Chinas Roboter erobern mit Gefühl den Weltmarkt
23.01.2026 - 06:04:12Chinesische Hersteller dominieren den globalen Markt für humanoide Roboter und statten sie nun mit emotionaler Intelligenz aus. Diese Doppelstrategie aus industrieller Massenfertigung und bahnbrechender Forschung verändert die Branche grundlegend.
Führende Entwickler haben Systeme geschaffen, die komplexe Gefühlsregungen wie „freudige Überraschung“ erkennen und nachahmen können. Ein Forschungsteam erreicht dies mit 20 beweglichen Gesichtspunkten, die subtile Muskelbewegungen imitieren. Diese Fähigkeit zu natürlicher Interaktion ist kein Zufall, sondern Kern der Geschäftsstrategie.
Unternehmen wie EngineAI aus Shenzhen verfolgen explizit das Ziel, ihren Robotern emotionale Intelligenz einzuhauchen. Ihr T800-Modell, das Anfang Januar 2026 mit fließenden Kampfkunstbewegungen Aufsehen erregte, soll laut Firmenvision zu einem warmherzigen Gefährten für die Familie werden. Der Fokus verschiebt sich damit von rein industriellem Nutzen hin zu persönlichem „emotionalem Wert“.
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Industrielle Übermacht mit 80 Prozent Weltmarktanteil
Die Fortschritte in der Software ruhen auf einer beispiellosen industriellen Basis. Im Jahr 2025 stellten über 140 chinesische Hersteller mehr als 330 verschiedene Roboter-Modelle her. Diese Skaleneffekte verhalfen dem Land zu einer dominierenden Marktposition.
Laut einem Bericht von Counterpoint Research wurden 2025 weltweit 16.000 humanoide Roboter installiert. Mehr als vier von fünf stammten aus China. Das Startup AgiBot aus Shanghai hielt einen Anteil von 30,4 Prozent, gefolgt von Unitree Robotics mit 26,4 Prozent. Die Branche steht vor einem Boom: Bis 2027 könnte der Absatz auf über 100.000 Einheiten explodieren.
Vom Labor in die Fabrikhallen der Welt
Das Wachstum wird durch den Sprung in reale Anwendungen befeuert. Chinesische Roboter kommen zunehmend in Logistik, Automobilbau und Fertigung zum Einsatz. Ein Paradebeispiel ist der chinesische Entwickler UBTECH: Das Unternehmen liefert seine Walker S2-Industrieroboter an den europäischen Luftfahrtriesen Airbus für den Einsatz in Fertigungsanlagen.
UBTECH meldete für 2025 Aufträge im Wert von rund 180 Millionen Euro. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einer Produktionskapazität von über 10.000 Einheiten, während es die Märkte in Europa und den USA erschließt.
Staatsstrategie treibt die Entwicklung voran
Diese rasante Entwicklung ist Ergebnis einer klaren nationalen Strategie. Am 21. Januar legten Beamte des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) den Fünf-Jahres-Plan (2026-2030) vor. Künstliche Intelligenz und humanoide Roboter wurden darin als entscheidende Wachstumstreiber identifiziert.
Analysten beobachten eine klare Arbeitsteilung: Während US-Firmen bei generellen KI-Modellen führend sein mögen, glänzen chinesische Unternehmen mit maßgeschneiderten Komplettsystemen für spezifische, wertvolle Aufgaben. Dieser anwendungsorientierte Ansatz ermöglicht schnellere Iteration und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis – und beschleunigt so die kommerzielle Verbreitung.
Ausblick: Der Weg in die Wohnzimmer
Die Zukunft der Branche führt in zwei Richtungen: in immer komplexere Fabrikhallen und in die privaten Haushalte. Investoren fordern zunehmend nachweisbaren Nutzen, worauf Hersteller mit zuverlässigen Einsätzen in der Industrie reagieren.
Gleichzeitig rücken Roboter als Gefährten in Reichweite. Maschinen, die menschliche Emotionen wahrnehmen und ausdrücken, könnten völlig neue Märkte in der Pflege, Betreuung und Bildung erschließen. China investiert massiv in „Gehirn“ und „Körper“ dieser Maschinen. Sein Einfluss auf die globale Robotik-Landschaft wächst – und könnte nicht nur die Industrie, sondern auch unser tägliches Leben grundlegend verändern.
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