Apple, Großoffensive

Apple plant Großoffensive im Smart-Home-Markt

14.02.2026 - 05:14:12

Apple bereitet eine umfassende Neuausrichtung im vernetzten Zuhause vor. Ein zentraler Hub mit Display, neue HomePod mini und eigene Sicherheitskameras sollen das Ökosystem ab 2026 deutlich erweitern.

Apple stellt die Weichen für eine massive Offensive im Smart-Home-Markt. Nach der kürzlich abgeschlossenen, verpflichtenden Software-Migration arbeitet der Konzern offenbar an einem zentralen Smart-Home-Hub, einer neuen HomePod mini-Generation und eigenen Sicherheitskameras. Das Paket könnte Apples bislang zurückhaltende Strategie im vernetzten Zuhause grundlegend verändern.

Neuer Kommando-Hub als Herzstück

Im Zentrum der Pläne steht ein neuartiges Smart-Home-Hub. Berichten zufolge ähnelt das Gerät einem iPad mit 7-Zoll-Display und soll als zentrale Schaltstelle für die ganze Familie dienen. Nutzer könnten damit Smart-Home-Geräte steuern, Familienkalender einsehen, Videoanrufe tätigen oder auf Fotos und Musik zugreifen.

Die Hardware soll leistungsstark sein: Ein A18-Prozessor könnte fortgeschrittene Apple Intelligence-Features und eine kontextbewusstere Version von Siri ermöglichen. Spekuliert wird über zwei Varianten – eine zur Wandmontage und eine für die Arbeitsplatte mit integrierter Lautsprecherbasis. Besonders innovativ: Präsenzsensoren und eine Face ID-Kamera sollen erkennen, wer im Raum ist, und die Oberfläche entsprechend anpassen. Ein dedizierter App Store ist nicht geplant, das Gerät soll aber mit Kern-Apps und Widgets auf einer tvOS-basierten Plattform laufen.

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Erweiterung des Ökosystems

Parallel zum Hub arbeitet Apple angeblich an einem HomePod mini 2. Das Design bleibt wohl ikonisch, möglicherweise in neuen Farben. Die Upgrades wären intern: Ein neuer S-Chip für bessere Audioverarbeitung, Bluetooth 5.3 und ein Ultra-Wideband-Chip der zweiten Generation für präzisere Interaktionen.

Erstmals will Apple zudem eigene Indoor-Sicherheitskameras und eventuell eine Video-Türklingel auf den Markt bringen. Sie würden nahtlos in das Apple-Home-Ökosystem integriert und die starke Privatsphären-Position des Konzerns nutzen. Erwartet werden Audio-Überwachung zur Erkennung von Alarmsignalen und Unterstützung für HomeKit Secure Video. Die Auslieferung von Hub und HomePod mini ist für Anfang 2026 im Gespräch, die Kameras könnten später folgen.

Fundament: Neue Architektur und Matter-Standard

Die Hardware-Offensive baut auf tiefgreifenden Software-Veränderungen auf. Seit dem 10. Februar 2026 ist der Support für die alte HomeKit-Architektur offiziell beendet. Alle Nutzer mussten auf ein neues, zuverlässigeres Framework migrieren. Diese Architektur verlagert die Steuerungslogik vom iPhone auf einen dedizierten Hub wie Apple TV oder HomePod – für schnellere und stabilere Automatisierungen.

Noch entscheidender ist die volle Unterstützung für Matter. Dieser universelle Smart-Home-Standard, entwickelt von Apple, Google, Amazon und anderen, beendet die langjährige Fragmentierung des Marktes. Jedes zertifizierte Gerät – ob Lampe, Schloss oder Sensor – funktioniert nun mit jeder großen Plattform, auch mit Apple Home. Das gibt Verbrauchern deutlich mehr Freiheit bei der Gerätewahl.

Strategische Neuausrichtung im Wettbewerb

Das geplante 2026er-Lineup ist eine klare strategische Antwort auf Apples historische Schwächen. Während HomeKit für Sicherheit gelobt wurde, fehlte es an der Breite an Geräten – sowohl eigener als auch Drittanbieter-Produkte. Mit einem dedizierten Smart Display greift Apple nun die Amazon Echo Show und Google Nest Hub an, die in vielen Haushalten etabliert sind.

Die Integration der leistungsstarken KI-Fähigkeiten zeigt: Apple will nicht nur mit Hardware, sondern mit Intelligenz punkten. Siri soll proaktiver und smarter werden. Verzögerungen bei der Perfektionierung dieser KI-Features haben die Produktentwicklung laut Berichten beeinflusst. Dieser Fokus auf ein geschlossenes, leistungsfähiges und privates Ökosystem könnte Apples entscheidender Wettbewerbsvorteil im Kampf um das vernetzte Zuhause werden.

Gelingt der Plan, könnte 2026 zum Schaltjahr für Apples Smart-Home-Ambitionen werden. Die Kombination aus neuer Software-Architektur, Matter-Integration und neuer Hardware-Kategorien hat das Potenzial, Apple Home von einer Nischenplattform für Enthusiasten zu einem echten Mainstream-Anbieter zu transformieren. Die Branche blickt nun gespannt auf die nächsten Apple-Events, wo erste offizielle Bestätigungen erwartet werden.

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