Apple verschiebt Siri-Revolution: KI-Überholung mit Verspätung
12.02.2026 - 05:19:12Apple muss die vollständige Einführung seiner hochambitionierten KI-Neuerfindung von Siri verschieben. Die für März erwartete Revolution des Sprachassistenten wird auf mehrere Updates verteilt – ein Rückschlag im Wettlauf mit Google und Co.
Technische Probleme bremsen ehrgeizigen Zeitplan
Eigentlich sollte die mit künstlicher Intelligenz aufgerüstete Siri bereits im März mit iOS 26.4 erscheinen. Doch interne Tester fanden schwerwiegende Mängel: Die auf der neuen Architektur „Linwood“ basierende Assistentin reagiert oft zu langsam oder verarbeitet Anfragen ungenau. Ein Bug führt sogar dazu, dass Siri Nutzer unterbricht, wenn diese zu schnell sprechen. Diese Performance-Probleme erfüllen nicht die Standards für einen öffentlichen Release.
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Deshalb verteilt Apple die neuen Funktionen nun auf mehrere Updates. Einige Features sollen im Mai mit iOS 26.5 kommen, andere erst im Herbst mit iOS 27. Betroffen sind zentrale Neuerungen wie „Personal Siri“, die Kontext aus alten Nachrichten und Kalendereinträgen nutzen soll, sowie das „App Intents“-System für komplexe Sprachbefehle über mehrere Apps hinweg.
Gestaffelter Rollout im harten KI-Wettbewerb
Die Verzögerung ist ein herber Rückschlag für Apples KI-Strategie. Seit der Ankündigung im Juni 2024 arbeitet der Konzern daran, mit seiner nächsten Siri-Generation zu Konkurrenten wie Google Gemini aufzuschließen. Im Kern geht es um die Integration eigener großer Sprachmodelle, die in Partnerschaft mit Google entwickelt werden.
Der ständige Aufschub könnte den Eindruck festigen, dass Apple im Generative-AI-Rennen hinterherhinkt. Das Unternehmen steht unter enormem Druck, eine überzeugende KI-Erfahrung zu liefern, die sowohl mit der Konkurrenz mithalten kann als auch die strengen Apple-Datenschutzstandards durch das „Private Cloud Compute“-Modell wahrt. Der gestaffelte Rollout zeigt jedoch, dass Stabilität vor Geschwindigkeit geht – wohl um öffentliche Kritik an einem fehlerhaften Launch zu vermeiden.
Komplexe Entwicklung und weiterer Ausblick
Die Verzögerung spiegelt die immense Herausforderung, eine leistungsstarke und zuverlässige On-Device-KI zu entwickeln. Die Siri-Überholung ist der Eckpfeiler von Apples Strategie, KI tief in sein Ökosystem zu integrieren. Bereits Ende 2025 reorganisierte das Unternehmen seine KI-Führungsebene, um sich besser auf die Roadmaps für Siri und „Apple Intelligence“ zu konzentrieren.
Auch wenn die vollständige Vision nun in weiterer Ferne liegt: Erste Verbesserungen könnten in den kommenden Monaten kommen. Interne Versionen von iOS 26.5 enthalten bereits Schalter zum Testen persönlicher Siri-Funktionen. Für die weitere Zukunft arbeitet Apple angeblich an „Project Campo“ für iOS 27, das Siri zu einem umfassenderen Chatbot mit Konversationsverlauf und tieferer Mail- und Kalender-Integration machen soll. Bis dahin müssen sich Nutzer noch gedulden, während Apple im Hintergrund an der Lösung der technischen Hürden arbeitet.
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