Elektroauto-Prämie, Bundesregierung

Elektroauto-Prämie: Bundesregierung startet sozial gestaffeltes Förderprogramm

19.01.2026 - 05:14:12

Die Bundesregierung stellt ein neues, sozial gestaffeltes Förderprogramm für Elektroautos mit einem Volumen von drei Milliarden Euro vor. Es entfällt die Preisobergrenze und es gibt Zuschläge für Familien und einkommensschwache Haushalte.

Die Bundesregierung hat die Neuauflage der Kaufprämie für Elektroautos vorgestellt. Sie setzt auf gezielte Entlastung für Familien und einkommensschwächere Haushalte.

Nach wochenlangem Warten liegen die Details auf dem Tisch. Das neue Förderprogramm tritt rückwirkend zum Jahresbeginn in Kraft und ist mit drei Milliarden Euro ausgestattet. Ziel ist es, den durch das abrupte Ende der alten Prämie 2023 eingebrochenen Absatz wieder anzukurbeln. Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte bei der Vorstellung die soziale Komponente: „Wir wollen den Umstieg für alle ermöglichen, nicht nur für Gutverdiener.“

Soziale Staffelung als Kernstück

Das Herzstück der Reform ist eine modulare Förderung, die Einkommen und Familiengröße berücksichtigt. Die maximale Fördersumme liegt bei 6.000 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro. Pro Kind steigt diese Grenze um 5.000 Euro.

Die Basisförderung für rein elektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenautos beträgt 3.000 Euro. Ein entscheidender Unterschied zur alten Regelung: Es gibt keine Preisobergrenze mehr für die geförderten Fahrzeuge. Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 3.000 Euro können einen zusätzlichen Sozialzuschlag von 1.000 Euro beantragen. Für Familien winkt ein Kinderbonus von 500 Euro pro Kind, maximal jedoch 1.000 Euro.

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Plug-in-Hybride kehren zurück – mit strengen Auflagen

Eine kontrovers diskutierte Neuerung ist die Wiedereinführung der Förderung für Plug-in-Hybride (PHEV). Sie erhalten eine Basisförderung von 1.500 Euro, sind aber an strikte Umweltkriterien gebunden. Gefördert werden nur Modelle, die weniger als 50 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Mindestreichweite von 80 Kilometern haben.

Die Entscheidung spaltet die Lager. Während die Automobilindustrie den Schritt als pragmatisch für die Übergangsphase begrüßt, kritisieren Umweltverbände ihn scharf. Sie fordern, die Förderung ausschließlich auf emissionsfreie Antriebe zu konzentrieren.

Branche begrüßt Plan, kritisiert Bürokratie

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zeigte sich erleichtert. Präsidentin Hildegard Müller lobte insbesondere den Verzicht auf die Preisobergrenze. Kritik kommt dagegen vom Autohandel. Händlerverbände monieren den hohen bürokratischen Aufwand und die lange Wartezeit: Das neue Online-Portal des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Anträge soll erst im Mai starten – rückwirkende Anträge für seit Januar zugelassene Fahrzeuge sind aber möglich.

Neben der direkten Kaufprämie bleiben weitere Anreize bestehen. Die Befreiung von der Kfz-Steuer für E-Autos wurde bis 2035 verlängert. Die attraktive 0,25-Prozent-Besteuerung für Elektro-Dienstwagen gilt nun für Fahrzeuge bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 Euro. Die endgültige Freigabe des Programms durch die EU-Kommission steht noch aus, gilt aber als Formsache. Nach monatelanger Unsicherheit haben Verbraucher und Industrie nun wieder Planungssicherheit.

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