Apple, KI-Chatbot

Apple setzt auf internen KI-Chatbot „Enchanté“ für Mitarbeiter

21.01.2026 - 21:53:12

Apple setzt intern auf den KI-Assistenten Enchanté und einen Enterprise Assistant, um Modelle zu testen und Mitarbeiterproduktivität zu steigern. Die Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung von Siri und Apple Intelligence.

Apple treibt seine KI-Strategie mit einem internen, leistungsstarken Chatbot voran. Das Tool namens „Enchanté“ soll die Produktivität steigern und gleichzeitig als Testumgebung für die eigenen KI-Ambitionen dienen. Seit November 2025 nutzen Mitarbeiter den Assistenten für Aufgaben von der Softwareentwicklung bis zum Marketing.

Ein sicherer, hybrider KI-Ansatz für interne Abläufe

Im Kern von Enchanté steckt eine flexible Architektur, die mehrere KI-Modelle nutzt. Mitarbeiter haben Zugriff auf Apples eigene Foundation Models, aber auch auf starke Modelle von Googles Gemini und Anthropics Claude. Dieser Multi-Modell-Ansatz ermöglicht robuste Tests und direkte Vergleiche. Berichten zufolge können Mitarbeiter Antworten verschiedener Modelle nebeneinanderstellen und Feedback zu Qualität und Genauigkeit geben.

Die Sicherheit hat höchste Priorität. Enchanté läuft vollständig auf lokalen Geräten oder privaten internen Servern, ohne Verbindung zu Drittanbieter-Infrastruktur. Diese Abschottung erlaubt es, sensible Dokumente und Dateien hochzuladen und zu analysieren. Die Anwendung kann sogar auf Dateien auf dem Mitarbeiter-Mac zugreifen, um kontextbezogene Antworten zu geben.

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Mehr als ein Chatbot: Eine zentrale Wissensdatenbank

Neben dem Allzweck-Tool Enchanté hat Apple einen zweiten, spezialisierten KI-Assistenten eingeführt. Der „Enterprise Assistant“ fungiert als zentrale Wissensdatenbank, die ausschließlich auf Apples internen Sprachmodellen basiert. Mitarbeiter können hier firmeninterne Fragen stellen – von Leistungen der Krankenversicherung über Urlaubsrichtlinien bis hin zu technischen Anleitungen.

Die Oberfläche von Enchanté soll vertraut und intuitiv sein und stark der ChatGPT-App für macOS ähneln. Beide Tools werden in allen Abteilungen genutzt, vom Management über Design bis zur Entwicklung. Diese breite interne Nutzung ist strategisch entscheidend, um unter realen Bedingungen wertvolles Feedback für die Verbesserung der KI-Modelle zu sammeln.

Strategischer Schritt im KI-Wettlauf

Der Einsatz der internen KI-Tools zeigt Apples methodischen und vorsichtigen Ansatz im Wettlauf um generative KI. Während Wettbewerber bereits öffentlich Chatbots für Verbraucher lanciert haben, konzentriert sich Apple darauf, ein robustes internes Framework zu testen und zu perfektionieren. Diese Strategie hilft, öffentliche Pannen durch unfertige KI-Funktionen zu vermeiden – eine Herausforderung, die auch bei der verzögerten Einführung fortschrittlicher Siri-Verbesserungen deutlich wurde.

Das interne Testen ist für Apple keine neue Praxis. Schon zuvor experimentierte das Unternehmen mit einem KI-Chatbot mit dem Codenamen „Veritas“. Die breite Einführung von Enchanté markiert jedoch eine deutliche Beschleunigung dieser Bemühungen. Die Nutzung durch zehntausende Mitarbeiter im Alltag schafft eine mächtige Feedback-Schleife. Die gesammelten Daten und Bewertungen fließen direkt in die Verbesserung der Sprachmodelle ein, die künftig Apple Intelligence und Siri antreiben sollen.

Vom internen Werkzeug zum Consumer-Produkt

Die Erkenntnisse aus dem täglichen Einsatz von Enchanté sind von unschätzbarem Wert für die bevorstehenden Consumer-Produkte. Sie bilden die Grundlage für die deutlich überarbeitete, KI-gestützte Siri und andere Apple-Intelligence-Features. Die Möglichkeit, mehrere führende KI-Modelle intern und sicher zu testen, verschafft Apple einen einzigartigen Vorteil.

Branchenbeobachter sehen in diesem internen „Dogfooding“ einen kritischen Schritt. Das Ziel ist nicht nur, bei reinen KI-Fähigkeiten mitzuhalten, sondern sie nahtlos und sicher in das Apple-Ökosystem zu integrieren. Die Arbeit mit Enchanté legt heute das Fundament für diese Vision, die in naher Zukunft hunderten Millionen Nutzern zugutekommen soll.

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