Ernährung senkt Risiko für schmerzhafte Gallensteine
20.01.2026 - 02:51:12Eine gezielte Ernährungsumstellung kann das Risiko für Gallensteine deutlich senken. Aktuelle Empfehlungen setzen auf Ballaststoffe, gute Fette und weniger Zucker. Angesichts der hohen Verbreitung rückt die Prävention in den Fokus.
Gallensteine sind feste Ablagerungen in der Gallenblase oder den Gallengängen. Sie entstehen, wenn Bestandteile der Gallenflüssigkeit verklumpen. Bis zu 20 Prozent der Erwachsenen sind betroffen. Viele spüren nichts, andere leiden unter schmerzhaften Koliken, Völlegefühl oder ernsten Komplikationen. Neben Genetik, Alter und Geschlecht gilt die westliche Ernährungsweise als Hauptrisikofaktor.
Experten raten zu einer leichten Vollwertkost mit viel Ballaststoffen. Vollkorn, Gemüse und Obst sollten die Basis bilden. Diese Nahrungsmittel fördern die Darmpassage und regulieren Gallensäuren. Der Verzehr von Obst und Gemüse wird mit einem geringeren Risiko für eine Gallenblasen-OP in Verbindung gebracht.
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Gleichzeitig sollte der Konsum von raffiniertem Zucker und Weißmehl deutlich sinken. Produkte wie Toast, Gebäck und Pasta können die Steinbildung begünstigen.
Fette: Qualität ist entscheidend
Die alte Regel einer streng fettarmen Diät ist überholt. Kompletter Verzicht kann sogar schaden, da die Gallenflüssigkeit dann eindickt. Entscheidend ist die Art des Fetts.
- Meiden: Gesättigte Fettsäuren und Transfette aus fettem Fleisch, Wurst, Butter und Frittiertem.
- Bevorzugen: Hochwertige pflanzliche Öle wie Oliven- oder Rapsöl, Nüsse und Samen.
Diese ungesättigten Fette wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Besonders die Omega-3-Fettsäuren aus Fisch können die Cholesterinkonzentration in der Galle senken.
Vorsicht bei Radikaldiäten
Übergewicht ist ein bekannter Risikofaktor, da es die Cholesterinsättigung in der Galle erhöht. Eine schrittweise, nachhaltige Gewichtsabnahme wirkt präventiv.
Doch Vorsicht: Radikaldiäten und schneller Gewichtsverlust können das Risiko paradoxerweise steigern. Im Hungerzustand mobilisiert der Körper mehr Cholesterin, was die Steinbildung fördert. Starke Gewichtsschwankungen sind ebenfalls riskant. Langfristige Konzepte wie die mediterrane Diät sind besser.
Weitere Tipps für eine gesunde Galle
Neben der Ernährung helfen weitere Lebensstil-Anpassungen:
- Ausreichend trinken: Etwa zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag verdünnen die Gallenflüssigkeit.
- Regelmäßige Bewegung: Sie unterstützt die Gewichtskontrolle und fördert den Gallenfluss.
- Kleinere Mahlzeiten: Über den Tag verteilte Portionen belasten die Gallenblase weniger als wenige schwere Mahlzeiten.
Bestimmte blähende Lebensmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte können bei manchen Menschen den Druck erhöhen – hier ist die individuelle Verträglichkeit entscheidend.
Ausblick: Personalisierte Ernährung
Die Forschung entwickelt sich weiter. Zukünftige Studien, wie das Projekt “Nutrition for Precision Health”, wollen klären, warum Menschen unterschiedlich auf dieselben Lebensmittel reagieren. Das Ziel sind maßgeschneiderte Ernährungsempfehlungen.
Bis dahin bleibt eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung mit hochwertigen Fetten und normalem Körpergewicht die effektivste Strategie für eine gesunde Gallenblase.
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