DDR5-RAM, Künstliche

DDR5-RAM: Künstliche Intelligenz treibt Preise auf Rekordniveau

03.02.2026 - 22:01:12

Die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher drohen im ersten Quartal 2026 massiv anzusteigen. Grund ist eine dramatische Verknappung durch die KI-Industrie, die den Markt für PC-Komponenten leer kauft.

Die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher in Deutschland drohen im ersten Quartal 2026 erneut massiv zu steigen. Hintergrund ist eine dramatische Verknappung durch die boomende KI-Industrie.

Nach monatelangen heftigen Anstiegen zeigte sich auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt zuletzt eine kurze Pause. Doch diese Ruhe trügt, wie Marktanalysten jetzt warnen. Die Vertragspreise für Hersteller werden voraussichtlich um 105 bis 110 Prozent steigen – eine Entwicklung, die mit Verzögerung auch die Verbraucher treffen wird.

Eine trügerische Ruhe vor dem Sturm

Zwischen Mitte Januar und Anfang Februar blieben die Preise für DDR5-Kits erstmals seit Monaten stabil. Allerdings auf einem historisch hohen Niveau. Ein 32GB-Kit von Corsair kostet derzeit rund 435 Euro, eine 64GB-Variante von Kingston sogar bis zu 800 Euro. Das sind Beträge, die noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wären.

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„Die aktuelle Stabilität ist kein Marktkorrektur, sondern eine Atempause“, erklärt ein Analyst der Marktforschungsfirma TrendForce. Die Prognose für das erste Quartal 2026 sei alarmierend. Nicht nur PC-RAM sei betroffen, auch Speicher für Laptops und Server dürfte um 88 bis 93 Prozent teurer werden.

KI-Boom verdrängt PC-Komponenten vom Markt

Die Hauptursache für die Krise liegt in der künstlichen Intelligenz. Der Betrieb großer KI-Modelle erfordert riesige Rechenzentren mit spezieller Hochleistungs-Hardware. Die großen Speicherhersteller wie Samsung und SK Hynix konzentrieren ihre Produktion daher zunehmend auf diesen lukrativen Geschäftszweig.

Für den Consumer-Markt bleibt dadurch weniger übrig. Die Folge: Ein Engpass bei Chips für handelsübliche RAM-Module, der zu extremem Preisdruck führt. „Die KI-Industrie saugt den Markt leer“, so ein Branchenkenner. „Für PC-Bauer und Privatkunden wird immer weniger produziert.“

Teurere PCs für Verbraucher und Unternehmen

Die Auswirkungen gehen weit über die Community der PC-Selbstbauer hinaus. Große Hersteller wie Lenovo, Dell und HP haben bereits vor schwierigeren Bedingungen gewarnt. Analysten rechnen 2026 mit Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent bei fertigen Desktop-PCs und Laptops.

Das stellt das gesamte PC-Ökosystem vor Herausforderungen – vom kleinen Systemintegrator bis zum Großunternehmen, das seine IT-Infrastruktur modernisieren möchte. Für deutsche Verbraucher bedeutet das: Der Bau oder das Upgrade eines PCs wird deutlich teurer.

Wann kommt die Entspannung?

Auf baldige Besserung können Kunden nicht hoffen. Das fundamentale Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird voraussichtlich anhalten. Einige Insider gehen davon aus, dass der Speichermarkt sich frühestens 2028 normalisieren könnte.

Die aktuelle Phase stabiler, wenn auch hoher Einzelhandelspreise könnte somit die letzte Gelegenheit sein, DDR5-Speicher vor der nächsten Preisspirale zu erwerben. Die Ära bezahlbarer Arbeitsspeicher-Upgrades scheint vorerst beendet – ein Opfer der KI-Revolution, die den globalen Hardware-Markt grundlegend verändert.

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