Circus Aktie: Insiderkauf-Serie
03.02.2026 - 10:54:33Bei Circus fällt derzeit weniger der Kursverlauf als das Verhalten aus dem engsten Management-Umfeld auf: Eine dem CEO nahestehende Beteiligungsgesellschaft kauft seit Ende Januar wiederholt Aktien. Das passiert ausgerechnet in einer Phase, in der das KI-Robotik-Unternehmen neue Vertriebskanäle öffnet und Aufträge – auch aus dem Verteidigungsbereich – meldet. Was steckt hinter der auffälligen Serie?
Insiderkäufe: Was gemeldet wurde
Laut Veröffentlichungen vom 30. Januar und heute (3. Februar 2026) hat die Nikolas Bullwinkel Beteiligungs UG erneut Aktien der Circus SE erworben. Die Zukäufe reihen sich in eine Serie von Transaktionen seit Ende Januar ein.
Wichtig: Es handelt sich um Directors’ Dealings, die nach Marktmissbrauchsverordnung gemeldet werden. Eine konkrete Begründung der Käuferseite wird in solchen Meldungen in der Regel nicht geliefert – sichtbar ist vor allem das Muster: wiederholte Käufe aus dem CEO-nahen Umfeld.
Operative Treiber: Bundeswehr, Leasing, USA-Zugang
Parallel zu den Insiderkäufen hat Circus zuletzt mehrere strategische Schritte kommuniziert, die den kommerziellen Ausbau stützen sollen:
- Bundeswehr-Auftrag (20. Januar 2026): Einführung des CA-1 KI-Roboters an einem Kasernenstandort in Deutschland. Das System soll Soldaten rund um die Uhr autonom versorgen.
- Verteidigungsbezug: Der Auftrag folgt auf einen im Dezember 2025 gemeldeten Einsatz von Robotik bei ukrainischen Bodentruppen – das Verteidigungssegment gewinnt damit sichtbar an Gewicht.
- Finanzierungspartnerschaft (16. Januar 2026): Kooperation mit MMV Leasing (LBBW-Tochter). Geplant sind Leasingmodelle für Unternehmenskunden; erste Vereinbarungen sollen im 1. Quartal 2026 wirksam werden.
- US-Marktzugang (8. Januar 2026): Erweiterung des Aktienhandels über eine ADR-Struktur, um US-Investoren den Zugang zu erleichtern.
Kursbild: Erholung vom Tief, Trend bleibt schwach
Trotz der News bleibt die Aktie charttechnisch angeschlagen. Der Schlusskurs von gestern lag bei 9,40 Euro. Damit notiert das Papier zwar rund 5,9% über dem 52‑Wochen‑Tief (8,88 Euro), aber weiter deutlich unter früheren Niveaus: Zum 52‑Wochen‑Hoch bei 24,20 Euro fehlen über 61%. Auch der Abstand zum 50‑Tage‑Durchschnitt (11,57 Euro) zeigt, dass der kurzfristige Trend noch nicht gedreht ist.
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Prognose 2026: Wachstum – aber noch rote Zahlen
Für 2026 hat Circus (erstmals veröffentlicht im November 2025) eine Bandbreite genannt: 44 bis 55 Mio. Euro Umsatz auf Basis bestehender Kunden, bei einem erwarteten EBITDA-Verlust von 6 bis 8 Mio. Euro. Unterm Strich: Das Unternehmen stellt Wachstum in Aussicht, rechnet operativ aber weiterhin mit einem Minus.
Zum nächsten Härtetest dürfte werden, ob die angekündigten Leasing- und Finanzierungsvereinbarungen im 1. Quartal 2026 tatsächlich anlaufen – und ob sich die jüngsten Aufträge in messbaren Umsätzen innerhalb der Prognosespanne niederschlagen.
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