Bauzinsen, Jahresbeginn

Bauzinsen stabilisieren sich zum Jahresbeginn bei 3,55 Prozent

30.01.2026 - 00:17:11

Die Zinsen für Baufinanzierungen starten stabil bei rund 3,55 Prozent. Experten erwarten eine Seitwärtsbewegung und sehen das aktuelle Niveau als neues Normal.

Die Zinsen für Baufinanzierungen starten stabil ins Jahr 2026. Für zehnjährige Darlehen liegen die Top-Konditionen derzeit bei rund 3,55 Prozent. Das bietet Immobilienkäufern nach der Volatilität der Vorjahre endlich mehr Planungssicherheit.

Diese Beruhigung folgt auf einen leichten Anstieg Ende 2025. Damals näherten sich die Zinsen kurzzeitig der Vier-Prozent-Marke. Analysten erwarten für das erste Halbjahr nun eine Seitwärtsbewegung im Korridor zwischen 3,1 und 3,7 Prozent.

Was hinter der Zinsstabilität steckt

Die Stabilisierung hat handfeste Gründe. Ein zentraler Faktor sind die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen und Pfandbriefe. Da sich Banken über diese Papiere refinanzieren, schlagen sich Änderungen dort direkt in den Bauzinsen nieder – und diese Märkte zeigen sich derzeit ausgeglichen.

Auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) spielt eine Rolle. Ein stabiler Leitzins – er lag im Dezember 2025 bei 2,0 Prozent – signalisiert dem Markt Verlässlichkeit und dämpft die Erwartung drastischer Wendungen.

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Mehr Planbarkeit für Käufer

Für Kaufinteressenten ist die klare Botschaft: Die Phase extremer Schwankungen ist vorerst vorbei. Das erleichtert die Kalkulation der monatlichen Rate und der Gesamtkosten erheblich. Viele Marktteilnehmer sehen das aktuelle Niveau von 3,5 bis 4,0 Prozent bereits als das „neue Normal“.

Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum hat sich laut dem Interhyp-IW-Index sogar verbessert. Gründe sind gestiegene Reallöhne und Immobilienpreise, die unter ihren Höchstständen liegen. Die Devise lautet also: Nicht von der Nähe zur Vier-Prozent-Marke abschrecken lassen, sondern die eigene Finanzlage prüfen.

Das gilt es zu beachten

Der genannte Top-Zins von 3,55 Prozent ist ein Idealwert. In der Praxis hängen die Konditionen von vielen Faktoren ab:
* Bonität des Kreditnehmers
* Höhe des Eigenkapitals
* Beleihung der Immobilie
* Länge der Zinsbindung

Die realistische Spanne für zehnjährige Darlehen bewegt sich daher meist zwischen 3,5 und 4,2 Prozent. Auch der Immobilienmarkt bleibt differenziert: Während Wohnungen gefragt sind, steckt der Neubau weiter in der Krise.

Leichter Aufwärtstrend wird erwartet

Trotz des stabilen Starts rechnen Experten für den weiteren Jahresverlauf mit leicht steigenden Zinsen. Treiber könnten eine zunehmende Staatsverschuldung oder neue geopolitische Unsicherheiten sein.

Für Käufer bedeutet das: Das aktuelle Fenster könnte eine gute Chance sein. Eine langfristige Zinsbindung schützt vor späteren Anstiegen. Wer in einigen Jahren eine Anschlussfinanzierung braucht, sollte über ein Forward-Darlehen nachdenken, um sich heutige Konditionen zu sichern. Die finale Richtung hängt maßgeblich von den nächsten Schritten der EZB ab.

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