Bundesregierung startet Allianz gegen Einsamkeit
20.01.2026 - 02:45:12Die Bundesregierung intensiviert ihren Kampf gegen Einsamkeit. Kernstück ist eine neue „Allianz gegen Einsamkeit“, die Bund, Länder, Kommunen und die Zivilgesellschaft bündeln soll. Sie ist Teil einer erweiterten Strategie, die das soziale Miteinander stärken und Betroffenen konkrete Hilfe bieten will.
Aktuelle Daten zeigen: Einsamkeit ist längst kein Randphänomen mehr. Besonders seit der Corona-Pandemie sind auch jüngere Menschen stark betroffen.
Neue Allianz soll Kräfte bündeln
Die geplante Allianz wird das zentrale Instrument, um Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Vereine zu vernetzen. Offizieller Startschuss soll eine bundesweite Aktionswoche unter dem Motto „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ sein.
Ziel ist es, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und niedrigschwellige Angebote sichtbarer zu machen. Die bestehende Strategie mit ursprünglich 111 Maßnahmen wird weiterentwickelt und um neue Themen ergänzt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Prävention, um Folgeerkrankungen wie Depressionen zu vermeiden.
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Junge Erwachsene sind besonders betroffen
Das „Einsamkeitsbarometer“ liefert die Datenbasis für die Politik. Eine zentrale Erkenntnis: Die Gefühle von Einsamkeit haben bei Jüngeren signifikant zugenommen.
- Vor der Pandemie litten vor allem Menschen über 75 Jahre.
- Im Jahr 2020 waren erstmals junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren am stärksten betroffen.
- Aktuell liegen die Werte zwar unter dem Pandemie-Höchststand, aber immer noch höher als vorher.
Studien zeigen zudem einen „Gender Loneliness Gap“: Frauen sind tendenziell stärker betroffen als Männer. Weitere Risikogruppen sind Alleinerziehende, Arbeitslose, chronisch Kranke und Menschen mit Migrationserfahrung.
Von Kampagnen bis zur lokalen Hilfe
Die Strategie setzt auf mehreren Ebenen an. Eine bundesweite Kampagne „Mach dich fit gegen Einsamkeit!“ soll einfache Impulse für mehr soziale Kontakte geben.
Gleichzeitig wird die Rolle zentraler Anlaufstellen wie des Kompetenznetzes Einsamkeit (KNE) gestärkt. Es bündelt Forschung, vernetzt Akteure und bietet eine Landkarte mit lokalen Hilfsangeboten. Gefördert werden auch konkrete Modellprojekte vor Ort, wie gemeinsame Mittagstische für isoliert lebende Menschen.
Einsamkeit als globale Gesundheitsbedrohung
Deutschlands Engagement folgt einem internationalen Trend. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft soziale Isolation als ernsthafte Bedrohung für die globale Gesundheit ein.
Laut WHO leidet weltweit etwa jeder sechste Mensch unter Einsamkeit. Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend: Chronische Einsamkeit erhöht das Risiko für psychische und physische Erkrankungen erheblich.
Experten warnen vor den gesellschaftlichen Konsequenzen. Studien deuten an, dass Einsamkeit das Vertrauen in politische Institutionen mindern und die Wahlbeteiligung senken kann – eine potenzielle Gefahr für die Demokratie.
Langfristige Strategie mit regelmäßiger Überprüfung
Die Politik setzt auf einen langen Atem. Ein erster Monitoring-Bericht liegt vor, weitere sollen die Wirksamkeit der mittlerweile über 140 Maßnahmen prüfen.
Die Aktionswoche und der Start der Allianz im Juni 2026 sind die nächsten großen Schritte. Künftige Maßnahmen sollen noch stärker auf Prävention setzen und neue Felder wie die soziale Gesundheit im Homeoffice in den Blick nehmen. Das langfristige Ziel: Die Stigmatisierung von Einsamkeit aufbrechen und eine Kultur des Miteinanders fördern.
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