Bitfarms, Aktie

Bitfarms Aktie: Radikaler Umbau

06.01.2026 - 21:00:33

Der Krypto-Miner Bitfarms schließt den Verkauf seiner letzten Anlage in Lateinamerika ab und konzentriert sich mit den freigesetzten Mitteln auf den Ausbau von Rechenzentren für KI in Nordamerika.

Der Krypto-Miner Bitfarms vollzieht einen harten strategischen Schnitt. Mit dem vollständigen Rückzug aus Lateinamerika verabschiedet sich das Unternehmen von alten Strukturen, um Ressourcen für einen neuen Wachstumsmarkt freizumachen. Statt geographischer Streuung gilt ab sofort: Voller Fokus auf Nordamerika und die boomende KI-Infrastruktur.

Verkauf besiegelt Ausstieg

Mit der Veräußerung der Anlage Paso Pe in Paraguay ist der operative Rückzug aus der Region abgeschlossen. Käufer der 70-MW-Anlage ist der Sympatheia Power Fund. Für Bitfarms bedeutet dieser Deal vor allem eines: sofortige Liquidität ohne Verwässerung der Altaktionäre. Das Management zieht damit einen Schlussstrich unter die geographische Diversifizierung, um das Kapital dort zu bündeln, wo die höchsten Margen erwartet werden.

Die Eckdaten der Transaktion verdeutlichen die finanzielle Logik:

  • Gesamtvolumen: Der Deal hat einen Wert von bis zu 30 Millionen US-Dollar.
  • Sofortige Mittel: 9 Millionen US-Dollar fließen direkt zum Abschluss (Closing innerhalb von 60 Tagen erwartet).
  • Zahlungsplan: Weitere bis zu 21 Millionen US-Dollar werden über zehn Monate meilensteinbasiert ausgezahlt.
  • Resultat: Das Energieportfolio des Unternehmens liegt nun zu 100 % in Nordamerika.

Die Wette auf KI und HPC

Hinter dem Verkauf steht eine fundamentale Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Das durch den Verkauf frei werdende Kapital fließt nicht zurück in traditionelle Mining-Anlagen, sondern gezielt in den Ausbau nordamerikanischer Infrastruktur für High-Performance Computing (HPC) und Künstliche Intelligenz (KI).

Bitfarms reagiert damit auf den massiven Energiehunger moderner KI-Rechenzentren. Das Ziel ist es, die bestehenden Stromkapazitäten für höherwertige Rechenaufgaben zu nutzen, die im Vergleich zum klassischen Bitcoin-Mining oft stabilere Erträge versprechen. Der Verkauf in Paraguay macht dabei Mittel flüssig, die sonst in einer reinen Mining-Operation gebunden gewesen wären, und erlaubt die Umschichtung in vielseitiger nutzbare Infrastruktur.

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Marktreaktion und Finanzfluss

An der Börse wird der fokussierte Ansatz honoriert. Investoren begrüßen offenbar die Beseitigung geopolitischer Unsicherheiten und die klare Story als nordamerikanischer “Pure-Play”-Anbieter. Dies spiegelt sich auch im Kurs wider: Auf Wochensicht verzeichnet die Aktie ein Plus von über 20 %.

Finanziell betrachtet holt das Unternehmen durch den Verkauf die geschätzten freien Cashflows der nächsten zwei bis drei Jahre aus Paraguay in die Gegenwart. Mit dieser vorgezogenen Liquidität sichert Bitfarms die Finanzierung der Expansionspläne für das Jahr 2026 ab und richtet sich stärker auf institutionelle Investoren aus, die für langfristige KI-Verträge stabile Stromnetze und regulatorische Sicherheit in Nordamerika voraussetzen.

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