Betrüger zielen gezielt auf Minderjährige in neuen Abo-Fallen
06.02.2026 - 02:25:11Eine neue Welle aggressiver Telefonbetrugs-Anrufe überzieht Deutschland. Betrüger versuchen gezielt, Minderjährige in teure Abo-Fallen zu locken. Verbraucherschützer und die Bundesnetzagentur schlagen Alarm.
Die Masche tritt seit Anfang des Jahres verstärkt auf. Anrufer geben sich als Mitarbeiter von Gewinnspiel-Firmen oder Vertragsverwaltern aus. Sie behaupten, ein kostenpflichtiges Abonnement laufe aus oder müsse gekündigt werden. Besonders perfide: Die Täter schrecken nicht vor Minderjährigen zurück und schüchtern sie mit hohen Geldforderungen ein. Allein im Januar wurden hunderttausende solcher Spam-Anrufe registriert.
Die Methoden: Druck, Täuschung und erfundene Verträge
Die Betrüger arbeiten mit strategischer Verunsicherung. Eine gängige Masche ist die Behauptung eines „vergessenen“ Lotto-Abos, das nun in eine teure Verpflichtung übergehe – es sei denn, eine „Sonderkündigungsgebühr“ wird sofort gezahlt. Dafür fordern sie sensible Bankdaten.
Eine andere Taktik ist das Angebot einer „letzten Chance“ zur Kündigung, ebenfalls geknüpft an die Preisgabe persönlicher Daten. Die Täter nutzen wechselnde Mobilfunknummern und manipulieren teilweise die angezeigte Rufnummer, um vertrauenswürdig zu erscheinen. In einigen Fällen geben sie sich sogar falsch als Mitarbeiter von Verbraucherzentralen aus.
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Rechtlicher Schutz: Verträge mit Minderjährigen oft unwirksam
Die Sorge der Eltern ist groß, doch der rechtliche Rahmen schützt Kinder und Jugendliche klar. Minderjährige zwischen sieben und siebzehn Jahren sind nur beschränkt geschäftsfähig. Verträge mit dauerhafter Bindung wie Abos werden ohne Zustimmung der Eltern nicht wirksam.
Sollte es dennoch zu einer Abbuchung kommen, raten Experten:
* Die Mobilfunkrechnung genau prüfen und nur reguläre Gebühren bezahlen.
* Unberechtigten Forderungen schriftlich widersprechen.
* Das angebliche Abonnement umgehend kündigen.
* Bei seinem Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre einrichten, die solche Abbuchungen von vornherein blockiert.
So können sich Eltern und Kinder schützen
Der beste Schutz ist Aufklärung und richtiges Verhalten am Telefon. Experten empfehlen:
* Bei unbekannten Anrufern mit Geldforderungen oder Datenabfrage äußerst misstrauisch sein.
* Sich niemals unter Druck setzen lassen.
* Keine persönlichen Informationen wie Namen, Adressen oder Bankdaten preisgeben.
* Unerwünschte Gespräche sofort durch Auflegen beenden.
Eltern sollten ihre Kinder über diese Gefahren aufklären. Die jungen Anrufer sollen keine Zusagen machen und das Gespräch an einen Erwachsenen übergeben. Auffällige Anrufe sollten bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden.
Anhaltende Gefahr durch immer perfidere Methoden
Branchenkenner rechnen damit, dass Telefonbetrug ein massives Problem bleibt. Die Täter entwickeln ihre Methoden ständig weiter. Techniken wie „Voice Cloning“ mittels KI, das Stimmen von Angehörigen imitiert, zeigen, wie perfide die Angriffe werden können.
Die Meldung unseriöser Rufnummern an die Bundesnetzagentur hilft, diese sperren zu lassen. Verbraucherzentralen bieten Beratung und Musterbriefe an. In der Kombination aus technischem Schutz, wie der Drittanbietersperre, und einem aufgeklärten, vorsichtigen Umgang mit Anrufen liegt der wirksamste Schutz – besonders für Minderjährige.
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