Cyberkriminelle nutzen Lidl-Branding für perfide Betrugswelle
09.01.2026 - 13:34:12Eine neue Welle von Cyberbetrug zielt auf deutsche Smartphone-Nutzer ab. Experten warnen am heutigen Freitag vor professionellen Fake-Shops, die das Lidl-Design fälschen, und vor anhaltenden WhatsApp-Kettenbriefen. Die Angriffe sind raffinierter denn je.
Fake-Shop “yavero.shop”: Hochwertige Fälschung lockt mit Technik-Schnäppchen
Im Fokus steht der gefälschte Online-Shop yavero.shop. Die Seite imitiert täuschend echt das Corporate Design des Discounters und lockt mit unrealistisch günstigen Elektronikartikeln wie einem “Hochleistungsakku”. Gefälschte Verkaufszähler suggerieren Dringlichkeit – angeblich haben Hunderte innerhalb von Stunden gekauft.
Ein Blick ins Impressum entlarvt den Betrug: Es fehlt oder ist falsch. Die Domain steht in keiner Verbindung zur echten Lidl Stiftung & Co. KG. Wer hier “kauft”, übergibt sein Geld oder Kreditkartendaten direkt an Kriminelle. Die versprochene Ware wird nie geliefert. Die Professionalität deutet auf organisierte Banden hin, die solche Shops automatisiert erstellen.
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WhatsApp-Kettenbriefe: “Jubiläumsgutscheine” als Datenfalle
Parallel kursieren seit Dezember unvermindert Phishing-Nachrichten bei WhatsApp. Absender sind vermeintliche Kontakte, die Links zu angeblichen “Lidl-Jubiläumsgutscheinen” von 250 bis 500 Euro verschicken.
Das Perfide: Um den Gewinn zu erhalten, soll die Nachricht an zehn bis zwanzig weitere Kontakte weitergeleitet werden. Dieser soziale Druck schaltet bei vielen das kritische Denken aus. Technisch nutzen die Betrüger dynamische Skripte. Der Link zeigt auf dem PC oft eine harmlose Seite, auf dem Smartphone jedoch die eigentliche Betrugsmasche.
Die bitteren Folgen: Abos, Datenklau und Schadsoftware
Wer auf die Versprechungen hereinfällt, erleidet finanzielle oder persönliche Schäden. Experten beschreiben drei Hauptszenarien:
- Kostenpflichtige Abos (WAP-Billing): Ein unbedachter Klick kann ein teures Wochenabo aktivieren, das über die Handyrechnung abgerechnet wird. Die Kosten von 5 bis 10 Euro pro Woche fallen vielen erst auf der nächsten Rechnung auf.
- Datenhandel: Oft landen Nutzer auf Formularen von Datensammlern. Das Kleingedruckte erlaubt Dutzenden “Partnern”, die Opfer mit Werbung zu bombardieren.
- Schadsoftware: Vor allem Android-Nutzer werden zum Download manipulierter Apps gedrängt, die Banking-Daten ausspähen können.
Hase-und-Igel-Spiel: Betrüger werden immer professioneller
Die aktuelle Welle zeigt die schnelle Anpassungsfähigkeit der Kriminellen. Sie weichen von E-Mails auf Messenger und kurzlebige Fake-Shops aus. Sicherheitsexperten vermuten den Einsatz moderner KI-Tools, die fehlerfreie Texte und professionelle Bilder liefern. Das erschwert die Unterscheidung zwischen echt und falsch erheblich.
Lidl selbst distanziert sich stets deutlich von diesen Aktionen. Echte Gewinnspiele des Unternehmens verlangen niemals eine Weiterleitung in Messenger-Diensten. Vertrauenswürdige Coupons gibt es nur auf der offiziellen Lidl-Website oder in der “Lidl Plus”-App.
Was Betroffene jetzt tun müssen
Schnelles Handeln ist entscheidend. Wer in eine Abofalle getappt ist, sollte sofort seinen Mobilfunkanbieter kontaktieren und eine “Drittanbietersperre” einrichten lassen. Bei preisgegebenen Bankdaten müssen die Karten umgehend gesperrt und die Polizei informiert werden.
Die Betrugswelle wird vorerst anhalten. Sobald Domains wie yavero.shop gesperrt sind, tauchen die Maschen vermutlich unter dem Namen anderer großer Marken wieder auf. Die beste Verteidigung bleibt eine gesunde Skepsis gegenüber “Geschenken” im Internet.
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