Cyberangriffe, KI-Waffen

Cyberangriffe: KI-Waffen und trügerische Sicherheit bedrohen Unternehmen

23.01.2026 - 06:22:12

Deutsche Unternehmen sehen sich mit einer neuen Welle KI-gestützter Cyberattacken und kritischen Browser-Lücken konfrontiert. Neue EU-Vorschriften sollen die digitale Resilienz stärken.

Die Cyber-Bedrohungslage für deutsche Unternehmen eskaliert durch KI-gestützte Angriffe und massive Sicherheitslücken. Neue EU-Regeln sollen die Abwehr stärken.

Eine neue Welle hochprofessioneller Cyberangriffe stellt die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auf eine harte Probe. Künstliche Intelligenz perfektioniert Phishing-Methoden, während kritische Schwachstellen in Browsern wie Chrome und Edge die Angriffsfläche vergrößern. Aktuelle Vorfälle und Warnungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstreichen die Dringlichkeit, Abwehrmaßnahmen zu verstärken.

Ransomware: Die Illusion der Kontrolle

Ein aktueller Angriff auf den IT-Dienstleister Conceptnet in Regensburg zeigt das anhaltende Risiko. Um den 13. Januar verschlüsselten Angreifer zentrale Server und legten Kundenwebseiten lahm. Das Unternehmen kämpft seitdem mit der Wiederherstellung.

Dieser Vorfall offenbart eine gefährliche Fehleinschätzung. Laut einer Studie von Opentext glauben 88 Prozent der deutschen Firmen, sich von einem Ransomware-Angriff erholen zu können. Die Realität ist ernüchternd: Nur 30 Prozent schaffen das tatsächlich. Die Angriffe verlagern sich zunehmend auf externe Dienstleister und die Lieferkette – ein oft unterschätzter Risikofaktor.

KI-Phishing: Der perfekte Betrug

Parallel erreichen Phishing-Angriffe eine neue Qualitätsstufe. In Deutschland und Österreich warnen Behörden vor täuschend echten Betrugs-E-Mails. Gefälschte Steuerbescheide oder angebliche Bank-Updates sollen Opfer zur Herausgabe sensibler Daten verleiten.

Anzeige

KI-gestützte Phishing‑Mails und CEO‑Fraud täuschen inzwischen selbst geschulte Mitarbeiter – viele Unternehmen sind darauf nicht ausreichend vorbereitet. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket liefert eine praxisnahe 4‑Schritte‑Anleitung, mit der Sie Phishing, Deepfakes und gefälschte Anrufe erkennen, technische Schwachstellen schließen und Ihr Team effektiv schulen können. Enthalten sind Checklisten, Präventions‑Maßnahmen und branchenspezifische Hinweise für IT und Führungskräfte. Kostenloses Anti‑Phishing‑Paket herunterladen

Eine besonders perfide Methode ist das Anruf-Spoofing. Täter fälschen die Rufnummer, sodass scheinbar die eigene Bank anruft. Kombiniert mit bestätigenden SMS versuchen sie, an Bankdaten zu gelangen. KI erstellt personalisierte, fehlerfreie Nachrichten, die für Mitarbeiter kaum noch zu erkennen sind. Experten sehen in KI-basierten Angriffen, einschließlich Deepfake-Anrufen, eine der größten neuen Bedrohungen.

Kritische Lücken und neue EU-Regeln

Das BSI hat seine Warnung vor kritischen Sicherheitslücken in den Browsern Google Chrome und Microsoft Edge erneuert. Diese Lücken ermöglichen Angreifern die Ausführung von Schadcode bereits beim Besuch einer manipulierten Webseite. Da auch Opera auf der Chromium-Technologie basiert, sind Millionen Nutzer betroffen und zu sofortigen Updates aufgefordert.

Als Reaktion auf die eskalierende Lage hat die EU-Kommission am 22. Januar 2026 ein weitreichendes Maßnahmenpaket vorgelegt. Es zielt auf die Sicherung digitaler Lieferketten und kritischer Infrastrukturen ab. Mobilfunkbetreiber müssen etwa Komponenten von Hochrisiko-Anbietern binnen drei Jahren aus ihren Kernnetzen entfernen. Die EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) erhält mehr Befugnisse zur Unterstützung bei der Abwehr.

Die gefährliche Lücke: Technologie vs. Anpassung

Der Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern tritt in eine neue Phase. KI demokratisiert hochentwickelte Angriffstechniken und macht sie für eine breitere Masse von Kriminellen verfügbar. Die Opentext-Studie zeigt: 35 Prozent der Unternehmen verzeichnen bereits mehr KI-basierte Angriffe. Doch nur 32 Prozent haben formale Richtlinien für den Umgang mit KI-Tools, obwohl 90 Prozent deren Nutzung erlauben.

Diese Diskrepanz ist alarmierend. Im Allianz Risk Barometer 2026 sind Cyberangriffe zum fünften Mal in Folge das Top-Risiko für Unternehmen weltweit. Die Risiken durch KI stiegen am stärksten und gelten nun als zweitgrößte globale Gefahr. Traditionelle Sicherheitsmaßnahmen reichen nicht mehr aus. Investitionen in KI-gestützte Abwehr und vor allem in die Schulung von Mitarbeitern werden unerlässlich.

Zero Trust: Die neue Sicherheitsphilosophie

Experten prognostizieren eine weitere Zunahme von Lieferkettenangriffen und KI-gestütztem Social Engineering. Unternehmen sind gezwungen, ihre Sicherheitsstrategien grundlegend zu überdenken. Das “Zero Trust”-Modell, bei dem keinem Gerät oder Nutzer standardmäßig vertraut wird, gewinnt an Bedeutung.

Die neuen EU-Regularien werden den Druck erhöhen, die gesamte digitale Lieferkette zu überprüfen. Die Fähigkeit, Angriffe frühzeitig zu erkennen und schnell zu reagieren, wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Ohne eine proaktive, an die neuen Realitäten angepasste Sicherheitsstrategie riskieren Unternehmen nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch nachhaltigen Reputationsschaden.

Anzeige

Übrigens: Browser-Lücken wie in Chrome und Edge zeigen, dass Technik allein nicht reicht – Awareness und Prozesse sind entscheidend. Das Anti‑Phishing‑Paket kombiniert technische Maßnahmen mit Mitarbeiter-Schulungen und CEO‑Fraud‑Prävention, liefert Branchen-Checks für Verwaltung, Finanzdienstleister und Mittelstand und zeigt schnelle Handlungsschritte für IT-Verantwortliche. Fordern Sie das Gratis‑Paket an und stärken Sie die Abwehr Ihres Unternehmens. In 4 Schritten zur Hacker‑Abwehr: Anti‑Phishing‑Paket sichern

@ boerse-global.de