Baugenehmigungen steigen 2025 überraschend um 10,5 Prozent
10.02.2026 - 17:09:12Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist 2025 überraschend gestiegen. Laut aktuellen Daten wurden rund 235.000 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das nährt Hoffnungen auf eine Erholung der krisengebeutelten Bau- und Immobilienwirtschaft.
Nach Jahren des Rückgangs markiert der Anstieg einen psychologischen Wendepunkt. Experten warnen jedoch vor verfrühter Euphorie. Der Weg zu einer nachhaltigen Belebung des Wohnungsbaus sei noch weit, und der aktuelle Zuwachs gleiche die starken Rückgänge der Vorjahre bei weitem nicht aus.
Breites Wachstum in allen Segmenten
Die positive Entwicklung zog sich durch das gesamte Jahr 2025. Bereits im November meldete das Statistische Bundesamt einen monatlichen Zuwachs von 12,5 Prozent. Von Januar bis November summierten sich die genehmigten Wohnungen auf ein Plus von 11,3 Prozent.
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- Mehrfamilienhäuser trugen wesentlich zur Erholung bei.
- Einfamilienhäuser verzeichneten nach langer Durststrecke ebenfalls wieder einen deutlichen Zuwachs.
Diese breite Basis ist ein positives Signal. Dennoch bleibt das Niveau deutlich unter den Spitzenwerten früherer Jahre und weit vom politischen Ziel entfernt, den akuten Wohnungsmangel zu bekämpfen.
Ein Lichtblick nach mehreren Krisenjahren
Für die Branche kommt der Anstieg wie ein dringend benötigter Hoffnungsschimmer. Hohe Zinsen, explodierende Baukosten und Fachkräftemangel hatten viele Projekte unrentabel gemacht und zu Stornierungen geführt.
Die aktuellen Zahlen signalisieren nun, dass Projektentwickler trotz der widrigen Umstände wieder vermehrt neue Vorhaben angehen. Branchenverbände begrüßen die Entwicklung, mahnen aber zur Vorsicht. Eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau reiche nicht aus, um den enormen Wohnungsbedarf zu decken.
Zwischen Genehmigung und Fertigstellung klafft eine Lücke
Doch Vorsicht ist angebracht: Wirtschaftsforscher warnen davor, eine schnelle Wende bei den tatsächlich fertiggestellten Wohnungen zu erwarten. Zwischen Genehmigung und Fertigstellung liegen oft Jahre – ein Zeitraum, der sich zuletzt sogar verlängert hat.
Experten wie Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) machen deutlich: Der Rückgang der Fertigstellungen für 2026 sei aufgrund der eingebrochenen Genehmigungszahlen der Vorjahre kaum zu vermeiden. Die Immobilienwirtschaft fordert daher strukturelle Reformen, um den Bauprozess zu beschleunigen.
2026 wird weiter angespannt bleiben
Für das laufende Jahr rechnen Prognosen mit einer weiter angespannten Lage. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen dürfte zunächst auf etwa 215.000 Einheiten sinken. Erst ab 2027 könnte sich der positive Trend bei den Genehmigungen auch in steigenden Fertigstellungszahlen niederschlagen.
Die Branche blickt gespannt auf die Politik. Die Rufe nach einem „Bau-Turbo“ durch Bürokratieabbau und verlässliche Förderprogramme werden lauter. Der Anstieg der Genehmigungen ist ein erster Schritt. Ob daraus eine echte Trendwende wird, hängt nun von der Lösung der strukturellen Probleme ab.
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