Aktie, Norwegen

BP Aktie: Norwegen steigt aus

08.01.2026 - 19:54:31

Der norwegische Staatsfonds Norges Bank hat seine BP-Anteile unter die Meldegrenze reduziert, während der Konzern neue Gasprojekte in Ägypten startet und Aktien zurückkauft.

BP hält sich heute stabil um 417 Pence, doch hinter der Ruhe an der Börse vollzieht sich eine bemerkenswerte Verschiebung: Norges Bank, Norwegens milliardenschwerer Staatsfonds, hat seine Beteiligung am britischen Energiekonzern deutlich reduziert. Während BP gleichzeitig ein großes Bohrprogramm in Ägypten ankündigt, wirft der Rückzug des prominenten Investors Fragen zur langfristigen Attraktivität des Titels auf.

Norwegen reduziert Position unter Meldeschwelle

Am 2. Januar 2026 unterschritt Norges Bank die Schwelle von 3 Prozent und meldete eine Beteiligung von nur noch 2,99 Prozent – rund 468,7 Millionen Aktien. Zuvor hielt der norwegische Staatsfonds knapp 4 Prozent an BP. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Institutionelle Investoren justieren ihre Portfolios häufig zu Jahresbeginn neu, doch das Unterschreiten der Meldegrenze durch einen der größten Aktionäre wird von Marktteilnehmern genau beobachtet. Es signalisiert eine strategische Neugewichtung – möglicherweise als Reaktion auf die anhaltenden Unsicherheiten im Energiesektor.

Neue Bohraktivitäten im Mittelmeer

Parallel zur Meldung aus Oslo verkündete BP am Donnerstag den Start eines Explorationsprogramms vor der ägyptischen Küste. Bei einem Treffen mit Ägyptens Energieminister Karim Badawi bestätigte das Unternehmen die Umsetzung der im September vereinbarten Gaserschließungsprojekte im Mittelmeer. Das Vorhaben wird gemeinsam mit Arcius vorangetrieben, einem Joint Venture zwischen BP und dem emiratischen Konzern ADNOC.

Für BP ist die Gas-Offensive ein zentraler Baustein der Transformationsstrategie: weniger Öl, mehr Erdgas, ergänzt um kohlenstoffarme Projekte. Die ägyptische Regierung sicherte Unterstützung zu, um operative Hürden zu beseitigen und die Erschließung zu beschleunigen.

Aktienrückkäufe als Stabilisator

Um den Kurs zu stützen, setzt BP weiter auf Aktienrückkäufe. Am 7. Januar erwarb das Unternehmen rund 3,17 Millionen eigene Aktien zu durchschnittlich 417,5 Pence. Die Transaktion ist Teil eines 750-Millionen-Dollar-Programms, finanziert aus überschüssigem Cashflow und Vermögensverkäufen. Die Dividendenrendite von über 5,8 Prozent bietet Anlegern einen Puffer – doch reicht das angesichts der Marktlage?

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Der Ölpreis steht unter Druck, nachdem die US-Regierung Berichten zufolge eine Strategie verfolgt, durch die Freigabe venezolanischer Reserven den Barrel-Preis auf 50 Dollar zu drücken. BP-Aktien gaben daraufhin zu Wochenbeginn rund 3 Prozent ab, bevor sie sich stabilisierten.

Dividende gegen Unsicherheit

BP bewegt sich derzeit in einer engen Spanne zwischen 415 und 420 Pence. Die hohe Dividende und die Rückkäufe wirken stabilisierend, doch die Zurückhaltung von Großinvestoren wie Norges Bank zeigt: Das Vertrauen in schnelle Erholung ist begrenzt. Die Quartalszahlen im Februar werden zeigen müssen, ob die Gasstrategie die Belastungen durch niedrigere Ölpreise kompensieren kann.

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