China, Visafreiheit

China verlängert Visafreiheit – doch digitale Grenzkontrollen bleiben

26.12.2025 - 09:52:12

Die visumfreie Einreise nach China für Deutsche wurde verlängert, doch Sicherheitsbehörden warnen eindringlich vor umfassenden digitalen Grenzkontrollen und Datenzugriffen.

Die visafreie Einreise nach China für Deutsche gilt nun bis Ende 2026. Gleichzeitig warnen Sicherheitsbehörden eindringlich vor digitalen Grenzkontrollen. Wer im kommenden Jahr reist, sollte sein Haupt-Smartphone besser zu Hause lassen.

Die chinesische Regierung setzt ihre Offensive fort: Deutsche können bis zum 31. Dezember 2026 für bis zu 30 Tage visumfrei einreisen. Das gilt für Tourismus, Geschäftstermine und Verwandtenbesuche.

Doch diese bürokratische Erleichterung hat einen ernsten Haken. Das Auswärtige Amt hält in seinen aktuellen Reisehinweisen an einer klaren Warnung fest: Reisende müssen jederzeit mit Kontrollen ihrer elektronischen Geräte rechnen – und das ohne konkreten Verdacht.

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Warum Ihr Smartphone zum offenen Buch werden kann

Hinter den Warnungen steht das verschärfte Anti-Spionage-Gesetz. Es trat im Juli 2023 in Kraft und gibt den Sicherheitsbehörden weitreichende Befugnisse. Der Begriff der “nationalen Sicherheit” ist dabei bewusst vage gehalten.

Was bedeutet das konkret an der Grenze?
* Grenzbeamte können Einsicht in Chats, Fotos und E-Mails verlangen.
* Es gibt Berichte, dass in Regionen wie Xinjiang Überwachungssoftware auf Geräte aufgespielt wurde.
* Was hierzulande als harmlose Kritik gilt, kann in China schnell unter Spionageverdacht fallen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt seit Langem: Die Grenze zwischen normaler Datenerhebung und staatlicher Ausspähung ist in China fließend.

Geschäftsreisende im Fokus: Unternehmen reagieren

Besonders im Visier stehen Geschäftsreisende. Während Touristen um ihre Privatsphäre fürchten, geht es Unternehmen um sensible Firmendaten. Die Wirtschaft zieht Konsequenzen.

Große Konzerne haben ihre Reiserichtlinien massiv verschärft. Der Finanzriese BlackRock untersagte Medienberichten zufolge bereits die Mitnahme privater und regulärer Firmengeräte. Deutsche Mittelständler folgen diesem Trend:
* Reguläre Arbeitslaptops mit Firmennetzwerk-Zugang bleiben zu Hause.
* Der VPN-Zugriff wird oft blockiert, um das heimische Netzwerk zu schützen.

Die Botschaft ist klar: Geschäftsreisende werden als potenzielle Ziele nachrichtendienstlicher Aktivitäten betrachtet.

So schützen Sie Ihre Daten bei der Einreise

IT-Sicherheitsexperten empfehlen Privatreisenden drastische Maßnahmen. Das gewohnte Smartphone mit allen Apps und privaten Fotos sollte idealerweise in Deutschland bleiben.

Die wichtigsten Tipps für Ihre digitale “Reisehygiene”:
* “Wegwerf-Handy”: Nutzen Sie ein leeres Zweitgerät nur für die Reise. Installieren Sie nur nötige Apps wie Alipay oder WeChat.
* Backup und Reset: Müssen Sie Ihr Hauptgerät mitnehmen? Erstellen Sie ein vollständiges Backup und setzen Sie es auf Werkseinstellungen zurück.
* Vorsicht mit VPNs: Der Zugriff auf Google oder WhatsApp ist blockiert. Die Nutzung nicht-staatlicher VPN-Dienste ist eine rechtliche Grauzone und kann theoretisch geahndet werden.
* Passwörter schützen: Geben Sie Passwörter nicht freiwillig heraus. Wird ein Gerät kontrolliert, gilt es nach der Reise als kompromittiert.

Ein Balanceakt zwischen Freiheit und Überwachung

Die Lage für Reisende bleibt 2026 ein Spagat. Einerseits lockt China mit unkomplizierter Einreise und faszinierenden Zielen. Andererseits machen der Überwachungsapparat und geopolitischer Druck das Land zum Risiko für alle, die ihre digitale Privatsphäre schätzen.

Wer die Reise antritt, sollte eines wissen: An der chinesischen Grenze enden auch die digitalen Rechte, die in Europa selbstverständlich sind. Die Visafreiheit ist eine Einladung – die Bedingungen eine klare Warnung.

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