Apple, Siri

Apple revolutioniert Siri: Aus Sprachassistent wird KI-Chatbot

22.01.2026 - 05:44:12

Apple verwandelt Siri mit Googles Gemini-Technologie in einen leistungsstarken KI-Chatbot. Die tiefe Integration in iOS 27 soll Apple zu einem ernsthaften Konkurrenten für OpenAI und Google machen.

Apple vollzieht einen strategischen Schwenk, um im KI-Wettlauf aufzuholen. Der Konzern plant, seinen virtuellen Assistenten Siri in einen leistungsfähigen KI-Chatbot zu verwandeln. Diese tiefgreifende Neuerung soll zum Herzstück des kommenden iOS 27 werden und Apple zu einem ernsthaften Konkurrenten für OpenAI und Google machen.

Strategische Allianz mit Google

Die Grundlage für die Siri-Revolution ist eine weitreichende Partnerschaft. Apple und Google gaben Mitte Januar 2026 eine mehrjährige Zusammenarbeit bekannt. Dabei wird die nächste Generation der Apple-Foundation-Models auf Googles Gemini-Technologie und Cloud-Infrastruktur aufbauen. Das Ziel ist klar: Apple Intelligence, das KI-System des Unternehmens, soll deutlich leistungsfähiger werden und eine personalisierte Siri-Version für Millionen Nutzer liefern.

Apple betont jedoch seine Eigenständigkeit. Die Nutzeroberfläche wird weiterhin inhouse entwickelt. Zudem soll Apple Intelligence weiterhin auf den Geräten selbst und auf den eigenen Private Cloud Compute-Servern laufen. Damit will der Konzern seinen hohen Datenschutzstandards gerecht werden.

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Zwei-Stufen-Plan für den Rollout

Die Einführung des neuen Siri erfolgt in zwei Phasen. Bereits im Frühjahr 2026 soll ein Update mit iOS 26.4 erscheinen. Es bringt eine leistungsstärkere Version des Assistenten und löst einige der bereits für 2024 angekündigten Apple-Intelligence-Funktionen ein.

Die eigentliche Revolution folgt später. Intern unter dem Codenamen „Campos“ entwickelt, wird diese Version die aktuelle Siri-Oberfläche durch ein echtes Chatbot-Erlebnis ersetzen. Sie soll direkt mit Plattformen wie ChatGPT konkurrieren können. Als Flaggschiff-Funktion von iOS 27 wird „Campos“ voraussichtlich auf der WWDC im Juni vorgestellt und im Herbst veröffentlicht.

Tiefe Integration und neue Fähigkeiten

Der neue Siri-Chatbot soll weit über einfache Sprachbefehle hinauswachsen. Tief in die Betriebssysteme von iPhone, iPad und Mac integriert, wird er in allen Kern-Apps wie Mail, Fotos und Nachrichten verfügbar sein.

Nutzer können komplexe, mehrstufige Aufgaben per Sprache oder Text erledigen. Sie könnten Siri etwa bitten, ein bestimmtes Foto anhand einer detaillierten Beschreibung zu finden und es dann zuzuschneiden. Der Assistent soll im Web recherchieren, Inhalte und Bilder generieren, Dokumente zusammenfassen und hochgeladene Dateien analysieren können. Besonders spannend: Die KI soll kontextsensitiv werden und Bildschirminhalte „sehen“, um passende Vorschläge zu machen oder Geräteeinstellungen zu steuern. Aktiviert wird sie wie gewohnt durch das „Hey Siri“-Kommando oder den Seitentasten-Druck.

Ein entscheidender Schwenk im KI-Rennen

Die Siri-Überholung markiert einen strategischen Wendepunkt für Apple. Das Unternehmen sah sich zuletzt mit Kritik konfrontiert, im Bereich der generativen KI hinterherzuhinken. Die enorme Popularität konkurrierender Dienste zwang das Management offenbar zum Umdenken – von schrittweisen Updates hin zu einem vollwertigen Chatbot-Modell.

Die Partnerschaft mit Google erlaubt es Apple, die Entwicklung zu beschleunigen, ohne ein eigenes Large Language Model von Grund auf neu zu bauen. Der Konzern kann sich so auf seine Kernkompetenzen konzentrieren: Nutzungserlebnis, nahtlose Integration von Hardware und Software sowie Datenschutz. Für Google ist die Allianz ein machtvolles Gütesiegel für seine Gemini-Modelle und festigt seine Position als führender KI-Technologieanbieter.

Ausblick: Ein intelligenteres Apple-Ökosystem

Ein wirklich intelligenter, konversationsfähiger Siri könnte die Nutzererfahrung im gesamten Apple-Ökosystem neu definieren. Die tiefe Integration in native Apps verspricht neue Produktivitäts- und Komfort-Levels. Die Fähigkeit, persönlichen Kontext zu verstehen und mit Bildschirminhalten zu interagieren, könnte iPhone und Mac zu intuitiveren Assistenten machen.

Die eigentliche Bewährungsprobe für Apples erneuerte KI-Strategie steht jedoch noch aus. Kann das „Campos“-Projekt Googles KI-Kompetenz erfolgreich mit Apples nutzerzentriertem Design und Datenschutz-Ansatz vereinen? Die Antwort darauf wird nicht nur über die Zukunft von Siri entscheiden, sondern auch die nächste Phase des Technologiewettbewerbs maßgeblich prägen.

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