Produktion/Absatz, Zusammenfassung

Der Elektroflugzeugbauer Lilium NL0015000F41 meldet nach einer gescheiterten Rettung zum zweiten Mal Insolvenz an.

21.02.2025 - 16:33:17

Lilium meldet zum zweiten Mal Insolvenz an

Die von einem Investorenkonsortium zugesagten 200 Millionen Euro zur Rettung der Start-up-Firma sind nicht zusammengekommen. Das teilte das Unternehmen mit.

Versprochenes Geld kam nicht

Die Finanzierungsoptionen hätten sich nicht materialisiert, hieß es in der knappen Mitteilung. Lilium war eines der bekanntesten und ehrgeizigsten deutschen Start-ups und sogar an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet worden. Im Laufe der Jahre stellten Investoren insgesamt 1,5 Milliarden Euro für die Entwicklung eines elektrischen Flugzeugs zur Verfügung. Serienreif war die Maschine jedoch nicht.

Im Herbst musste Lilium zum ersten Mal Insolvenz anmelden, weil das Geld für den Aufbau der Produktion fehlte. In buchstäblich letzter Sekunde hatte das Investorenkonsortium Mobile Uplift Corporation (MUC) dann am 24. Dezember einen Kaufvertrag für das Betriebsvermögen der beiden Lilium-Tochtergesellschaften Lilium GmbH und Lilium eAircraft unterzeichnet und 200 Millionen Euro frisches Geld angekündigt.

Nochmaliger Rettungsversuch nicht in Aussicht

Dass es nach der zweiten Insolvenz auch eine zweite Rettung geben könnte, ist trotz weiterlaufender Gespräche laut Lilium sehr unwahrscheinlich. Deswegen werde der Betrieb nun eingestellt.

Als ein Hauptgeldgeber hatte der slowakische Unternehmer Marian Bocek zugesagt, doch dessen Beitrag kam dem Vernehmen nach nicht. Bocek wollte laut einer früheren Meldung der "Bild"-Zeitung 150 Millionen Euro beisteuern.

Nicht nur als Lufttaxi gedacht

Die oft als "Lufttaxis" bezeichneten E-Flugzeuge sollten auch für andere Zwecke eingesetzt werden können, unter anderem als Rettungsflieger für medizinische Notfälle. An der nunmehr gescheiterten Rettung waren mehrere - sowohl alte als auch neue - Investoren beteiligt, die allerdings nicht alle namentlich bekannt waren.

Dazu gehörten neben Bocek der deutsche Batterieentwickler und-hersteller CustomCells, der Risikokapitalfonds Earlybird und dieFinanzbeteiligungsberatung GenCap. Der slowakische Unternehmer Bocek ist ein bekannter Name in der Elektroszene, in seiner Heimat gründete er den Akku-Hersteller InoBat.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Berlusconi-Holding MFE bietet 5,74 Euro je ProSiebenSat.1-Aktie Der zum Berlusconi-Imperium zählende ProSiebenSat.1 DE000PSM7770-Großaktionär MediaForEurope NL0015000N09 (MFE) hat die Höhe des Übernahmeangebots für den deutschen Medienkonzern bekanntgegeben. (Boerse, 03.04.2025 - 10:32) weiterlesen...

Grenke verkauft Factoringgeschäft in die Schweiz - Mehr Neugeschäft Der Leasinganbieter Grenke DE000A161N30 hat für sein Factoringgeschäft einen Käufer gefunden. (Boerse, 03.04.2025 - 10:21) weiterlesen...

Tesla-Auslieferungen um 13 Prozent gefallen AUSTIN - Die Auslieferungen von Tesla US88160R1014 sind im vergangenen Quartal nach einem Modellwechsel und Kontroversen um Firmenchef Elon Musk im Jahresvergleich um rund 13 Prozent gefallen. (Politik, 02.04.2025 - 19:06) weiterlesen...

Tesla-Auslieferungen um 13 Prozent gefallen AUSTIN - Die Auslieferungen von Tesla US88160R1014 sind im vergangenen Quartal nach einem Modellwechsel und Kontroversen um Firmenchef Elon Musk im Jahresvergleich um rund 13 Prozent gefallen. (Boerse, 02.04.2025 - 16:41) weiterlesen...

Tesla-Auslieferungen um 13 Prozent gefallen - Aktie fällt Die Auslieferungen von Tesla US88160R1014 sind im vergangenen Quartal nach einem Modellwechsel und Kontroversen um Firmenchef Elon Musk im Jahresvergleich um rund 13 Prozent gefallen. (Boerse, 02.04.2025 - 15:40) weiterlesen...

K+S: Keine Einschränkung beim Kalibergbau im Werra-Gebiet Der Kali-Abbau im Werra-Gebiet ist nach Einschätzung des Bergbaukonzerns K+S DE000KSAG888 durch den Wegfall der Thüringer Grube Springen für die Lagerung von Salzlauge nicht gefährdet. (Boerse, 02.04.2025 - 15:01) weiterlesen...