Cyberangriffe, Notfallplan

Cyberangriffe: Notfallplan wird für Mittelstand zur Überlebensfrage

25.01.2026 - 02:24:12

Deutsche KMU sind zunehmend Ziel professioneller Cyberkrimineller, doch nur ein Drittel verfügt über einen umgesetzten Notfallplan. Dieser ist laut BSI entscheidend für die Geschäftskontinuität.

Die Bedrohung durch professionelle Cyberkriminelle wächst für deutsche Mittelständler dramatisch. Ein funktionierender Notfallplan ist längst kein Nice-to-have mehr, sondern entscheidet über die Existenz des Unternehmens.

KMU im Visier der digitalen Erpresser

Die Angriffsfläche hat sich durch Cloud-Dienste und mobile Arbeit massiv vergrößert. Besonders gefährlich: KMU dienen Kriminellen oft als Sprungbrett, um größere Partner in der Lieferkette zu treffen. Die Taktiken werden raffinierter. Ransomware mit doppelter Erpressung – erst Verschlüsselung, dann Drohung mit Datenveröffentlichung – gehört 2026 zu den größten Risiken.

Doch viele Unternehmen unterschätzen die Gefahr. Zwar sind Firewalls und Virenscanner meist installiert. Doch nur 30 Prozent der KMU verfügen über ein umgesetztes Sicherheitskonzept oder einen echten Notfallplan. Diese Lücke zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit wird zum existenziellen Geschäftsrisiko.

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So sieht ein wirksamer Notfallplan aus

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) betont: Ein Notfallplan ist das Herzstück des Business Continuity Managements. Er legt klare Schritte und Verantwortlichkeiten für den Krisenfall fest. Unverzichtbar sind die sofortige Isolierung befallener Systeme und die schnelle Meldung an die Verantwortlichen.

Ein weiterer kritischer Punkt: die Datenwiederherstellung. Der Plan muss eine Backup-Strategie nach der 3-2-1-Regel enthalten – drei Kopien, zwei verschiedene Medien, eine extern. Regelmäßige Tests dieser Backups sind Pflicht. Ebenso wichtig ist ein Kommunikationsplan, der festlegt, wer wann Kunden, Partner und Behörden informiert.

Vom Papierplan zur gelebten Praxis

Die Einführung eines Notfallplans ist Chefsache. Der erster Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Welche Systeme und Daten sind für den Betrieb absolut kritisch? Darauf bauen die Schutzprioritäten auf. Die Benennung eines klaren IT-Sicherheitsverantwortlichen ist ebenso entscheidend wie regelmäßige Mitarbeiterschulungen. Phishing-Mails bleiben das häufigste Einfallstor.

Technisch gehören die Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) für alle kritischen Zugänge und ein lückenloses Patch-Management zur Grundausstattung. Fortschrittliche Systeme zur Endpunkterkennung (EDR) können verdächtiges Verhalten früh aufspüren. Der Schlüssel zur Resilienz liegt in der Kombination aus Technik und organisatorischen Regeln.

Investition in die eigene Zukunft

Experten sehen Ausgaben für Cybersicherheit nicht als Kosten, sondern als Investition in die Geschäftskontinuität. Die Schäden nach einem erfolgreichen Angriff – finanziell und für den Ruf – übersteigen die Präventionskosten bei weitem. Die Professionalisierung der Angreifer, die teilweise Ransomware-as-a-Service anbieten, senkt die Einstiegshürde für Kriminelle und erhöht den Druck.

Gleichzeitig wachsen die rechtlichen Anforderungen. Die EU-Richtlinie NIS-2 schreibt für mehr Unternehmen ein Notfallmanagement vor. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Abwehr wird wichtiger, birgt aber neue Risiken, wenn Angreifer die Technologie für ihre Attacken nutzen.

Proaktive Verteidigung als Daueraufgabe

Die Bedrohungslage entwickelt sich rasant weiter. Cybersicherheit muss im Mittelstand als kontinuierlicher Prozess verstanden werden. Ein Notfallplan ist kein statisches Dokument, sondern muss regelmäßig überprüft, angepasst und in Übungen getestet werden. Für Unternehmen mit begrenzten eigenen Ressourcen kann die Zusammenarbeit mit externen Managed Security Service Providers eine sinnvolle Strategie sein.

Die Erkenntnis, dass Cyberangriffe zu den größten Geschäftsrisiken zählen, ist bei vielen deutschen Unternehmenslenkern angekommen. Jetzt müssen Taten folgen. Ein umfassender Notfallplan ist der entscheidende Schritt aus der reaktiven in eine proaktive und widerstandsfähige Verteidigung.

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