DGE stellt sieben goldene Regeln für nachhaltiges Abnehmen auf
11.01.2026 - 18:21:12Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schärft ihre Leitlinien für eine echte Gewichtstransformation. Hintergrund sind neue Daten, die den starken Rebound-Effekt nach dem Absetzen von Abnehmmedikamenten belegen. Die Ära der reinen “Abnehmspritze” ist vorbei.
Eine aktuelle Veröffentlichung im British Medical Journal (BMJ) liefert den wissenschaftlichen Weckruf für 2026. Medikamentöse Lösungen allein garantieren keine dauerhafte Gewichtsabnahme. Neue Daten zeigen: Bei fast zwei Dritteln der Patienten kehrt das Gewicht innerhalb eines Jahres nach Absetzen der Medikation zurück – sofern keine fundamentale Lebensstiländerung stattfindet.
Vor diesem Hintergrund haben führende Ernährungswissenschaftler und die DGE sieben Regeln für nachhaltiges Abnehmen formuliert. Sie sind die Antwort auf die Frage: Was kommt nach der Spritze?
Die sieben goldenen Regeln für 2026
1. Die „75-25-Formel“ als neuer Standard
Komplizierte Kalorien-Tabellen sind out. Der neue Goldstandard ist die „75-25-Regel“. Der Teller sollte zu mindestens 75 Prozent mit pflanzlichen Lebensmitteln gefüllt sein. Tierische Produkte machen maximal 25 Prozent aus.
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Diese Verschiebung ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern metabolisch entscheidend. Pflanzliche Lebensmittel liefern eine hohe Nährstoffdichte bei geringerer Energiedichte. Wer den Pflanzenanteil erhöht, reguliert das Sättigungsgefühl über das Volumen, nicht über die Kalorienzahl.
2. Muskelschutz ist wichtiger als Fettverlust
Eine harte Lektion aus den Daten der letzten Jahre: Schnelles Abnehmen baut oft stoffwechselaktive Muskelmasse ab. Das Risiko der „sarkopenen Adipositas“ ist real.
Die neue Regel lautet: Kein Kaloriendefizit ohne begleitenden Reiz für die Muskulatur. Krafttraining und eine adäquate Proteinzufuhr (mindestens 1,2 bis 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht) sind nicht verhandelbar. Sonst sinkt der Grundumsatz dauerhaft – und der Jo-Jo-Effekt ist programmiert.
3. Das „Off-Ramping“-Prinzip verstehen
Die Phase nach dem Erreichen des Zielgewichts ist die eigentliche Arbeit. Der Fehler lag im abrupten Wechsel von „Diät“ zurück in den „Alltag“.
Erfolgreiches Gewichtsmanagement betrachtet den strategischen Ausstieg als zentral. Experten empfehlen, die Kalorienzufuhr nur in winzigen Schritten (50-100 Kalorien pro Woche) wieder zu erhöhen. Diese Stabilisierungsphase sollte mindestens so lange dauern wie die Abnahmephase selbst.
4. Mikrobiom-Pflege statt reiner Kalorienmathematik
Die Zusammensetzung der Darmbakterien entscheidet mit, wie viel Energie der Körper aus der Nahrung zieht. Ein verarmtes Mikrobiom, oft Folge einseitiger Diäten, sendet vermehrt Hungersignale.
Die Regel: „Füttere deine Helfer.“ Eine Ballaststoffzufuhr von mindestens 30 Gramm täglich aus vielfältigen Quellen wie Hülsenfrüchten und Vollkorn ist essenziell. Die Wiederherstellung der bakteriellen Vielfalt gilt als Schlüssel zur langfristigen Appetitregulation.
5. Metabolische Flexibilität trainieren
Das Konzept der „vielen kleinen Mahlzeiten“ gilt als überholt. Im Trend liegt die metabolische Flexibilität – die Fähigkeit des Körpers, effizient zwischen Kohlenhydrat- und Fettverbrennung zu wechseln.
Um dies zu trainieren, sind essfreie Phasen von 4 bis 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten nötig. Eine nächtliche Nüchternperiode von 12 Stunden senkt den Insulinspiegel und erlaubt dem Körper, auf Fettreserven zuzugreifen. Ständiges Snacken blockiert diesen Prozess.
6. Gewohnheit schlägt Willenskraft
Die meisten Abnehmversuche scheitern nicht am Wissen, sondern an der Umsetzung im Alltag. Die Psychologie hat sich von der „Willenskraft“ hin zum „Environment Design“ verschoben.
Die Regel: Verlassen Sie sich nicht auf Disziplin. Gestalten Sie Ihre Umgebung so, dass das gesunde Verhalten der Weg des geringsten Widerstands ist. Das Etablieren von automatisierten Routinen ist wirksamer als jede kurzfristige Motivationsspritze.
7. Schlaf und Stressmanagement als Fundament
Oft unterschätzt, aber wissenschaftlich belegt: Schlafmangel und chronischer Stress sind die größten Saboteure. Erhöhte Cortisolspiegel fördern die Fetteinlagerung, besonders im Bauchbereich, und hemmen den Muskelaufbau.
Eine Gewichtstransformation ohne Priorisierung des Schlafs (7-8 Stunden) und des Stressmanagements gilt als physiologisch ineffizient. Regeneration ist keine Wellness, sondern eine metabolische Notwendigkeit.
Der Markt für „Post-Medication-Support“ wächst
Die neuen Daten markieren einen Wendepunkt. Nach einer Kostenexplosion durch Abnehmmedikamente in den letzten Jahren findet ein Umdenken statt. Die rein pharmakologische Lösung wird kritisch gesehen, wenn sie nicht in ein umfassendes Lifestyle-Konzept eingebettet ist.
Der Markt für Dienstleistungen, die Menschen nach einer medikamentösen Therapie helfen, ihr Gewicht zu halten, wächst massiv. Apps auf Basis kognitiver Verhaltenstherapie und Programme gegen Muskelabbau verzeichnen starken Zulauf. Die Botschaft ist klar: Die Biologie lässt sich kurzfristig austricksen, langfristig fordert sie ihren Tribut.
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