EU-Innovationsfonds: Milliarden für Österreichs Industrie
20.01.2026 - 12:45:12Heute informieren Ministerium und Förderbank hunderte Unternehmen in Wien über milliardenschwere Fördertöpfe. Ziel ist die klimaneutrale Modernisierung von Fabriken und Gewerbeimmobilien.
Der Druck auf die heimische Wirtschaft, Produktionsstandorte zu dekarbonisieren, ist so hoch wie nie. Gleichzeitig bieten kombinierte Fördertöpfe der EU und des Bundes historische Chancen. Vertreter des Klimaschutzministeriums (BMK) und der Kommunalkredit Public Consulting (KPC) erläutern die komplexen Antragsmechanismen.
Nationales Kraftpaket: 3 Milliarden bis 2030
Ein Schwerpunkt liegt auf dem nationalen Programm „Transformation der Industrie“. Es stellt bis 2030 knapp 3 Milliarden Euro bereit, für dieses Jahr sind rund 400 Millionen Euro reserviert.
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Die Förderung verfolgt eine zweigleisige Strategie:
* Investitionszuschuss (CAPEX): Er deckt einmalige Kosten, etwa für den Bau klimaneutraler Produktionshallen oder Hochtemperatur-Wärmepumpen.
* Transformationszuschuss (OPEX): Dieses Novum übernimmt einen Teil der laufenden Mehrkosten für den Betrieb klimafreundlicher Technologien.
Für Eigentümer großer Immobilien werden so energetische Sanierungen und der Umstieg auf fossilfreie Prozesswärme wirtschaftlich darstellbar.
EU-Innovationsfonds: 5,2 Milliarden Euro warten
Parallel dazu geht es um die aktuellen „IF25 Calls“ des EU-Innovationsfonds. Die EU-Kommission hat hierfür 5,2 Milliarden Euro aus den Einnahmen des Emissionshandels freigegeben.
Die Fristen sind eng getaktet:
* Die allgemeine Ausschreibung für Netto-Null-Technologien läuft noch bis zum 23. April 2026.
* Spezifische Auktionen für Wasserstoffproduktion und industrielle Prozesswärme („Heat Auction“) enden bereits am 19. Februar 2026.
Gerade die neue Wärme-Auktion ist für den Immobiliensektor relevant. Sie zielt darauf ab, fossile Heizsysteme in Industrieparks zu ersetzen – und steigert so den Wert der Liegenschaften.
Was bedeutet das für Industrie-Immobilien?
Die Transformation ist längst ein Thema der Immobilienwirtschaft. Der Wert von Werkhallen und Chemieparks hängt zunehmend von ihrer Energiebilanz ab. Die Förderungen zielen direkt auf diese physische Infrastruktur.
Entwickler, die ihre Flächen bereits mit Anschlüssen für Wasserstoff oder leistungsstarke Stromnetze ausstatten, können höhere Mieten erzielen. Die Modernisierung von Bestandsimmobilien wird durch die Zuschüsse attraktiver als ein Neubau. Experten rechnen mit einer Revitalisierungswelle älterer Industriegebiete.
Heiße Phase für Antragsteller hat begonnen
Für die Unternehmen startet nun der Wettlauf gegen die Uhr. Bis zum 19. Februar müssen die komplexen Anträge für die ersten EU-Auktionen stehen. KPC und Ministerium wollen die Firmen eng begleiten, um die Erfolgsquote österreichischer Projekte in Brüssel hoch zu halten.
Erhalten die ersten Vorhaben grünes Licht, könnte die Bau- und Anlagenbaubranche in der zweiten Jahreshälfte einen deutlichen Auftragsschub spüren. Aus dem politischen Schlagwort würde dann konkrete Baustellen auf österreichischem Boden.
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