Chevron Aktie: Trumps Venezuela-Coup
07.01.2026 - 17:18:33Trump greift nach Venezuelas Öl – und Chevron steht im Zentrum der politischen Gemengelage. Der US-Präsident hat angekündigt, zwischen 30 und 50 Millionen Barrel venezolanisches Rohöl in die Vereinigten Staaten zu verschiffen. Die Erlöse will er persönlich kontrollieren. Was bedeutet das für den einzigen US-Ölriesen, der aktuell in Venezuela aktiv ist?
Die Ankündigung erfolgte via Truth Social, ohne Details zum Zeitrahmen. Bei geschätzten Preisen für WTI-Öl von rund 58,65 Dollar pro Barrel könnten die Einnahmen bis zu 2,9 Milliarden Dollar erreichen. Trump betont, das Geld solle sowohl Venezuela als auch den USA zugutekommen. Energieminister Chris Wright erhielt den Auftrag, den Plan sofort umzusetzen.
Chevron als Schlüsselfigur
Chevron besitzt seit diesem Jahr eine Sondergenehmigung zur Förderung in Venezuela – trotz bestehender US-Sanktionen. Damit ist der Konzern der einzige amerikanische Player vor Ort. Trump plant nun, die großen US-Ölkonzerne – neben Chevron auch ExxonMobil und ConocoPhillips – am Freitag im Weißen Haus zu empfangen. Auf der Agenda: massive Investitionen in die marode venezolanische Energieinfrastruktur.
Venezuela verfügt über die größten Ölreserven der Welt – geschätzte 303 Milliarden Barrel. Die Produktion liegt allerdings nur bei rund einer Million Barrel täglich, ein Drittel des Niveaus von vor 20 Jahren. Sanktionen, Missmanagement und Korruption haben die Industrie ausgehöhlt. Experten schätzen, dass Investitionen von bis zu 100 Milliarden Dollar nötig wären, um die Anlagen auf den Stand der Technik zu bringen.
Subventionen als Lockmittel?
Trump stellte mögliche staatliche Subventionen in Aussicht, um US-Konzerne zum Wiederaufbau zu bewegen. Sein Ziel: Fertigstellung innerhalb von 18 Monaten. Branchenkenner halten diesen Zeitplan für unrealistisch. Doch die Raffinerien an der US-Golfküste sind auf schweres Erdöl spezialisiert – genau das, was Venezuela liefern kann.
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Die politische Dimension ist brisant. Anfang der 2000er Jahre verstaatlichte Venezuela Ölfelder ausländischer Firmen, darunter US-Konzerne. Der Streit über Entschädigungen schwelt bis heute. Trump hatte Venezuela vorgeworfen, Öl und Vermögenswerte gestohlen zu haben. Nach dem Militärangriff am Wochenende und der Festnahme von Präsident Maduro scheint er nun Fakten zu schaffen.
Kursbewegung kaum beeindruckt
Die Reaktion an der Börse fiel verhalten aus. Chevron-Papiere legten im nachbörslichen Handel lediglich 0,42 Prozent auf 157,20 Dollar zu. Auch ExxonMobil gewann nur marginal. Die Financial Times berichtete zudem, Chevron plane gemeinsam mit Quantum Capital Group ein Gebot für internationale Vermögenswerte des russischen Konzerns Lukoil.
Ob Trumps Venezuela-Plan aufgeht, bleibt abzuwarten. Die geschäftsführende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, betonte die Unabhängigkeit ihres Landes. Wie sich das mit der angekündigten Öllieferung und US-Kontrolle über die Erlöse vereinbaren lässt, ist unklar. Für Chevron könnte sich dennoch ein lukrativer Markt öffnen – vorausgesetzt, die politische Lage stabilisiert sich.
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