Apple setzt auf Googles KI: Siri wird zum Chatbot
26.01.2026 - 10:24:12Apple will Siri mit Googles Gemini-Modellen zu einem mächtigen Chatbot umbauen. Eine erste Vorschau auf die neue KI-Ära soll noch im Februar kommen – ein strategischer Schwenk für den iPhone-Konzern.
Der Druck war zu groß geworden. Während Konkurrenten wie OpenAI und Google mit ChatGPT und Gemini die KI-Revolution anführten, wirkte Apples digitaler Assistent Siri zunehmend veraltet. Jetzt reagiert der Konzern mit einem radikalen Schritt: Er integriert die KI-Technologie seines größten Rivalen direkt ins Betriebssystem. Wie mehrere Berichte übereinstimmend melden, plant Apple für Ende Februar eine erste Demonstration der neuen, von Google Gemini angetriebenen Siri.
Die Februar-Offensive: Ein ungewöhnlich früher Blick
Für Apple ist der Zeitplan ungewöhnlich aggressiv. Statt die große Software-Enthüllung für die Worldwide Developers Conference (WWDC) im Juni zu reservieren, will der Konzern schon in wenigen Wochen zeigen, wohin die Reise geht. Der Grund ist simpel: Im KI-Wettlauf kann sich Apple kein halbes Jahr mehr Geduld leisten.
Die Demonstration soll zeigen, wie Geminis Cloud-basierte Intelligenz die lokalen Fähigkeiten von Siri erweitert. Komplexe Problemlösungen, Programmierhilfen oder das Zusammenfassen langer Texte – dafür braucht es die Rechenkraft großer Sprachmodelle. Eine erste spürbare Neuerung für Nutzer soll das Update iOS 26.4 bringen, das voraussichtlich im März oder April erscheint. Es wird ein Feature namens „World Knowledge Answers“ einführen. Siri kann dann mit zusammengefassten Informationen aus dem Web antworten und sogar Quellen nennen – eine Funktion, die von Diensten wie Perplexity AI bekannt ist.
Passend zum Thema Siri und iPhone: Wenn Sie bei Begriffen wie “Private Cloud Compute” oder “World Knowledge Answers” den Überblick verlieren, hilft das kostenlose iPhone‑Lexikon. Das PDF erklärt die 53 wichtigsten iPhone‑Begriffe in klarer Sprache, mit Aussprachehilfen und kurzen Praxis-Beispielen – ideal für Einsteiger und Umsteiger, die iOS‑Updates und neue Siri‑Funktionen besser verstehen wollen. Zustellung per E‑Mail, jederzeit abbestellbar. Kostenloses iPhone‑Lexikon jetzt anfordern
Projekt „Campos“: Siri wird zum Gesprächspartner
Das eigentliche Herzstück der Kooperation trägt den Codenamen „Campos“. Es handelt sich nicht um ein einfaches Update, sondern um eine grundlegende Neuausrichtung. Aus dem befehlsorientierten Assistenten soll ein konversationsfähiger Chatbot werden, der tief in iOS 27 integriert ist.
Nutzer sollen in natürlichen Dialogen nachhaken können, ohne die Unterhaltung neu starten zu müssen. Vor allem aber soll die KI in Kern-Apps wie Fotos, Mail und Nachrichten mitdenken. Ein Beispiel: Man könnte Siri bitten, „diese E-Mail zusammenzufassen und eine Antwort basierend auf meiner Kalenderverfügbarkeit zu entwerfen“. Für solche Aufgaben muss die KI den Bildschirminhalt analysieren und Handlungen über App-Grenzen hinweg koordinieren – genau die Stärke von Large Language Models wie Gemini.
Der Milliarden-Deal: Warum Apple kooperieren muss
Hinter dem technologischen Schwenk steckt ein gewaltiger Geschäftsvertrag. Apple und Google bestätigten Mitte Januar eine mehrjährige Zusammenarbeit. Obwohl die genauen Summen geheim bleiben, schätzen Branchenkenner, dass Apple jährlich rund eine Milliarde Euro für den Zugang zu Geminis Modellen und Cloud-Rechenleistung zahlt.
Für Apple ist das ein pragmatisches Eingeständnis. Eigene Ambitionen, ein konkurrenzfähiges Großsprachmodell zu entwickeln, scheiterten offenbar an technischen Hürden wie „Halluzinationen“ und Latenzzeiten. Die Lizenzierung von Gemini erlaubt es Apple, das aufwändige Training auszulagern und sich auf Nutzererlebnis und Datenschutz zu konzentrieren. Der Deal verändert das Kräftegleichgewicht: Laut Berichten verhandelte Apple auch mit Anthropic (Claude), entschied sich aber für Google. OpenAI, Partner des „Apple Intelligence“-Starts 2024, soll nur noch als Backup für spezielle Anfragen dienen.
Die Datenschutz-Frage: Kann die Cloud privat sein?
Die Abhängigkeit von der Google-Cloud für eine Kernfunktion des iPhones wirft Fragen auf. Apple betont sein „Private Cloud Compute“-Konzept. Daten, die in die Cloud gesendet werden, sollen in einer sicheren Umgebung verarbeitet werden, auf die Google nicht zugreifen kann. Dennoch markiert die Partnerschaft einen Bruch mit Apples traditionell geschlossenem System.
Experten erwarten einen Hybrid-Ansatz: Einfache Aufgaben erledigt weiterhin der leistungsstarke A19-Chip im Gerät. Nur komplexe Abfragen werden verschlüsselt an die Gemini-Server geschickt. Der Markt honoriert die Strategie vorerst: Die Ankündigung trieb den Aktienkurs von Googles Mutterkonzern Alphabet auf neue Höhen.
Countdown zur WWDC: Alles auf eine Karte
Der Februar ist nur der Auftakt. Der eigentliche Showdown kommt auf der WWDC 2026 im Juni. Dort wird Apple voraussichtlich die vollständige „Campos“-Erfahrung in iOS 27 präsentieren. Der Erfolg dieses Rollouts ist entscheidend. Im September 2026 werden voraussichtlich die neuen „iPhone 18“-Modelle erwartet – und für deren Vermarktung braucht Apple eine überzeugende KI-Story. Die Botschaft aus Cupertino ist klar: Man will im KI-Rennen mitspielen, selbst wenn man dafür mit dem Erzrivalen an einem Strang ziehen muss.
PS: Sie wollen Siri und iOS‑Änderungen sicher nutzen? Dieses Gratis‑Lexikon erklärt in 53 Einträgen die wichtigsten Apple‑Begriffe und spart Frust beim Umgang mit neuen Features wie iOS‑Updates oder tieferer App‑Integration. Leserstimmen loben das PDF (4,7/5 von 455+), und die Anleitung kommt direkt per E‑Mail. Ideal, wenn Sie Ihr iPhone besser verstehen und neue Funktionen schneller nutzen möchten. Kostenloses iPhone‑Lexikon jetzt sichern


