Apple, Sicherheitslücke

Apple schließt mit iOS 26.3 die große Sicherheitslücke zu Android

20.01.2026 - 00:22:12

Apple integriert in iOS 26.3 Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zu Android-Geräten. Die Umsetzung hängt von der Unterstützung der Mobilfunkanbieter ab.

Apple bereitet den Weg für verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhones und Android-Geräten. Ein Code-Fund in der aktuellen Beta-Version von iOS 26.3 deutet darauf hin, dass der Konzern die Lücke in der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schließen will. Damit würde die Kommunikation über die grünen Blasen endlich den gleichen Schutz erhalten wie der iMessage-Dienst.

Jahrelang war die Blasenfarbe in der Nachrichten-App ein Symbol für ein Sicherheitsgefälle. Blaue Blasen zwischen iPhones sind durch Apples hauseigene Verschlüsselung geschützt. Grüne Blasen zu Android-Geräten hingegen nutzten den veralteten und unsicheren SMS/MMS-Standard. Zwar führte Apple 2024 mit iOS 18 eine grundlegende RCS-Unterstützung für bessere Funktionen ein, doch die entscheidende Verschlüsselung fehlte. Die für Ende Januar erwartete Version iOS 26.3 scheint dieses Problem nun zu lösen.

Blick in den Code: So soll die Verschlüsselung kommen

Entdeckt wurden die Hinweise in der zweiten Beta von iOS 26.3. Code-Referenzen zeigen einen neuen Carrier-Eintrag, der Mobilfunkbetreibern ermöglicht, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten zu aktivieren. Die Umsetzung hängt also davon ab, ob die Netzbetreiber ihre Infrastruktur auf den neuesten Standard updaten.

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Dieser Schritt erfüllt ein Versprechen von März 2025. Damals kündigte Apple an, das RCS Universal Profile 3.0 zu übernehmen. Dieses Profil integriert den Industriestandard Messaging Layer Security (MLS), der eine interoperable Verschlüsselung ermöglicht. Bisher sind RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android nur während die Übertragung geschützt und potenziell angreifbar.

Der Fahrplan: Wann kommt die Funktion für alle?

Obwohl die technische Grundlage in iOS 26.3 gelegt wird, könnte die Funktion nicht sofort weltweit starten. Bisher wurde der aktivierende Code nur in den Carrier-Konfigurationen für vier französische Anbieter entdeckt. Experten spekulieren, dass Apple die Region als Testmarkt nutzen könnte, bevor es einen globalen Rollout gibt.

Die endgültige Einführung hängt von den Mobilfunkanbietern ab. Sie müssen das Universal Profile 3.0 in ihren Netzen unterstützen. Der Rollout könnte daher phasenweise erfolgen. Analysten erwarten die öffentliche Freigabe von iOS 26.3 in der letzten Januarwoche, möglicherweise am Montag, dem 26. Januar. Einige Experten warnen jedoch, dass die volle Aktivierung der Verschlüsselung auch auf einen späteren Zeitpunkt oder sogar auf iOS 27 warten könnte.

Strategische Kehrtwende: Druck aus Brüssel wirkt

Die Entscheidung für einen universellen Verschlüsselungsstandard markiert einen strategischen Kurswechsel für Apple. Das Unternehmen nutzte das exklusive iMessage-Erlebnis lange als Lockmittel für sein Ökosystem. Die inkompatible und schlechtere „Grüne-Blasen“-Erfahrung war ein steter Quell von Nutzerfrust.

Hinter der Öffnung steht wachsender regulatorischer Druck, insbesondere durch den Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Das Gesetz soll verhindern, dass große Tech-Konzerne Nutzer in ihren Ökosystemen einschließen. Indem Apple einen offenen Standard übernimmt, fördert es eine sicherere Kommunikationslandschaft für alle. Nachrichten und Medien zwischen den beiden großen Mobilplattformen wären dann standardmäßig geschützt.

Ausblick: Das Ende der grünen Sicherheitslücke

Die Einführung der E2EE-Verschlüsselung für RCS ist ein fundamentaler Schritt. Ziel ist eine Zukunft, in der sichere und funktionsreiche Kommunikation der Standard ist – unabhängig vom Gerät. Die grüne Blase mag bleiben, doch ihre Bedeutung als Symbol mangelnder Sicherheit wird verblassen. Für hunderttausende Nutzer in Deutschland und weltweit entfällt damit eine der letzten großen Barrieren zwischen den mobilen Welten.

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