Apple verlängert Lebensdauer alter iPhones mit Notfall-Updates
29.01.2026 - 15:44:12Apple hat unerwartete Software-Updates für über zehn Jahre alte iPhone-Modelle veröffentlicht. Die Patches sollen verhindern, dass Kerndienste wie iMessage und FaceTime 2027 ausfallen – und beheben einen kritischen Notruf-Fehler.
Die Updates, darunter iOS 12.5.8 für das iPhone 5s aus dem Jahr 2013, wurden am 26. Januar 2026 ausgeliefert. Ihr Hauptzweck: die Erneuerung ablaufender Sicherheitszertifikate. Diese digitalen Schlüssel sind essenziell für verschlüsselte Kommunikation mit Apples Servern. Ohne gültiges Zertifikat würden Grundfunktionen stillschweigend den Dienst einstellen.
„Das ist ein bemerkenswerter Schritt im Mobilfunkmarkt“, sagt ein Branchenexperte. „Während viele Hersteller den Support nach drei bis vier Jahren einstellen, hält Apple Geräte über ein Jahrzehnt funktionsfähig.“ Die Maßnahme unterstreicht den langfristigen Ökosystem-Ansatz des Konzerns – und hebt ihn von Wettbewerbern mit kürzeren Support-Zyklen ab.
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Welche Geräte profitieren noch?
Die Updates decken eine breite Palette veralteter Hardware ab, die keine aktuellen iOS-Versionen mehr ausführen kann:
- iOS 12.5.8: Für iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus
- iOS 15.8.6: Für iPhone 6s-Serie, iPhone 7-Serie und erstes iPhone SE
- iOS 16.7.13: Für iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X
- iOS 18.7.4: Für iPhone XS und iPhone XR
Für Geräte mit iOS 12 ist es der erste Update seit fast drei Jahren. Laut Apple enthalten die Patches keine Sicherheitsfixes für neu entdeckte Schwachstellen (CVEs). Sie dienen rein der Funktionserhaltung.
Kritischer Notruf-Fehler in Australien
Parallel zum globalen Zertifikats-Update trat ein lokales Problem zutage: In Australien verhinderte ein kritischer Fehler bei älteren iPhones den Notruf zur landesweiten Nummer 000. Besonders gefährlich war der Fehler in Regionen mit schwachem Netzempfang, da betroffene Geräte im Notfall nicht automatisch auf ein anderes Mobilfunknetz wechseln konnten.
Die australische Behörde und der Netzbetreiber Telstra warnten umgehend vor der Gefahr und forderten zur Installation der Updates auf. Apple und Telstra rollten anschließend einen carrier-spezifischen Einstellungs-Update aus, der das Netzwerk-Wechselproblem für Geräte wie das iPhone X mit iOS 16.7.13 behebt. Der Vorfall zeigt: Selbst reine Wartungs-Updates können lebenswichtige Sicherheitsimplikationen haben.
Wie sicher sind alte iPhones wirklich?
Trotz der verlängerten Grundfunktionalität raten Sicherheitsexperten davon ab, diese Geräte 2026 als primäre Alltags-Smartphones zu nutzen. Der Grund: Sie erhalten keine proaktiven Sicherheitspatches mehr gegen moderne Bedrohungen.
Der Safari-Browser und andere System-Apps fehlen die aktuellen Sicherheitsverbesserungen. Die meisten Drittanbieter-Apps haben den Support für die alten Betriebssysteme längst eingestellt. „Diese iPhones sind keine vollwertigen, sicheren Smartphones mehr“, so ein Sicherheitsforscher. „Ihre Fähigkeiten und ihr Schutz nehmen mit der Zeit deutlich ab.“
Viele Nutzer haben den Geräten bereits eine zweite Karriere ermöglicht: als Musikplayer, Küchenwecker oder einfaches Kommunikationsgerät für Kinder. Die aktuellen Updates unterstützen genau diese eingeschränkten Nutzungsszenarien.
Was bedeutet das für Apple-Nutzer?
Apples Vorgehen offenbart eine Doppelstrategie: Einerseits erhält der Konzern minimale Funktionalität für seine älteste Hardware aufrecht. Andererseits drängt er Besitzer moderner Geräte, stets die neueste Software zu installieren, um vollständig geschützt zu sein.
Für die Millionen Nutzer alte Modelle lautet die Botschaft klar: Dieses Update installieren, um iMessage und FaceTime am Laufen zu halten. Für alle anderen gilt der unveränderte Sicherheitsrat: Regelmäßige Software-Updates sind eine der wichtigsten Maßnahmen für den Geräteschutz.
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