ROUNDUPAktien, Frankfurt

Frankfurt Eröffnung: Stabil zum Wochenauftakt

26.01.2026 - 09:59:32

Der deutsche Aktienmarkt ist kaum verändert in die neue Börsenwoche gestartet.

Der Dax DE0008469008 sank im frühen Handel um 0,06 Prozent auf 24.885 Punkte, nachdem er in der Vorwoche rund anderthalb Prozent eingebüßt hatte. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsenwerte gab am Morgen um 0,01 Prozent auf 31.743 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 trat auf der Stelle.

Im Anlegerfokus dürften das Ifo-Geschäftsklima aus Deutschland sowie weitere Konjunkturdaten aus den USA stehen. Ansonsten steht die Woche im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der Deutschen Bank DE0005140008 und SAP DE0007164600 präsentieren die ersten beiden Dax-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden die Resultate unter anderem von Microsoft US5949181045, Tesla US88160R1014 und Apple US0378331005 erwartet. Zudem steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda.

Die Aktien von Stabilus DE000STAB1L8 legten um 2,6 Prozent zu. Der Auto- und Industriezulieferer bekam im abgelaufenen Quartal die schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um 10,7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um knapp 23 Prozent. Dennoch wurden die Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) bestätigt. Der Markt sei vor der Veröffentlichung der Zahlen skeptisch gewesen, weshalb ein Umsatzmix leicht unter den Erwartungen und ein Gewinnmix darüber ausreichten, um die Aktie zu stützen, erklärte ein Händler.

Für die Papiere von Friedrich Vorwerk DE000A255F11 ging es um 5,3 Prozent auf das höchste Niveau seit November nach oben. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen übertraf nach einem kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr.

Die Deutsche Bank DE0005140008 baut ihr Privatkundengeschäft weiter um. "Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme noch rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den vergangenen Jahren Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis dpa und dpa-AFX. Ende vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen. Die Aktie stieg um 1,4 Prozent.

Die Erholung der Nemetschek-Papiere DE0006452907 setzte sich mit plus 2,3 Prozent fort, nachdem die US-Bank JPMorgan sie von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 90 auf 110 Euro angehoben hatte. Analyst Joseph George setzte die Papiere des Bausoftwarespezialisten zudem auf die "Analyst Focus List" mit den besten Anlageideen.

Die Beteiligungsgesellschaft MBB DE000A0ETBQ4 steigerte im vergangenen Jahr vor allem dank guter Geschäfte mit Infrastrukturbeteiligungen Umsatz und operatives Ergebnis. Die Profitabilität (Ebitda-Marge) kletterte um 4 Prozentpunkte auf rund 18 Prozent. Damit übertrafen die Berliner ihre Zielspanne. Die MBB-Aktien schnellten als bester SDax-Wert um 6,8 Prozent hoch.

Für die Titel von Delivery Hero DE000A2E4K43 ging es nach einer positiv interpretierten Analystenstudie an der MDax-Spitze um 5,4 Prozent nach oben. JPMorgan-Experte Marcus Diebel sprach von Konsolidierungsfantasie in der Essenslieferbranche und zählt Delivery Hero zu seinen Favoriten.

Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown LU1673108939 will im laufenden Jahr eigene Aktien für bis zu 250 Millionen Euro zurückkaufen. Das Unternehmen habe sich 2025 stark entwickelt, der Aktienkurs spiegele dies aber nicht angemessen wider, hieß es zur Begründung. Die Anteilsscheine von Aroundtown verteuerten sich zuletzt um 5,1 Prozent.

@ dpa.de