnataka, Andhra Pradesh und Telangana in digitalen Kompetenzen schulen.
Das Programm adressiert die digitale Bildungslücke in einer sich rasch vernetzenden Nation. Seit Start Mitte 2025 wurden bereits fast 13.000 Schüler in Bengaluru trainiert. Die nächste Phase zielt auf weitere 25.000 Schüler bis Ende März 2026 ab. In Partnerschaft mit NGOs vermittelt das Programm praxisnahes Wissen zu digitalen Herausforderungen und Sicherheitsrisiken. Die Initiative zeigt: Der Aufbau einer resilienten digitalen Gesellschaft braucht auch das Engagement der Privatwirtschaft vor Ort.
Kritische Infrastruktur digitalisiert sich im Eiltempo
Ein Sektor treibt die digitale Transformation in Europa besonders voran: die Energiewirtschaft. Netzinvestitionen sind zur Top-Priorität geworden. Der Grund ist offensichtlich: Die Netze müssen den steigenden Anteil erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung von Verkehr und Heizungen bewältigen.
Die Modernisierung umfasst modulare und skalierbare Netzarchitekturen. Sie sollen neue Anschlüsse integrieren und die Flexibilität erhöhen. Unternehmen setzen zunehmend auf Expert*innen-Beratung für Technologieauswahl und Risikobewertung. Neue Geschäftsmodelle wie „Energy-as-a-Service“ und hybride Mikronetze sollen die regionale Resilienz stärken. Die beschleunigte Digitalisierung dieser kritischen Infrastruktur unterstreicht die immense Abhängigkeit von sicheren und innovativen digitalen Systemen.
Cybersicherheit wird zur wirtschaftlichen Überlebensfrage
Hinter dem Fokus auf IT-Sicherheit stehen handfeste ökonomische Risiken. Analysen der Weltbank zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen der Cybersicherheitskompetenz eines Landes und seiner Wirtschaftsleistung. Branchen wachsen in Nationen mit robusten Cybersecurity-Rahmenwerken schneller. Dazu gehören nationale Computer-Notfallteams (CIRTs) und umfassende Cybercrime-Gesetze.
Umgekehrt korreliert eine Zunahme von Cybervorfällen statistisch mit einem niedrigeren Pro-Kopf-BIP, besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese wirtschaftliche Verwundbarkeit macht Cybersicherheitsstrategien zu einem Kernbestandteil nachhaltiger Wirtschaftspolitik. Die globale Zersplitterung von Datenschutzgesetzen erhöht die Komplexität für Unternehmen – und unterstreicht den Bedarf an vereinheitlichten Regeln wie denen der EU.
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