Apple, Zero-Day-Lücken

Apple warnt alle iPhone-Nutzer vor kritischen Zero-Day-Lücken

24.01.2026 - 18:35:12

Apple drängt zur sofortigen Installation von iOS 26.2, da zwei Zero-Day-Schwachstellen in WebKit bereits für Spionage genutzt werden. Die niedrige Update-Rate verschärft die Gefahr erheblich.

Apple fordert alle iPhone-Besitzer dringend auf, sofort auf iOS 26.2 zu aktualisieren. Grund sind mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken, die bereits aktiv ausgenutzt werden. Die Gefahr wird durch eine alarmierend niedrige Update-Rate verschärft.

Zero-Day-Lücken ermöglichen komplette Übernahme

Im Zentrum der Krise stehen zwei kritische Schwachstellen in WebKit, der Browser-Engine von Safari. Angreifer locken Nutzer auf manipulierte Webseiten. Ein Besuch reicht aus, um bösartigen Code einzuschleusen. Dieser ermöglicht es, die Kontrolle über das Gerät zu übernehmen, private Nachrichten mitzulesen und Zugangsdaten zu Finanz-Apps zu stehlen. Apple bestätigt, dass sogenannte Spionage-Söldnergruppen die Lücken bereits nutzen.

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Design-Protest als Sicherheitsrisiko

Das eigentliche Problem: Viele Nutzer weigern sich, auf iOS 26 umzusteigen. Grund ist die Abneigung gegen das neu gestaltete “Liquid Glass”-Design. Die Folge ist eine besorgniserregend niedrige Update-Rate.
* Aktuellen Daten zufolge läuft nur etwa 16,3 % der iPhones mit iOS 26.
* Noch weniger, schätzungsweise 4,6 %, haben das kritische Sicherheitsupdate 26.2 installiert.

Hunderte Millionen Geräte bleiben so mit veralteten und angreifbaren Versionen wie iOS 18 online. Die in iOS 26 eingeführten Schutzmaßnahmen fehlen auf diesen Systemen.

So schützen Sie Ihr iPhone jetzt

Die Empfehlung von Apple und Sicherheitsexperten ist eindeutig:
1. Update sofort installieren: Gehen Sie in den Einstellungen unter „Allgemein“ > „Softwareupdate“ und laden Sie iOS 26.2 herunter.
2. Ältere Geräte patchen: Für iPhones, die iOS 26 nicht mehr unterstützen, stellt Apple Updates wie iOS 18.7.3 bereit, um die kritischsten Lücken zu schließen.
3. Neustart als Notlösung: US-amerikanische und französische Behörden raten als vorübergehende Maßnahme zum regelmäßigen kompletten Neustart. Dies kann im Arbeitsspeicher aktive Spionagesoftware unterbrechen – ersetzt aber kein Update.

Eine gefährliche Lektion für die Branche

Der Vorfall zeigt einen grundlegenden Konflikt auf: Was passiert, wenn Nutzer Design-Änderungen über ihre eigene Sicherheit stellen? Apple gilt mit seiner langen Update-Unterstützung zwar als vorbildlich. Doch wenn Millionen sich aktiv gegen ein kritisches Patch entscheiden, entsteht ein massives Einfallstor für Kriminelle. Die Tatsache, dass die Lücken bereits für gezielte Spionage genutzt werden, macht die Bedrohung real und politisch brisant.

Künftig könnte Apple den Update-Druck erhöhen. Geplant sind Berichten zufolge Hintergrund-Updates in iOS 26.3, die den Prozess vereinfachen sollen. Für Nutzer bleibt die klare Botschaft: Sicherheitsupdates haben immer Vorrang. Ein Aufschub aus ästhetischen Gründen riskiert die eigene digitale Sicherheit.

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