Apple, Google-Partnerschaft

Apple setzt mit Google-Partnerschaft auf KI-Offensive

30.01.2026 - 17:44:12

Apple rüstet Siri mit Googles Gemini-KI auf und kombiniert so lokale Datensicherheit mit Cloud-Power. Die Strategie wurde von starken Quartalszahlen mit Rekordumsatz untermauert.

Apple stellt seine KI-Strategie auf eine neue Grundlage: Eine wegweisende Partnerschaft mit Google soll die hauseigene Sprachassistentin Siri mit der Gemini-KI aufrüsten. Das gab der Konzern am Rande seiner Rekordzahlen für das erste Quartal 2026 bekannt. Der Plan kombiniert lokale Datensicherheit mit der Rechenkraft von Googles Cloud.

Während der heutigen Ergebnispräsentation lieferten Apple-Manager die bislang detailliertesten Einblicke in die künstliche Intelligenz der Zukunft. Kern ist die im Januar angekündigte, mehrjährige Zusammenarbeit mit Google. Die nächste Siri-Generation soll ein Hybrid-Modell nutzen: Ein leistungsstarkes, lokales Modell auf dem iPhone bearbeitet Alltagsanfragen für maximale Privatsphäre und Geschwindigkeit. Für komplexere Aufgaben, die Weltwissen erfordern, schaltet sich nahtlos Googles Gemini aus der Cloud dazu.

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Die hybride KI-Strategie: Sicherheit trifft auf Power

Apples Ansatz versucht, den Spagat zwischen Datenschutz und Rechenhunger moderner KI zu meistern. „Für uns steht die Privatsphäre der Nutzer an erster Stelle“, betonten die Executives. Gleichzeitig räumten sie ein, dass die eigenen KI-Entwicklungen nicht mit dem rasanten Tempo von Wettbewerbern wie Google oder OpenAI mithalten konnten.

Die Lösung: Man holt sich die beste Sprach-KI von außen und konzentriert sich auf die eigene Stärke – die nahtlose Integration in Hardware und Software. Die Auslagerung an Gemini soll über Apples „Private Cloud Compute“ laufen, um die eigenen Datenschutzstandards zu wahren. Die finanziellen Details der Vereinbarung mit dem Erzrivalen Google blieben unter Verschluss.

Siri soll endlich smart werden

Für Nutzer bedeutet die Partnerschaft die lang ersehnte Wende. Siri galt trotz frühem Start vielen als begrenzt im Vergleich zu Konkurrenzprodukten. Die Gemini-Integration soll den Assistenten von einer simplen Befehlshörerin in ein kontextbewusstes, konversationsfähiges KI-Talent verwandeln.

Siri soll künftig Bildschirminhalte verstehen, den Kontext über mehrere Anfragen hinweg behalten und komplexe, mehrstufige Aufgaben in Apps erledigen können. Branchenbeobachter werten den Schritt als strategisches Eingeständnis, dass Apple den KI-Anschluss verpasst hatte. Intern hatte der Konzern laut Berichten auch Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic geprüft, sich aber für Google entschieden.

Starker Rückenwind durch Rekordzahlen

Die KI-Pläne wurden von glänzenden Quartalszahlen untermauert. Apple erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatzrekord von 143,8 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie lag bei 2,84 Dollar und übertraf die Erwartungen. Besonders der iPhone-Bereich legte mit einem Umsatzplus von 23 Prozent zum Vorjahr auf 85,3 Milliarden Dollar kräftig zu. Der Wachstumsmotor Services erreichte 30 Milliarden Dollar.

Die Ankündigungen beflügelten den Aktienkurs in after-hours Trading leicht. Sie zeigen: Apple hat das finanzielle Fundament, um massiv in KI zu investieren.

Rollout-Plan und Wettbewerbsdruck

Der Countdown läuft. Erste mit Gemini angereicherte Siri-Funktionen könnten bereits nächsten Monat in einer Beta-Version von iOS 26.4 erscheinen. Eine umfassendere Überarbeitung, intern „Campos“ genannt, wird für die Worldwide Developers Conference (WWDC) im Juni mit iOS 27 erwartet. Diese Version soll ein vollständig konversationsfähiger KI-Assistent sein, tief in das gesamte Apple-Ökosystem aus iOS, iPadOS und macOS integriert.

Die Allianz mit dem direkten Konkurrenten Google unterstreicht den enormen Druck, im KI-Rennen aufzuschließen. Sie macht Apple sofort wettbewerbsfähiger gegenüber KI-Hardware wie den neuesten Samsung-Smartphones. Für Google ist der Deal ein großer Coup: Gemini wird auf über zwei Milliarden aktiven Apple-Geräten präsent sein.

Doch die Partnerschaft wirft auch Fragen nach langfristiger Abhängigkeit auf. Die gesamte Tech-Branche kämpft mit den hohen Kosten und unklaren Geschäftsmodellen für generative KI. Apple-Manager ließen offen, wie die neuen KI-Features direkt monetarisiert werden sollen. Stattdessen sollen sie Hardware-Upgrades antreiben und den Gesamtwert des Apple-Ökosystems steigern. Die Bewährungsprobe steht noch aus: Kann die Partnerschaft den intelligenten Assistenten liefern, auf den iPhone-Nutzer seit Jahren warten?

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