Bundesregierung, Schul-Mental-Health-Programm

Bundesregierung streicht erfolgreiches Schul-Mental-Health-Programm

29.01.2026 - 05:55:12

Die Bundesregierung hat das bewährte Präventionsprogramm 'Mental Health Coaches' an Schulen gestoppt. Die Entscheidung stößt auf massive Kritik, da psychische Belastungen bei Jugendlichen weiter steigen.

Die Bundesregierung hat das bewährte Präventionsprogramm „Mental Health Coaches“ an Schulen eingestellt. Die Entscheidung stößt auf massive Kritik von Schülern, Sozialverbänden und Experten – genau zu einem Zeitpunkt, an dem psychische Belastungen bei Jugendlichen weiter zunehmen.

Ein Erfolgsmodell fällt plötzlich weg

Das Programm des Bundesfamilienministeriums brachte Fachkräfte direkt an über 100 Schulen. Kinder und Jugendliche fanden dort niedrigschwellige Ansprechpartner für Stress, Ängste oder Krisen. Eine Evaluation der Universität Leipzig bescheinigte dem Projekt hohe Wirksamkeit und Akzeptanz. Rund 90 Prozent der teilnehmenden Schüler wünschten sich eine Fortsetzung.

Dennoch strich der Bundeshaushalt für 2026 die Mittel. Träger wie der Internationale Bund (IB) zeigten sich überrascht. Sie hatten bereits Personal eingestellt und feste Strukturen aufgebaut, die nun wegbrechen.

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Regierung setzt auf unkonkrete Zukunftsstrategie

Die Bundesregierung verweist auf eine neue, umfassende Strategie mit dem Titel „Mentale Gesundheit für junge Menschen“. Erste Maßnahmen sollen noch dieses Jahr starten. Konkrete Pläne oder Ergebnisse liegen jedoch nicht vor. Kritiker wie die Bundesschülerkonferenz bemängeln zudem, dass die Betroffenen selbst kaum eingebunden wurden.

Als Ersatz wird das „Startchancen-Programm“ genannt, das 4.000 Schulen finanziell unterstützt. Dort seien auch Maßnahmen für psychische Gesundheit möglich. Fachleute halten das für unzureichend: Es fehle ein gezieltes, flächendeckendes Angebot wie die Coaches.

Schüler schlagen Alarm: „Notruf einer Generation“

Die Streichung hat den Druck auf die Politik erhöht. Die Bundesschülerkonferenz spricht von einem „Notruf einer Generation“ und hat gemeinsam mit Lehrerverbänden einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Die zentralen Forderungen:
* Massive Aufstockung von Personal für Schulsozialarbeit und -psychologie
* Verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte zur Früherkennung

Experten wie die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) warnen seit langem vor der prekären Lage. Die Wartezeit auf einen Therapieplatz dauert oft Monate – wertvolle Zeit, in der sich Probleme verfestigen können.

Die entscheidende Frage ist nun: Wird die neue Regierungsstrategie mehr sein als eine Absichtserklärung? Kann sie die entstandene Lücke mit konkreten, finanzierten Maßnahmen füllen? Bis dahin bleibt die Sorge, dass eine ganze Generation mit ihren mentalen Belastungen alleingelassen wird.

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