Arbeitslosigkeit, Drei-Millionen-Marke

Arbeitslosigkeit überschreitet Drei-Millionen-Marke

30.01.2026 - 16:13:12

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland hat die Drei-Millionen-Marke überschritten und trifft auf einen angespannten Wohnungsmarkt. Diese Kombination verschärft soziale Ungleichheiten.

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat die kritische Marke von drei Millionen überschritten. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldet für Januar 3,085 Millionen Erwerbslose – der höchste Januar-Wert seit zwölf Jahren. Die Quote kletterte auf 6,6 Prozent. Dieser Anstieg trifft auf einen ohnehin angespannten Wohnungsmarkt und droht, soziale Ungleichheiten zu vertiefen.

BA-Vorstandschefin Andrea Nahles nennt den Zuwachs „jahreszeitlich üblich“. Doch sie räumt ein: „Es gibt derzeit nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt.“ Im Vergleich zum Vorjahr sind 92.000 Menschen mehr ohne Job.

Geringe Job-Dynamik trifft Wohnraummangel

Die aktuelle Schwäche ist das Ergebnis einer mehrjährigen Konjunkturflaute. Prognostiziertes Wachstum für 2026 befeuert den Arbeitsmarkt noch nicht spürbar. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnraum in den Städten ungebrochen hoch.

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Die Folge: Eine wachsende Zahl von Menschen hat Probleme, sich am Wohnungsmarkt zu behaupten. Ein stabiles Einkommen ist dafür Grundvoraussetzung. Die Verknüpfung von Jobunsicherheit und steigenden Wohnkosten vergrößert die soziale Kluft.

Steigende Mieten als existenzielle Hürde

Die Mietpreise in Deutschland sind zuletzt stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. In Städten wie Köln, Leipzig und Hamburg waren die Zuwächse besonders hoch. Für Arbeitslose wird die Suche nach bezahlbarem Wohnraum so zur existenziellen Herausforderung.

Das Kernproblem: Der Neubau hinkt dem Bedarf seit Jahren hinterher.
* Der jährliche Neubaubedarf liegt bei etwa 320.000 Wohnungen.
* Dieses Ziel wurde in den vergangenen Jahren deutlich verfehlt.
* Eine für 2026 erwartete leichte Belebung reicht bei Weitem nicht aus.

Demografie und Fachkräftemangel

Langfristig prägt der demografische Wandel den Arbeitsmarkt. Das Erwerbspersonenpotenzial könnte ab diesem Jahr erstmals sinken, da die „Babyboomer“ in Rente gehen. Das verschärft den Fachkräftemangel, entlastet den Arbeitsmarkt kurzfristig aber nicht.

Für die Immobilienbranche entsteht eine Zwickmühle: In Ballungszentren fehlt Wohnraum, in schrumpfenden Regionen droht Leerstand. Die Politik muss gegensteuern – mit mehr Wohnraum in Städten und mehr Attraktivität auf dem Land.

Teufelskreis aus Job- und Wohnungsnot

Steigende Arbeitslosigkeit und Wohnraummangel verstärken sich gegenseitig. Ohne Job sinken die Chancen auf eine Wohnung. Ohne festen Wohnsitz wird die Jobsuche viel schwieriger. Experten warnen vor Risiken für die soziale Stabilität.

Die hohe Unsicherheit dämpft zudem die Nachfrage nach Wohneigentum. Das könnte regional zwar Preise bremsen, löst aber nicht das Grundproblem: den fehlenden, bezahlbaren Mietwohnraum.

Kaum Entspannung in Sicht

Für 2026 erwarten Experten nur eine langsame Erholung. Ein spürbarer Rückgang der Arbeitslosenzahlen wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Der Druck auf die städtischen Wohnungsmärkte bleibt hoch.

Die Immobilienpreise dürften auch dieses Jahr weiter steigen, wenn auch moderater. Zusätzlicher Kostendruck entsteht durch die neue EU-Gebäuderichtlinie. Sie erhöht ab Mai die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden. Ohne entschlossenes politisches Handeln droht sich die Krise für Millionen Menschen weiter zu verschärfen.

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