Apple, AI-Pin

Apple plant AI-Pin als nächste Computer-Revolution

23.01.2026 - 06:39:12

Apple entwickelt heimlich einen unsichtbaren KI-Assistenten für den Alltag. Der geplante “AI-Pin” soll ohne Bildschirm auskommen und als Sinnes-Erweiterung für Siri dienen – ein radikaler Schritt in das Zeitalter des “ambienten Rechnens”.

Das Projekt befindet sich noch in früher Entwicklung, könnte aber bereits 2027 auf den Markt kommen. Alternativ wird es vielleicht nie veröffentlicht. Der diskrete Wearable soll als flache, runde Scheibe aus Aluminium und Glas gestaltet werden – etwa so groß wie ein Apple AirTag, aber etwas dicker. Im Inneren verbirgt sich eine beeindruckende Sensorik: Zwei Kameras (Standard- und Weitwinkel) und ein Drei-Mikrofon-System sollen der KI “Augen und Ohren” geben. Ein kleiner Lautsprecher, eine physische Taste und induktives Laden komplettieren das Konzept.

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Die neue Super-Siri als Herzstück

Die Hardware ist für eine völlig überarbeitete KI-Version ausgelegt. Apple plans, Siri mit iOS 27 grundlegend zu erneuern. Entscheidend ist dabei die jüngst bekanntgegebene Partnerschaft mit Google: Dessen Gemini-Modelle sollen Apples neue KI-Features antreiben. Der AI-Pin würde zum primären Interface für diese leistungsfähigere, kontextbewusstere Siri werden. Software-Chef Craig Federighi treibt diese Strategie offenbar voran.

Ein schwieriges Wettrennen beginnt

Apple betritt damit ein schwieriges Terrain. Der Markt für KI-first-Wearables ist noch unerprobt – und hat bereits einen spektakulären Flop erlebt: Der Humane AI Pin ehemaliger Apple-Mitarbeiter wurde wegen Performance-Problemen eingestellt. Dennoch drängen alle Tech-Riesen in diese Richtung: Meta hat KI-Brillen, Amazon experimentiert im gleichen Feld. Die größte Konkurrenz könnte jedoch von OpenAI kommen: Das Unternehmen entwickelt angeblich mit Apple-Design-Legende Jony Ive ein ähnliches, bildschirmloses Gerät, das noch dieses Jahr vorgestellt werden soll.

Offene Fragen und ambitionierte Ziele

Das Projekt wirft grundsätzliche Fragen auf – besonders zum Datenschutz. Ein Gerät, das ständig Audio und Video aufnehmen kann, passt kaum zu Apples proklamiertem Privacy-Fokus. Die Firma muss hier überzeugende Antworten finden. Bei erfolgreicher Entwicklung peilt Apple angeblich eine Erstproduktion von 20 Millionen Einheiten an. Unklar ist, ob der Pin einzeln verkauft oder mit anderen Produkten wie den lange erwarteten Smart Glasses gebündelt werden soll. Eines zeigt die Entwicklung jedoch deutlich: Apple will die nächste Generation tragbarer KI nicht anderen überlassen.

@ boerse-global.de