Bauzinsen, Jahr

Bauzinsen starten stabil ins Jahr 2026

11.01.2026 - 09:52:12

Die Baufinanzierungszinsen haben sich nach der Volatilität bei 3,3 bis 3,9 Prozent eingependelt. Experten sehen ein neues Normalniveau und raten zur aktiven Nutzung der stabilen Phase.

Bauzinsen pendeln sich nach turbulentem Jahresende in einem stabilen Korridor ein. Für zehnjährige Darlehen liegen die Angebote aktuell zwischen 3,3 und 3,9 Prozent. Diese Beruhigung bietet Käufern und Bauherren erstmals seit Monaten wieder Planungssicherheit.

Führende Finanzierungsvermittler und Kreditinstitute berichten von einer deutlichen Marktberuhigung. Die befürchteten drastischen Zinssprünge zum Jahreswechsel sind ausgeblieben. Stattdessen etabliert sich eine Seitwärtsbewegung, die Experten bereits als neues „Normalniveau“ bezeichnen.

Detailblick: So sieht der neue Zinskorridor aus

Wer heute eine Finanzierung anfragt, sieht sich mit Konditionen konfrontiert, die deutlich unter den Spitzenwerten der Inflationskrise liegen. Die Top-Zinssätze für Standardfinanzierungen mit zehn Jahren Zinsbindung bewegen sich stabil um 3,5 Prozent.

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  • Kurze vs. lange Laufzeiten: Zehnjährige Darlehen sind oft schon ab 3,3 Prozent zu haben. Für längere Zinsbindungen von 15 oder 20 Jahren verlangen Banken hingegen Aufschläge – der Effektivzins steigt dann Richtung 4,0 Prozent.
  • Bonität zählt wieder: Regionale Unterschiede und die individuelle Bonität fallen stärker ins Gewicht. Hohes Eigenkapital wird mit Zinsrabatten von bis zu 0,3 Prozentpunkten belohnt.
  • Konkrete Ersparnis: Bei einem Darlehen über 300.000 Euro kann dieser Rabatt über die Laufzeit mehrere Tausend Euro ausmachen.

Interessant ist: Der Markt hat die langfristigen Inflationsrisiken und die hohe Staatsverschuldung weiter eingepreist. Die Hektik der letzten Monate ist jedoch einer kalkulierbaren Lage gewichen.

Warum die Zinsen jetzt zur Ruhe kommen

Die relative Stabilität ist kein Zufall. Sie resultiert aus einer ausbalancierten Geldpolitik und globalen Wirtschaftsfaktoren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins bei rund 2,0 bis 2,15 Prozent eingependelt. Diese Konstante wirkt wie ein Anker für die Bauzinsen, die sich stark an den Renditen zehnjähriger Bundesanleihen orientieren.

Die Märkte haben die Zinsschritte von 2025 vollständig verarbeitet. Zwar hat sich die Inflation abgeschwächt, bleibt aber aufgrund steigender Lohnkosten und hoher Staatsausgaben ein latentes Thema. Diese Mischung verhindert ein weiteres, deutliches Absinken der Zinsen.

Auch die globale Konjunktur spielt eine Rolle: Die Wachstumsprognosen für die Eurozone liegen bei moderaten 1,2 Prozent. Dieses Szenario eines „Soft Landing“ stützt die aktuellen Zinsen – weder drohen drastische Erhöhungen noch sind massive Senkungen nötig.

Für Käufer: Die richtige Strategie in stabilen Zeiten

Finanzierungsexperten raten unisono, die aktuelle Phase aktiv zu nutzen. Die Empfehlung lautet: Nicht auf fallende Zinsen spekulieren, sondern die Machbarkeit des Vorhabens im jetzigen Umfeld prüfen.

  • Anschlussfinanzierer aufgepasst: Wer 2026 oder 2027 aus seiner Zinsbindung läuft, sollte sich frühzeitig mit Forward-Darlehen beschäftigen. Damit lässt sich das aktuelle Niveau für die Zukunft sichern – oft gegen einen geringen Aufschlag.
  • Bausparverträge im Comeback: Als Zinssicherungsinstrument erleben Bausparverträge eine Renaissance. Immer mehr Berater integrieren sie in Gesamtkonzepte, um Sicherheit für die Zeit nach der ersten Zinsbindung zu schaffen.

Abwarten bringt derzeit keinen finanziellen Vorteil, birgt aber das Risiko, dass die Immobilienpreise bei anziehender Nachfrage wieder steigen.

Ausblick: Wohin geht die Reise 2026?

Die Konsensmeinung von Bankvolkswirten geht von einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung im ersten Halbjahr aus. Die Bauzinsen dürften sich weiter im Korridor zwischen 3,3 und 4,0 Prozent bewegen.

Für die zweite Jahreshälfte sehen einige Prognosen jedoch Potenzial für leichte Anstiege. Sollte die Konjunktur stärker anziehen oder die Inflation durch geopolitischen Spannungen wieder angefacht werden, könnten die Renditen für Staatsanleihen – und mit ihnen die Bauzinsen – steigen.

Ein Rückfall auf Zinsniveaus von unter 3 Prozent erwartet hingegen fast kein Experte. Der Januar 2026 bietet zwar kein Schnäppchenparadies, aber etwas vielleicht Wertvolleres: Stabilität und Kalkulierbarkeit.

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