Coca-Cola, Aktie

Coca-Cola Aktie: Defensive Stärke

08.01.2026 - 21:00:31

Coca-Cola wird als defensiver Anker für 2026 gehandelt, mit erwartetem Gewinnsprung auf +8%. Institutionelle Investoren bauen Positionen aus, während interne Restrukturierung läuft.

Coca-Cola rückt heute stärker in den Fokus institutioneller Investoren und Analysten. Der Softdrink-Konzern gilt vielen Marktteilnehmern als defensiver Anker für 2026 – gerade in einem Umfeld, in dem die großen Indizes nahe ihren Höchstständen notieren. Entscheidend ist dabei weniger die kurzfristige Kursbewegung als die Frage, ob Coca-Cola sein stabiles Gewinnprofil im neuen Geschäftsjahr bestätigen kann.

Analysten sehen 2026 als Testjahr

Mehrere heute veröffentlichte Research-Updates stellen Coca-Cola explizit als defensiven Baustein für 2026 heraus. Im Mittelpunkt steht die Profitabilität: Der Return on Invested Capital (ROIC) liegt mit rund 18 % deutlich über den etwa 14 % von Rivalen wie PepsiCo. Diese Effizienz wird zum Argument, wenn Investoren in einer späten Marktphase stärker auf Margen und Kapitalrenditen achten.

Bei den Prognosen zeichnen die Analysten ein solides Bild:

  • Erwartetes Gewinnwachstum 2026: +8 % auf rund 3,22 US-Dollar je Aktie
  • Erwartetes Umsatzwachstum 2026: +5 % auf über 51 Milliarden US-Dollar
  • Gewinnwachstum 2025 (Erwartung): etwa +3 %

Damit würde Coca-Cola das Wachstumstempo beim Ergebnis im kommenden Jahr spürbar anziehen. Zwar wird die Aktie weiterhin mit einem Bewertungsaufschlag gemessen am Umsatz gehandelt, doch gerade das fokussierte Getränkegeschäft wird als Pluspunkt gesehen. Im Vergleich zu stärker diversifizierten Konsumriesen, die im Snack-Segment verstärkt Gegenwind spüren, wirkt das Modell von Coca-Cola aus Analystensicht überschaubarer und potenziell robuster.

Rückendeckung kommt von der institutionellen Seite: Laut aktuellen Meldungen hat HB Wealth Management eine Position im Volumen von 38,72 Millionen US-Dollar aufgebaut. Assenagon Asset Management S.A. hat sein Engagement deutlich aufgestockt und über 3,4 Millionen zusätzliche Aktien erworben. Diese Kapitalverschiebungen werden als Vertrauensbeweis in die langfristige Stabilität und die Dividendenkontinuität des Konzerns gewertet.

Restrukturierung und CEO-Wechsel im Hintergrund

Die positive Einschätzung fällt in eine Phase, in der Coca-Cola seine Strukturen nachschärft. Zu Wochenbeginn wurde bestätigt, dass am Hauptsitz in Atlanta eine gezielte Restrukturierung startet. Rund 75 Stellen im Konzernbereich sollen ab Ende Februar 2026 abgebaut werden. Laut den entsprechenden WARN-Mitteilungen soll das Unternehmen damit effizienter werden und Mittel in Wachstumsfelder wie digitale Transformation und KI umleiten.

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Parallel bereitet sich der Markt auf den anstehenden Führungswechsel vor. Im Dezember hatte Coca-Cola angekündigt, dass Henrique Braun im Laufe des Jahres James Quincey als CEO ablösen wird. Analysten sehen darin eine geplante und weitgehend geräuschlose Übergabe. Braun soll den eingeschlagenen „asset-light“-Kurs mit ausgelagerter Abfüllstruktur fortsetzen und gleichzeitig stärker auf Effizienz im Marketing setzen. Damit bleibt die strategische Stoßrichtung erhalten, während in einzelnen Bereichen nachjustiert wird.

Ausblick: Zahlen im Februar im Fokus

Charttechnisch bewegt sich die Aktie derzeit in einer engen Spanne. Gestern ging das Papier bei 67,54 US-Dollar aus dem Handel und liegt damit nur wenige Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber deutlich über dem Tief des vergangenen Jahres. Der Kurs notiert spürbar über den gleitenden Durchschnitten der letzten Monate, was den laufenden Aufwärtstrend unterstreicht.

Der nächste klare Belastungstest steht bereits fest: Am 10. Februar 2026 legt Coca-Cola die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Dann wird sich zeigen, ob das erwartete Gewinnplus von rund 3 % für 2025 bestätigt wird und wie glaubwürdig die angepeilte Steigerung auf +8 % im Jahr 2026 wirkt. Besonders wichtig werden dabei Hinweise zum organischen Umsatzwachstum im Korridor von 5–6 % und zu den Effekten der aktuellen Restrukturierung – sie dürften maßgeblich darüber entscheiden, ob die Aktie ihren Bewertungsaufschlag verteidigen kann.

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