BBVA Aktie: Währung frisst Gewinn
05.02.2026 - 14:27:31Die spanische Großbank BBVA präsentierte heute ihre Jahresbilanz für 2025 – und die Zahlen offenbaren eine Geschichte zweier Währungen. Während das operative Geschäft kräftig zulegte, machte der starke Euro einen Großteil der Gewinne zunichte. Ein klassischer Fall von „gut verdient, schlecht gerechnet“.
Peso-Problem kostet Milliarden
Der bereinigte Nettogewinn kletterte um fast ein Fünftel auf 10,5 Milliarden Euro – genau im Rahmen der Analystenschätzungen. Doch nach der Währungsbereinigung blieben davon nur magere fünf Prozent Wachstum übrig. Der Grund: Der Euro wertete 2025 massiv gegenüber dem mexikanischen Peso auf. Für BBVA ein echtes Problem, denn Mexiko ist mit 5,3 Milliarden Euro Gewinn der größte Einzelmarkt. Hier ging der Überschuss währungsbedingt sogar leicht zurück.
Das Heimatland Spanien lieferte dagegen ab: Plus elf Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Auch die Türkei überraschte positiv mit einem Gewinnsprung von 32 Prozent auf 805 Millionen Euro. Die Gesamterträge stiegen konzernweit um vier Prozent auf knapp 37 Milliarden Euro, getrieben durch einen höheren Zinsüberschuss von 26 Milliarden Euro.
Milliarden-Rückkauf treibt Kurs
Das vierte Quartal spiegelte die Gesamtentwicklung wider: 2,53 Milliarden Euro Nettogewinn bedeuteten ein Plus von vier Prozent. Allerdings stiegen die Risikovorsorgen auf 1,75 Milliarden Euro – für das Gesamtjahr summierten sich die Kreditausfallvorsorgen auf 6,07 Milliarden Euro, ein Anstieg um 15,5 Prozent.
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Die Eigenkapitalquote (CET1) rutschte auf 12,70 Prozent, liegt aber weiterhin komfortabel über dem Zielkorridor von 11,5 bis 12 Prozent. Der Grund für den Rückgang: BBVA kündigte ein außerordentliches Aktienrückkaufprogramm über 3,96 Milliarden Euro an – rund 3,5 Prozent der Marktkapitalisierung. Hinzu kommt eine Schlussdividende von 0,60 Euro je Aktie, was die Gesamtausschüttung für 2025 auf 0,92 Euro bringt.
Die Börse honorierte diese Kapitaldisziplin bereits im Vorfeld: Die Aktie gewann seit der gescheiterten Übernahme der Banco de Sabadell rund 40 Prozent an Wert. Am Dienstag erreichte das Papier mit 22,33 Euro ein neues Allzeithoch. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei etwa 125 Milliarden Euro. Der Versuch, Sabadell zu schlucken, scheiterte zwar am Widerstand des Übernahmeziels – doch das Rückkaufprogramm als Plan B erwies sich als Volltreffer. Die Anleger scheinen die Fokussierung auf organisches Wachstum zu bevorzugen.
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